Zylinderkopfdichtung wechseln

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Hasenscharte
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Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von Hasenscharte » Montag 16. August 2010, 13:25

Hi,

mußte nun zweimal nach 250km Autobahnfahrt das Kühlerwasser auffüllen.....(ca 5Liter).
Im Ausgleichsbehälter müffelt es etwas nach Benzin....
denke die Kopfdichtung stirbt gerade... :wah:


Hat mir jemand ne Anleitung zum Kopfdichtungswechsel?

Thx :freak:

Frontera A2.0 1993
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Aka
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AW: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von Aka » Dienstag 17. August 2010, 20:46

Hab zwar keine Ahnung vom 2.0 Ltr, aber beim 2,2 16V hab ichs schon gemacht.
Dazu muß das Kühlwasser raus, beide Krümmer (Ansaug- u. Abgaskr.) ab und außerdem die Zündspule bzw. deren Halterung, da diese an Block und Zylinderkopf verschraubt ist. Weiter müssen die elektrischen und der Kühlwasseranschluß an der Rückseite des Motors (zwischen Stirnwand des Fahrgastraumes und Motor) am Zylinkderkopf ab.
Dann muß der Zahnriemen ab, dazu hab ich mit weißem "Edding Marker" die genaue Position an Riemen und Nockenwellenrädern und vorsichtshalber auch am Kurbelwellenrad markiert -auf dem Kurbelwellenrad kann der Riemen eigentlich drauf bleiben. Dann muß das Nockenwellengehäuse ab, dazu erst die Abdeckung der Zündkabel sowie die Zündkabel selbst entfernen. Außerdem hab ich auch noch die Zündkerzen raus, dann stehen sie später nicht unten aus dem abgenommenen Zyl.kopf raus.
Die in Fahrtrichtung gesehen linke Nockenwelle muß raus um an die Zylinderkopfschrauben zu kommen, die rechte kann drin bleiben. Dann die Zylinderkopfschrauben lösen und den Kopf abnehmen. Alte Dichtung runter, Dichtflächen reinigen - Vorsicht mit scharfen, spitzen Werkzeug, bloß keine tiefen Kratzer, Rillen o.ä. hinterlassen! Außerdem hab ich noch etliches an Dreck aus den Kühlwasserkanälen u.ä. gepult und mir bei der Gelegeheit den Zustand der "Töpfe" angesehen.
Zuletzt hab ich die Dichtflächen noch mit Bremsenreiniger geputzt -fettfrei- und die neue Kopfdichtung passend auf den Block gelegt - es stehen entsprechende "Führungsbolzen" raus. Normalerweise sollte auf der Dichtung draufstehen wo oben und unten ist. Danach hab ich noch geprüft, dass keine vorhandenen Kanäle verdeckt sind - also ob die Dichtung auch wirklich paßt. Anschließend hab ich vorsichtig den Zylinderkopf ohne die Dichtung zu beschädigen aufgesetzt und mit neuen Zylinderkopfschrauben gemäß dem beiliegendem Schema angezogen. Dann muß nur noch das ganze abgebaute Zeug wieder dran und Kühlwasser aufgefüllt werden - Frostschutz nicht vergessen!
Ein paar Tage später hab ich dann noch das mit Kühlwasser versaute Motorenöl gewechselt.

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Andy1981
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AW: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von Andy1981 » Dienstag 17. August 2010, 22:03

Moin,

du hast den 2.0 CNE

Das ist leicht an einem nachmittag erledigt.

Das was mein vorredner geschrieben hat bezieht sich auf den 16 V der 2 liter 8V ist da einfacher.

Kopf demontieren sollte eigentlich klar sein,alles was im wege ist abbauen.
Alle dichtungsreste entfernen,neue Abgaskrümmer dichtung und Ansaugkrümmer dichtung besorgen,sofern du diese demontierst.Kabelbaum der einspritz anlage demontieren.
Kopf zum Planen bringen,neue Kopfdichtung hohlen,achte auf die dicke,wenn er geplant worden ist,was ich dringend rate,solltest du eine etwas dickere dichtung nehmen,wenn du eine haben willst,ich habe noch eine original verpackte mit Kopfschrauben liegen.

Kopfschrauben natürlich neu nehmen.

Beim zahnriemen kannst du nicht viel verkehrt machen,egal wie du ihn rauf setzt,es geht nichts kaputt,den der 2 liter ist ein freiläufer.Trotzdem solltest du nach den makierungen schauen,bzw dir eine makierung machen,die genauen angaben weiß ich grad nicht aus dem kopf,ist schon länger her ;)

1,8/2,0 l Motoren


1. Stufe 25 Nm

2. Stufe 90°

3. Stufe 90°

4. Stufe 90°




Die Schrauben sind bei jeder Stufe Spiralförmig von innen nach außen anzuziehen.



10 6 2 3 7

9 5 1 4 8

Wenn du bei goggel Kopfdichtung C20Ne eingibst,findest du auch genaue anleitungen,ansonsten kann ich dir ein auszug von meinem Buch " jetzt helf ich mir selbst " rüber schicken,da steht auch alles drinen.


Gruß

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Aka
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AW: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von Aka » Dienstag 17. August 2010, 22:22

Schön, wenns beim 2.0 Ltr leichter geht, hatte auch nur geantwortet, weil der Fred schon etwas länger -seit gestern mittag - hier ohne Antwort rumlag.

Zum Zahnriemen, auch wenn man bei einem Freiläufer mit einer falschen Riemenposition nix kaputt machen kann könnte ich mir vorstellen, dass es schöner ist wenn man weiß wie der Zahnriemen draufgehört. Ich hab dazu eben mit dem weißen Edding am Nockenwellenrad einen Zahn und auf dem Riemen den zugehörigen Zahnzwischenraum weiß angezeichnet und mit einer Ziffer oder Buchstaben markiert. Stimmen bei der Montage die Markierungen wieder überein kann man sicher sein, dass der Riemen wieder genau in der gleichen Position drauf ist.

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AW: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von Hasenscharte » Dienstag 17. August 2010, 22:29

Hi Jungs,
danke Euch für die Mühe!
Das Schrauberbuch hab ich.

Wenn ich Fragen habe melde ich mich!

Grüße! :freak:
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Loki7680
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Re: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von Loki7680 » Freitag 16. Juni 2017, 18:28

Das ist mal eine tolle Anleitung. Wenn es tatsächlich auch noch einfacher ist als beim Anleitungsschreiber mache ich drei Kreuze. Zum Planen, muss man oder sollte man?
Ich wüsste nämlich nicht wo jemand in der Nähe wäre der das machen würde. Hab mal gelesen das wenn man gefahren ist und das über längere Zeit im roten Bereich, sollte man den Kopf definitiv zum Planen bringen. Stimmt das so?
Gut Planen hab ich nen Tipp bekommen. Muss ich nur noch dorthin kommen :funny:

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Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von Loki7680 » Montag 19. Juni 2017, 12:13

Nun kommt eine Frage auf: Von vier Töpfen sind 2 oben? 1 und 4? Gut der 4. war ein paar Millimeter tiefer, doch scheint mir das als Fehler. Liege ich da richtig? Dachte die sind alle unterschiedlich.

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Re: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von mundl » Montag 19. Juni 2017, 14:14

Loki7680 hat geschrieben:
Montag 19. Juni 2017, 12:13
Nun kommt eine Frage auf: Von vier Töpfen sind 2 oben? 1 und 4? Gut der 4. war ein paar Millimeter tiefer, doch scheint mir das als Fehler. Liege ich da richtig? Dachte die sind alle unterschiedlich.
Sorry aber ich verstehe die Frage nicht........ist jetzt gemeint, dass die Kolben nicht alle bis ganz nach Oben zur Trennfläche zwischen Block und Kopf kommen...oder was????
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Re: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von Frontmann » Montag 19. Juni 2017, 15:31

Er sprach von Töpfen. Vielleicht meinte er ja den Auspuff? hmm
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Re: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von Loki7680 » Montag 19. Juni 2017, 15:45

Nö Frontmann
Ein Zylinder sieht aus wie ein hoher Topf. Im Auto hat man 4. Mehrzahl Töpfe.
Auspuff gibt es nur einen. Schimpft sich im Übrigen Esse. Macht die Mehrzahl
überflüssig. ;-)

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Re: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von Loki7680 » Montag 19. Juni 2017, 15:50

Der Vierte Zylinder ist nicht so weit oben wie der erste. Der erste bündig, und der vierte nicht. Ein oder zwei Millimeter sind noch frei bis zum Rand

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Re: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von Frontmann » Montag 19. Juni 2017, 18:29

Die Zylinder sind mit dem Zylinderlock vergossen, können somit gar nicht unterschiedlich hoch sein.

Wenn hingegen die Kolben 1 und 4 in unterschiedlicher Position sind, stimmt da etwas nicht.
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Re: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von mundl » Montag 19. Juni 2017, 21:47

Also wenn "Töpfe" aus dem Block raus schauen, dann kenne ich das nur von trockenen oder nassen Büchsen die sich aus dem Motorgehäuse gelöst haben........beim Frontera habe ich keine Ahnung ob es welche mit Büchsen gibt........

wenn die Kolben die Paarweise jeweils oben bzw. unten stehen müssen nicht auf der gleichen Höhe sind, dann würde ich da mal auf den Grund gehen und den ganzen Motor zerlegen......kenne so etwas nur von einer gebogenen Pleuelstange....
lG Peter

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Re: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von Loki7680 » Freitag 23. Juni 2017, 18:45

Ok, Verbogene Pleuelstange.
Hmmm, also bisher verichtet er seine Arbeit. Doch frage ich mich gerade wie man die Verbiegen kann? Dann müsste ja der Topf früher oder später ja weiter herausschauen als er sollte und nicht tiefer sitzen. Käme doch eher ein defektes Lager in frage. :meinung:
Wenn ich die Szenarien so durchgehe, dürfte der Motor demnach ja gar nicht mehr laufen. Topf reißt ab und die Kleinteile beschädigen die anderen usw. Teile verkanten sich und was es alles so gibt. Zu guter letzt müsste der Motor gestaucht worden sein.
Die beiden Szenarien kann ich mir ausmalen.
Welche Möglichkeiten gibt es noch das sich eine Pleuelstange verbiegt? Hatte mich noch nie mit Motoren groß auseinander gesetzt, deswegen jetzt meine beiden Theorien. hmm
Fragen über Fragen. Wenn die Stange verbogen ist, wie macht sich das bemerkbar?

netlover
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Re: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von netlover » Samstag 24. Juni 2017, 18:00

hallo aus oberding,

auf empfehlung des kollegen frontera-b-teile hab ich mich angemeldet.

seit mehr als 20 jahren hab ich die fronteras...vom diesel über benzin bis jet-a-1.

jetzt hab ich bei meinem frontera-b automatic aus dem jahr 2004 die cyl-head-dichtung wechseln lassen.

vorher ölverbrauch ca 0,5 - 1 liter auf 1000 km autobahn, jetzt bin ich eine längere strecke gefahren und
ca nach je 700 km kam die low-oil-warnung im display. der meisterbetrieb meinte, daß evtl. ein kolbendichtungs-
ring hinüber ist...das würde sich aber m.e. anders anhören...vielleicht lieg ich auch falsch! ich habe heute mal
die ölreste von oben auf der bodenschutzplatte weggespült, mal sehen, ob es wiederkommt. :(

weiterhin muß ich immer wieder in ausgleichsbehälter etwas nachfüllen.... :(

dann....wenn ich anfahre und/oder in eine 90 grad-kurve links oder rechts anfahre, habe ich das gefühl,
daß die drehzahl hochgeht, jedoch ohne die rpm in energie/antrieb umzusetzen, erst nach 1 -2 sekunden geht
die rpm wieder in normalantriebs-rpm, ich schätze so um 500 rpm fällt sie wieder ab. :(

kann es sein, daß das differenzial hinten zuwenig öl hat? auch wenn keine spuren eines ölaustritts zu sehen sind? :(

ansonsten liebe ich meinen frontera....

vielen dank schon mal

mfg
ingo fuhrmeister

wor

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Re: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von 4matic Günni » Samstag 24. Juni 2017, 21:42

Loki7680 hat geschrieben:
Freitag 23. Juni 2017, 18:45
Ok, Verbogene Pleuelstange.
Hmmm, also bisher verichtet er seine Arbeit. Doch frage ich mich gerade wie man die Verbiegen kann? Dann müsste ja der Topf früher oder später ja weiter herausschauen als er sollte und nicht tiefer sitzen. Käme doch eher ein defektes Lager in frage. :meinung:
Wenn ich die Szenarien so durchgehe, dürfte der Motor demnach ja gar nicht mehr laufen. Topf reißt ab und die Kleinteile beschädigen die anderen usw. Teile verkanten sich und was es alles so gibt. Zu guter letzt müsste der Motor gestaucht worden sein.
Die beiden Szenarien kann ich mir ausmalen.
Welche Möglichkeiten gibt es noch das sich eine Pleuelstange verbiegt? Hatte mich noch nie mit Motoren groß auseinander gesetzt, deswegen jetzt meine beiden Theorien. hmm
Fragen über Fragen. Wenn die Stange verbogen ist, wie macht sich das bemerkbar?
Topf = Kolben! Oder??
Diese 4Zyl. Motoren, werden eine 180° Kurbelwelle haben, was bedeutet das die Hubzapfen paarweise in einer "ebene", gegenüberliegen (= 180° "versetzt") angeordnet sind!
Folglich müssten immer zwei Kolben gleichzeitig im OT "stehen", soweit also richtig! Und eigentlich sollten dann beide Kolbenböden (bei dir sichtbarer Teil des Kolbens) den selben abstand zur Oberkante Motorblock (Dichtfläche Kopfdichtung) haben!
Kolbenbolzen oder Pleuellager schaden könnten zu einer Differenz führen, dann hätte der Motor vorher aber garantiert Geräusche gemacht die dir aufgefallen wären! Auf Lagerschaden könntest du so prüfen: Betreffenden Kolben via drehen an der Kurbelwelle in den OT bringen. Dann die Kurbelwelle um 90° verdrehen (Richtung egal). Mit einer Meßuhr auf den Kolbenboden messen oder mit einem Finger "fühlen"! Jetzt die Kurbelwelle einwenig vor u. zurück drehen! Folgt der Kolben der Drehbewegung sofort = kein Lagerschaden! Bemerkst du aber, das der Kolben besonders nach einem wechsel der Drehrichtung an der Kurbelwellen nicht sofort der Drehbewgung folgt = Lagerschaden!
Ich glaube aber nicht an einen Lagerschaden, sondern eher an ein verbogenes Pleuel! Das der Kolben "tiefer" sitzt ist richtig, wenn das Pleuel verbogen ist!
Ein verbiegen des Pleuels kann z.B. durch einen Wasserschlag passieren! Du schreibst das der Kolben vom 4ten Zylinder "tiefer" steht, der 4te Zylinder ist der Zylinder an dessen rückseite die Kopfdichtung gerne versagt! Wird dort Kühlwasser in den Brennraum gedrückt (z.B. nachdem abstellen des Motor), kann dieses beim erneuten starten des Motors eventuell nicht entweichen (Kolben "stand" vor dem Zündungs OT) was zu einem Wasserschlag führt, da Wasser nicht verdichtet werden kann! Die Kraft des Anlasser verbiegt dir dann das Pleuel!
Du solltest den Motor öffnen und das überprüfen, den ein verbogenes Pleuel kann auch irgendwann einmal versagen u. das führt dann meist zu einem Kapitallem Motorschaden!

MfG Günter

4matic Günni
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Re: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von 4matic Günni » Samstag 24. Juni 2017, 21:50

netlover hat geschrieben:
Samstag 24. Juni 2017, 18:00


jetzt hab ich bei meinem frontera-b automatic aus dem jahr 2004 die cyl-head-dichtung wechseln lassen.

vorher ölverbrauch ca 0,5 - 1 liter auf 1000 km autobahn, jetzt bin ich eine längere strecke gefahren und
ca nach je 700 km kam die low-oil-warnung im display. der meisterbetrieb meinte, daß evtl. ein kolbendichtungs-
ring hinüber ist...das würde sich aber m.e. anders anhören...vielleicht lieg ich auch falsch! ich habe heute mal
die ölreste von oben auf der bodenschutzplatte weggespült, mal sehen, ob es wiederkommt. :(

weiterhin muß ich immer wieder in ausgleichsbehälter etwas nachfüllen.... :(

vielen dank schon mal

mfg
ingo fuhrmeister

wor
Du hast also vermutlich einen 2,2Benziner?
Verbrennt der Motor das Öl oder hast du äußeren Ölverlust am Motor = Ölflecken unter dem Auto?
Ölverbrauch bei diesen Motoren scheint eher normal zusein!
Ventilschaftdichtungen oder Ölabstreifringe an den Kolben scheinen die gängisten Ursachen zusein! Wobei eine Reparatur der Ölabstreifringe unrealistisch teuer ist! Lieber Öl nachfüllen!

Ist das Kühlsystem dicht? Nicht irgendwo eventuell eine Schelle undicht etc.?
Wieviel musst du auf welche Fahrstrecke nachfüllen?
Wie hoch steigt die Wassertemperatur beim fahren?
Laufen die Kühlerlüfter nachdem abstellen des Motor?
"Blubbert" es aus dem Motorraum nachdem abstellen des Motor?

MfG Günter

netlover
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Re: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von netlover » Sonntag 25. Juni 2017, 09:26

hallo günter, vielen dank f. antwort. also

1. ich habe einen 3,2 mit 205ps
2. keine ölflecken unter dem auto
3. kühlsystem dicht, keine harten schläuche nach dem abstellen, kein ventilator läuft
4. auf 1000 km mußte ich hochgerechnet 2 lieter öl 10w40 nachfüllen, wobei ich 1 liter vorher nachfüllte, als das
auto aus der werkstatt kam.
5. bei einer OAT von ca 35 - 37 grad stieg die wassertemp bis ca 95 grad, ging aber nach ändern des leistungsprofils auf
85 grad zurück, war sauheiß am donnerstag...
6. kein blubbern

was mich noch nacdenklich macht, ist das verhalten bei kurven. ist es möglich, daß das differenzialgetriebe hinten zu
wenig öl hat? es sind keine schmierstellen irgendwo zu sehen.

ratlos...

mfg
ingo fuhrmeister

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Re: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von mundl » Sonntag 25. Juni 2017, 16:45

netlover hat geschrieben:
Sonntag 25. Juni 2017, 09:26


was mich noch nacdenklich macht, ist das verhalten bei kurven. ist es möglich, daß das differenzialgetriebe hinten zu
wenig öl hat? es sind keine schmierstellen irgendwo zu sehen.

Zum Prüfen ob genug Öl in der Hinterachse ist brauchst du nur die Einfüllschraube (also die obere) öffnen und mit dem Finger checken ob du da Öl hast.....sollte bis zur Unterkante Einfüllöffnung gefüllt sein.......außerdem wenn Öl ausgeronnen ist, dann geht das auch nicht spurlos, da müsstet :meinung: du Ölaustritt sehen...ausser wenn es bis in die Bremse ist....aber dann ist dementsprechend die Bremsleistung an dem entsprechenden Rad geringer.....
lG Peter

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Re: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von netlover » Samstag 21. Oktober 2017, 10:31

hallo aus oberding,

jetzt hab ich mit einer opelwerkstatt den fehler beim kurvenfahren gefunden...als ich tüv vorbereitet habe, bin ich mal
mit den augen auf der hinterachse hin und her gewandert...dabei viel mir ein hall-sensor auf dem achsgetriebe auf. da
wir solche auch im flugzeugbau verwenden, hatte ich irgendwie den verdacht, daß mit dem was nicht stimmt.

vor 2 wochen wars mir dann zu bunt...termin beim opel, mit vorschlag automatic- und achsöl hinten wechseln und 1
stunde fehlersuche warum....

da lebt tatsächlich noch ein opel frontera kenner in dieser werkstatt ganz versteckt...der meine tiefste vermutung über
den sensor teilte...mit einigen diagnosegeräten und wackeln war der simple scheißfehler gefunden...ein klitzekleiner
kabelbruch vor dem sensor...repariert...und schon schnurrt der karren wieder wie ein königstieger vor moskau!

nur das mit dem ölverbrauch von mehr als einem halben liter auf 500 km nach erfolgter erneuerung der kopfdichtung
macht mich noch nachdenklich...

trotzdem vielen dank für eure anregungen...

mfg
ingo fuhrmeister

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Re: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von Frontmann » Samstag 21. Oktober 2017, 13:18

Hallo Oberdinger, das mit dem Ölverbrauch könnte an den Ventilschaftdichtungen liegen. Eventuell wurden sie beschädigt oder sind verschlissen.
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Re: Zylinderkopfdichtung wechseln

Beitrag von netlover » Samstag 21. Oktober 2017, 23:38

hmmm...ventilschaftdichtungen...dauert warscheinlich lange, um an diese operativ ranzukommen?

wie könnte man herausfinden ob??? oder der ölabstreifring an den kolben? auch hmmm...wie rausfinden?

kann man das über eine kompressionsmessung machen, und sehen ob irgendein kanal nicht dicht ist?

mfg
ingo fuhrmeister

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