Kolbenfresser Frontera B 2.2 Sport RS 11/1999 X22SE und nun?

Hier könnt Ihr Probleme/Fragen zum Opel Frontera posten.

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Selbstcoach
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Kolbenfresser Frontera B 2.2 Sport RS 11/1999 X22SE und nun?

Beitrag von Selbstcoach » Montag 4. November 2013, 18:17

Hallo und Guten Abend,

mein schöner blauer Frontera hat aktuell einen Kolbenfresser in seinem Austauschmotor.
Meine Werkstatt hat sich wochenlang vergeblich um Teile bemüht.
Denn ein größerer Kolben für einen Austauschmotor mit Kolbenfresser = 2 Nummern größer als der Original-Kolben ist nicht erhältlich. Laut Opel und Tornau vermutlich gar nicht auf dem Markt.

Leider war mein "Heinrich" ein Montagsauto, dennoch wollte ich ihn bis zuletzt fahren.
Deshalb habe ich immer wieder alles Anfallende reparieren lassen:

ATM 2009, Kühler 2010, Kupplung 2012, Zahnriemen, Wasserpumpe, Kombischalter Lenkrad, Bremsscheiben + Sättel vorne, Kabel zur Heckklappe u. a. m.
Meine Investitionen wollte ich eigentlich noch "abfahren". TÜV ist 11/14 und dann noch 2 Jahre. Das blieb aber leider ein Traum.

Im September 2013 wurde der Motorschaden für 1000 € repariert (neue Zylinderkopfdichtung), aber schon nach der ersten 70 km langen Autobahnfahrt lief er schon am nächsten Tag nur noch auf 3 Pötten. Er hatte keinen Tropfen Öl mehr. Ein Ersatzkolben ist nicht erhältlich und ein Teilemotor würde mich rund 3500,-- € kosten.
Das stecke ich dann aber doch lieber in einen anderen Gebrauchten !

Also bleibt mir vermutlich nur, den guten kranken Heinrich zu verschrotten oder an Bastler zu verkaufen. Sehe ich das richtig ? Kann ich ihn hier im Forum anbieten oder besser bei Autoscout24 oder eBay ? Der Hamburger Schrotthöker KIESOW bot mir heute unbesehen 500,-- € an.

Hat jemand einen Rat oder Hilfe bei der Teilesuche für mich ?

corsamanni
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Beitrag von corsamanni » Montag 4. November 2013, 19:09

Einen Kolben zu besorgen ist nicht schwer! Aber wenn dann alle und nicht nur einen.

Wenn deine Werkstatt dazu nicht in der Lage ist, geh zu einer Motorenbude oder PN an mich!

:lol:
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wird niemals Jäger bleibt immer Treiber:-)

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thunderbird
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Beitrag von thunderbird » Montag 4. November 2013, 22:29

Ich hatte auch mal einen Kolbenfresser, aber im Bremssattel :D

lg

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JEOH
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Beitrag von JEOH » Montag 4. November 2013, 23:10

Heinrich, mir graut vor Dir...

oder was?

Kann Deine Gefühle nachvollziehen als verhältnismäßig unbedarfter vor-der-Garage-Kleinschrauber. Schließe mich der Meinung an, zum Motorspezi zu gehen, ähem: schleppen.

Oder suche ein Spenderfahrzeug und frag in der Werke, ob die den Motor tauschen. In der "Bucht" stehen grad ein paar. Das sollte doch unter den Kosten nur für den Rumpfmotor bleiben...?!

Wie der Heinrich sonst so da steht, kannst nur Du allein wissen. Bei irgendeinem anderen Gebrauchten für 3.500,-- weißt Du auch nicht, was noch kommt. :meinung:
Gruß Jan

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Wolf 1

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Beitrag von Wolf 1 » Montag 4. November 2013, 23:24

gute B-Fronteras werden so um 3-6000 Öcken gehandelt,aber man weis nie ob man die Katz im Sack kauft. :evil:
Wenn dein Fronti sonst gut erhalten ist und nicht zu viele Kilometer runter hat,du sonst viel investstiert hast,würd ich mich für einen Tauschmotor entscheiden.
Vorrausgesetzt der Einbau ist nicht zu teuer :evil:

wolf

Selbstcoach
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Beitrag von Selbstcoach » Dienstag 5. November 2013, 00:16

Dankeschön für ersten Antworten ! Jetzt geht's aber erst einmal zu Bett und 1 Nacht drüber schlafen.
Ich werde jeden Vorschlag mit meiner Werkstatt besprechen, die sind auch an einer Lösung interessiert und reparieren auch echte Oldtimer. Nochmals Danke und Gut's Nächtle !

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MV
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Beitrag von MV » Dienstag 5. November 2013, 07:56

Im September 2013 wurde der Motorschaden für 1000 € repariert (neue Zylinderkopfdichtung), aber schon nach der ersten 70 km langen Autobahnfahrt lief er schon am nächsten Tag nur noch auf 3 Pötten. Er hatte keinen Tropfen Öl mehr
( Verstehe ich das richtig ? )

Wo ist denn das Öl flöten gegangen ? (falls welches drin war :crazy: )

Was für eine Art von Motorschaden wolltest du reparieren lassen ? Nur die Kopfdichtung ?

Sorry, ich versteh das nicht ganz


hmm hmm

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Beitrag von Selbstcoach » Dienstag 5. November 2013, 11:19

Hier der Hergang des Motorschadens etwas genauer:

Am 18. 9. 13 nach 30 km schneller Autobahnfahrt ab Hamburg rasselte etwas auf der BAB immer beim Gas geben. So als hätte man 1 Bierdeckel neben das Vorderrad eines Fahrrades geklemmt und beim Fahren über die Speichen ratschen lassen. Kurz darauf ging die Motortemperatur schnell hoch und ich rechts ran und auf dem Standstreifen angehalten. Der Kühler schäumte über. Vom ADAC zurückgeschleppt nach Hamburg. Der Meister goss Wasser nach und startete den Motor, der nur auf 3 Pötten lief. Diagnose: Zylinderkopfdichtung durchgebrannt und der Druck vom Motor gelangt in den Wasserkreislauf. Der Kühler sei in Ordnung.

Die Zyl.-kopfdichtung war mittig zwischen 2 Zylindern durchgebrannt und wurde erneuert, der Zyl.-kopf wurde plan geschliffen. Der Motor lief dann bei der Probefahrt der Werkstatt in der Stadt einwandfrei. Wir fuhren dann am 25. 9. 13 damit die o. a. BAB-Strecke problemlos hin und zurück = 2 x 30 km. Nur auf der Hinfahrt bläute er etwas aus dem Auspuff, aber nur bei einer Geschwindigkeit über 140 km/h. Auf der Rückfahrt dann nicht mehr. Uns fiel nur auf, dass der Motor jetzt manchmal lauter als vorher "nagelte / dieselte", vor allem wenn untertourig gefahren. Unklar war, ob es eher Ventil- oder Zündungsklappern war. Nach Rücksprache mit der Werkstatt sollten wir es nur weiter beobachten. Einen Tag später wollten wir in Hamburg mit dem Wagen Einkaufen fahren. Schon beim Start „nagelte“ er aber so laut, dass wir den Wagen nach 100 Metern stehen ließen und die Werkstatt anriefen. Der Meister hörte sich das am Telefon an und sagte: stehen lassen, wir holen ihn ab. Wie jetzt gemessen hatte der Motor kein Öl mehr am Messstab. Wo das Öl geblieben ist, ist bis heute unklar geblieben.

Diagnose: Kolbenfresser. Gleicher Zylinder (der letzte zur Frontscheibe hin). Laut Werkstatt habe der Motor vermutlich einen Wasserschlag bekommen.

Eine erneute Reparatur scheiterte daran, dass über Wochen keine Kolben mit Übermaß erhältlich waren. Nicht über Opel und auch nicht über die Firma Motoren-Tornau. Inzwischen habe ich aber einen Hinweis auf Motoren-Michaelis.de erhalten.

Ich hoffe, der Hergang ist damit transparenter geworden.
Als Laie und Schreibtischtäter kann ich technische Fragen nicht beurteilen.

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Beitrag von Ink » Dienstag 5. November 2013, 20:57

die lauten Klappergeräusche bei Deiner Fahrt deuten ja schon auf Oelmangel hin, die daraus resultierenden Spätfolgen könnte man erst nach einem völligen Zerlegen des Motors bewerten.
Meiner Meinung nach wird es mit dem Tausch eines (oder aller) Kolben leider noch nicht behoben sein, zumindest nicht auf Dauer...

drück Dir die Dauemn, dass ich daneben liege :-?
Ink

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Beitrag von Goldschmitt » Sonntag 1. Dezember 2013, 23:18

Hallo Freunde,

deine Schilderung über dein Problem hört sich ziehmlich genau so an wie meines.
Ich hatte auch einen Motorschaden, ich habe mittlerweile einen neuen Kolben ( den hintersten ) drin. Bei mir war der Kolben gebrochen, und zwar ist ein Stück vom Kolben zwischen den Kolbenringen gebrochen und weggekippt.
Dei mir war die Ursache eine klemmende Wasserpumpe.
Was zur Folge hatte, das ich folgendes getauscht habe.
Kühler ( geplatzt ), Krümmer ( gerissen ), Kopfdichtung ( durchgebrannt ), Wasserpumpe ( klemmt ), Kolbenringe ( Verschleiß ), Lagerschalen, Ventielschaftdichtungen, usw.
Macht bei mir eine Repsumme von Rund 3500 - 4000 € inkl. Werkstattkosten.
Imoment fahre ich den Motor neu ein, ich habe auf die letzten 400 km rund 2 Liter Öl gebraucht. Ich hoffe es liegt daran das die Hydros noch nicht voll waren.
MfG

Goldi

Ein paar schöne Bilder findet Ihr auf Flickr unter


Dirk.Goldschmitt

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Beitrag von reinse » Montag 2. Dezember 2013, 02:37

Hallo

Also 2 Liter auf 400 km ist schon heftig.

Liegt auch bestimmt nicht an den hydrostößel.
Die haben ein innenVolumen in MilliLiter bereich

Das Problem hatte ich bei meinem z22se auch. Bei ruhiger fahrweise
1 Liter auf 300 km. Mit blauer Wolke ab 3000 Umdrehungen

Waren die Ölabstreifringe

Die gewechselt und nun ist ruhe drin

MfG christoph

Frontmann

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Beitrag von Frontmann » Montag 2. Dezember 2013, 07:39

Dass bei einem Überhitzungsschaden zuerst bzw. immer der 4. Zylinder betroffen ist bekannt. In deinem Fall gehe ich daher davon aus, dass ein Defekt am Kühlsystem die Ursache ist. Im weiteren Verlauf der Überhitzung dichten die Kolbenringe nicht mehr ab und das Motoröl gelangt in den Brennraum des 4. Zylinders und verbrennt. auf Grund von Ölmangel, und/oder überhitztem Motoröl verschleißen die Pleuellager im Zeitraffer.

So wie ich das beurteile, hat die Werkstatt beim Tausch der Zylinderkopfdichtung das Laufbild des 4. Zylinders nicht überprüft und den schon begonnenen Kolbenfresser übersehen. Interessant wäre auch zu wissen, aus welchem Grund die Kühlung ausgefallen ist, sonst könnte, im fall einer Motorinstandsetzung, der gleiche Fehler wieder auftreten, wenn z.B. der Kühler verstopft ist, oder durch einen winzigen Marderbiss das Kühlwasser über einen längeren Zeitraum langsam verloren geht und deshalb nicht gleich auffällt. Ein defekt am Ventilator wäre auch noch denkbar.

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Beitrag von guidolenz123 » Donnerstag 5. Dezember 2013, 13:02

Ich weiß es nun nicht im Speziellen, aber zB der 2-Liter-Motor vom Frontera A war in vielen Limos wie Omega oder Vectra verbaut und da gibts viele Gebrauchtmotoren mit auch wenig KM auf der Uhr am Markt. In der Regel muß man bloß die zB Ölwanne umstricken (hin und her) und schon passt es nach meiner Info. Geht doch bei Euren wahrscheinl. genauso und ist normalerweise der wesentl. günstigere Weg.
:meinung:
Gruß Guido

Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.

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Beitrag von Asconajuenger » Donnerstag 5. Dezember 2013, 13:05

Suche benutzen!
Der Sintra Motor geht mit einigen Umbauten!
Einfach suchen, da gibt's ne genaue Beschreibung!

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