Allrad zuschalten richtig gemacht?

Hier könnt Ihr Probleme/Fragen zum Opel Frontera posten.

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Wolke777
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Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Wolke777 » Montag 29. Februar 2016, 20:11

Hallo

Ich bin seit dem 27.02.2016 Besitzer eines rostfreien(auch unten kein Rost) Opel Fronterea 3,2 V6 mit Automatikgetiebe BJ 04.1999 108.000 km.Nun bevor ich den Allrad teste wollte ich mich versichern ob ich das gelesene in der Bedienungsanleitung auch richtig anwende.Da wir unser Boot damit ziehen wollen denke ich das beim Slippen der Allrad von Vorteil ist.

Allrad kann ich zuschalten wenn unter 96 km/h einfach Knopfdrücken?Untersetzung nur im Stand ?

Ist das so richtig?Oder muß ich sonst noch auf was achten.

Lg H.Wolke
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Der Ralf
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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Der Ralf » Montag 29. Februar 2016, 20:46

Moin Wolke,

erstmal ein herzliches willkommen hier.

Lies Dir das mal alles durch ... http://www.opel4x4.de/viewtopic.php?f=22&t=5097 wenn Du dann noch Fragen hast dazu ... Frag.
Der Ralf
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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Wolke777 » Montag 29. Februar 2016, 21:25

Das habe ich schon alles gelesen bevor ich mich angemeldet habe aber das was in meiner Bedienungsanleitung steht hört sich doch anderst an.

Da steht z.B das empfohlen wird bei nasser Fahrbahn mit Allrad zu fahren deswegen bin ich ja auch etwas verunsichert und habe den Beitrag geschrieben.

Im Betrag wir auch geschrieben niemals auf Asphalt mit Allrad fahren und enge Kurven vermeiden.
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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Der Ralf » Dienstag 1. März 2016, 10:45

Moin noch mal,

1. Grundsätzlich sollte man den Allradantrieb nur dann benutzen wenn man ihn auch wirklich braucht.
2. Auf trockener und auch nasser Fahrbahn sollte man den Allrad weg lassen da dieses denn Antriebsstrang / Getriebe / Antriebswellen schädigen kann.
3. (Das war Dir ja wichtig wegen den slippen) Der B verriegelt die Vorderachse über ein Stellglied in der selbigen das heißt du hast wenn die Reduktion eingelegt ist Allradantrieb. Mann kann das elektronisch ändern so das du mit 2l fahren kannst. Pucky hat da was gebaut und Toto hat glaube ich den Plan dafür.

Wenn du noch lange Freude an deinen Wagen mit 4x4 haben möchtest benutze den Allrad nur auf losen / matschigen / schnee und Eis Boden. sonst riskierst du einen kapitalen Schaden. Und mal ehrlich wenn ich 80-90 fahren kann brauch ich kein Allrad.
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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Wolke777 » Dienstag 1. März 2016, 13:06

OK habe es jetzt verstanden glaube ich zumindest.Allrad nur bei Schnee oder wenn es sehr glatt ist oder beim slippen.Beim ziehen brauche ich den Allrad nicht wüsste auch nicht was das bringen sollte.

Wir haben fast ein Jahr gesucht um einen Frontera in einem rostfreien Zustand mit 3,2 v6 und Automatik zu finden (ca 4000 anschau km gefahren) den will ich nicht kaputt machen.

Danke für eure Geduld.


Grüße aus dem Schwabenland

Heiko
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Andy1981
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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Andy1981 » Dienstag 1. März 2016, 15:53

Dann behalte dein automatik getriebe im auge wenn du ihn lange fahren willst.
gönne ihm neues öl und filter.Bremsband einstellung auch mal machen/lassen.

das ist das schwächste glied im frontera,meiner meinung nach.....es gehen so viele kaputt von den getrieben.

"selber schon 3 mal ausgebaut, ;) bzw müssen "

gruß

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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Rainer.M » Dienstag 1. März 2016, 17:29

Ein wichtiger Hinweis betrifft das Abs. Wenn der Allradantrieb an ist, dann ist das Abs aus. Und gerade, wenn es auf der Straße mit dem grip nicht mehr so super ist, dann hast du von einem beherrschbar mit abs bremsenden fahrzeug mehr, als vom Vortrieb durch den Allrad.

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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Toto » Dienstag 1. März 2016, 22:03

@Rainer

Wird das im Cockpit angezeigt das ABS aus ist?

Kontrollleuchten oder ähnliches?
M.f.G.



Toto

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* Lest euch bitte auch die Regeln durch und haltet euch daran.
* Wenn ihr Probleme habt einfach eine private Nachricht an mich schreiben.


Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur.

(Jean Paul, deutscher Schriftsteller, 1763-1825)

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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Rainer.M » Dienstag 1. März 2016, 22:52

Nein, meines Wissens nicht. Wenn die Differentiale im allrad-betrieb voll gesperrt sind, dann funktioniert das Abs nicht und wird abgeschaltet. Ein zuschaltallrad ist in der Hinsicht einem gesperrten mitteldiff gleichzusetzen.
Ansonsten würde sich der bremseingriff des Abs ja immer auf die zweite, gesperrte Welle mit auswirken. Außerdem kann die Sensorik keine drehzahlunterschiede messen, wenn es wegen der Sperre keine Unterschiede gibt.

Allrad und gesperrte Differentiale funktioniert nur dann, wenn das Fahrzeug beim bremsen die sperren raushauen kann. Das macht bei den alten karren nur der g.

Das ist aber auch keine fehlfunktion und wird nicht extra angezeigt.

Wolf 1

Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Wolf 1 » Mittwoch 2. März 2016, 07:31

wenn ich mich recht erinnere ist das ABS erst beim Untersetzungsgetriebe außer Funktion grr

carawahnsinn
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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von carawahnsinn » Mittwoch 2. März 2016, 09:04

Mehrfach ausprobiert, das ABS ist im Allradmodus aus.
Wenn die Differentiale im allrad-betrieb voll gesperrt sind,
Die B´s haben keine Sperre an der VA und der HA nur ein LSD, (Lammellensperre mit Sperrwert von 45%). Steht in jedem Buch. Das Macht ihn auch so ein bischen zum Quasioffroader.

Frontera B ohne Rost ??? Glaube ich nicht. Die Dinger faulten schon im Katalog
Meine Bastelarbeiten
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Opel Frontera 3,2 und festgerostete Schrauben bekommen eine neue Dimension :meinung:

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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Rainer.M » Mittwoch 2. März 2016, 09:38

carawahnsinn hat geschrieben:Mehrfach ausprobiert, das ABS ist im Allradmodus aus.
Wenn die Differentiale im allrad-betrieb voll gesperrt sind,
Die B´s haben keine Sperre an der VA und der HA nur ein LSD, (Lammellensperre mit Sperrwert von 45%). Steht in jedem Buch. Das Macht ihn auch so ein bischen zum Quasioffroader.

Frontera B ohne Rost ??? Glaube ich nicht. Die Dinger faulten schon im Katalog
Zuschaltallrader haben ein "gesperrtes verteilergetriebe". Das ist für die abs-funktion nicht anders, als ein gesperrtes mitteldiff und bremseingriffe auf einer Achse wirken sich deshalb auch auf die zweite Achse aus...

Ein LSD begrenzt natürlich auch die abs-funktion. Aber eben nicht komplett. Und solange das LSD die 10-20% slip durchlässt, auf die das Abs einregelt, solange stören sich LSD und Abs auch nicht.

Hier im Berliner Umland fährt sogar ein rostfreier a rum. Es scheint also vereinzelt doch solche Fahrzeuge zu geben...

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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Frontmann » Mittwoch 2. März 2016, 10:14

nun ja, lieber Rainer, da ja hinten nur ein ABS-Drehzahl-Sensor verbaut ist, dürfte der Sperrausgleich ohnehin keinen Einfluss aufs ABS haben und Räder, die auf Grund der Sperre nicht blockieren oder nicht durchdrehen, werden sowieso vom ABS nicht als blockierend oder durchdrehend erkannt.
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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Rainer.M » Mittwoch 2. März 2016, 12:05

Für den Frontera ist das so richtig.

Ich wollte eher auf die prinzipielle Einschränkung hinweisen: wenn man mit einem Abs ein einzelnes rad oder beim frontera eine einzelne achse einregeln will, dann darf die nicht voll gesperrt mit den anderen zu regelnden rädern verbunden sein(bzw. mit einem lsd, das weniger Schlupf zulässt, als die abs-regelung an dem rad gern einstellen will)

Beim Frontera ist das mittlere "Differential" ein voll sperrendes zuschalt-verteilergetriebe. Damit kannst du die Hinterachse, die ja beim Fronti ein Regelkreis ist, nicht mehr unabhängig von der Vorderachse regeln.

Den lab betrifft das übrigens genauso. Wenn die Vorderachse blockiert, dann kann bei zugeschaltetem allrad der lab das blockieren der Hinterachse auch nicht verhindern.

Da das 3-kreis-abs eh die Hinterachse nur komplett einregelt, ist die ganze hinterachse aus abs-sicht wie ein einzelnes rad. Ob da jetzt eine Sperre oder ein LSD drin ist, das merkt das 3-kreis-Abs sowieso nicht.

Und was das messen der raddrehzahl betrifft, der hintere Sensor misst am diffkorb die Hinterachse komplett als ein rad und vergleicht die mit dem mittelwert von vorn. Damit spart man sich die Mittelwertbildung aus zwei Sensoren, die das Abs im a z.b. macht. Wenn der allrad eingelegt ist, dann sind die Wellen fest verbunden und es gibt keinen messbaren unterschied zur Vorderachse mehr. Das heißt, das Abs kann nicht nur die hinterachse nicht regeln, sondern das Abs merkt auch gar nicht, ob es was zu regeln gäbe.

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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Wolke777 » Mittwoch 2. März 2016, 12:42

Andy1981 hat geschrieben:Dann behalte dein automatik getriebe im auge wenn du ihn lange fahren willst.
gönne ihm neues öl und filter.Bremsband einstellung auch mal machen/lassen.

das ist das schwächste glied im frontera,meiner meinung nach.....es gehen so viele kaputt von den getrieben.

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Vielen Dank für die vielen Tips!

Getriebe Öl lasse ich vor der Urlaubsfahrt nach Kroatien wechseln.Bremsband habe ich bis jetzt noch nichts gehört gleich mal den Kupel fragen was da gemacht werden muß. Werde noch Fotos machen das Ihr euch von seinem WIRKLICH rostfreien überzeugen könnt.Glaubt mir eh sonst keine vieleicht liegt das an der jährlich nachweislich gemachten Hohlraumversiegelung und der komplette Unterboden ist gewachst.Habe mit einer Laufleistung von 108.000 km 3900 € bezahlt meint Ihr das ist ok gewesen?
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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Frontmann » Mittwoch 2. März 2016, 12:58

Zum Bremsband einstellen gibt es hier im Forum eine Anleitung.

http://up.picr.de/15901102bn.pdf
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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Wolke777 » Mittwoch 2. März 2016, 13:07

Hmmm so wie das aussieht muß das Getriebe wohl nicht ausgebaut werden dann kann ich das ja auch beim Ölwechsel mit machen lassen oder?
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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Frontmann » Mittwoch 2. März 2016, 13:54

so siehts aus. Die erforerlichen Erstzteile aber nicht bei OPEL ordern, dort kosten sie ein "Vermögen".

Einige BMW hatten den gleichen Getriebetyp drin und für den gibts die Teile im freien Handel, für den Opel aber, weniger, obwohl die Teile gleich sind. Die Dichtung für die kleinere Ölwanne würde ich mir auch besorgen, damit auch dort das verschmutzte Öl rauskommt.

Auch ist es kein Fehler. Die Leitungen zum Getriebeölkühler zu lösen und das dort befindliche Öl abzulassen.
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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Frontipet » Mittwoch 2. März 2016, 16:02

Frontmann hat geschrieben:so siehts aus. Die erforerlichen Erstzteile aber nicht bei OPEL ordern, dort kosten sie ein "Vermögen".

Einige BMW hatten den gleichen Getriebetyp drin und für den gibts die Teile im freien Handel, für den Opel aber, weniger, obwohl die Teile gleich sind. Die Dichtung für die kleinere Ölwanne würde ich mir auch besorgen, damit auch dort das verschmutzte Öl rauskommt.

Auch ist es kein Fehler. Die Leitungen zum Getriebeölkühler zu lösen und das dort befindliche Öl abzulassen.
Das stimmt, das BMW das GM Automatik-Getriebe z.B in den E46 Modellen verbaut hatte.
Aus meiner Erfahrung (ich war BMW Service-Berater zu der Zeit) rate ich dazu, das Öl und den Filter so wie von Frontmann beschrieben alle 50.000 Km zu wechseln. BMW hatte seinerzeit kein Ölwechsel - Intervall vorgesehen und die Getriebe sind doch recht häufig in klump gegangen.
Wir hatten einen "Freien" Instandsetzer, dessen Diagnose nach dem zerlegen war meistens " Filter zugesetzt und durch Ölmangel verschlissen"!
Also lieber einmal mehr wechseln :freak:
„Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf.
Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit."
T. Heuss

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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von 4matic Günni » Samstag 5. März 2016, 17:27

Rainer.M hat geschrieben:
Beim Frontera ist das mittlere "Differential" ein voll sperrendes zuschalt-verteilergetriebe. Damit kannst du die Hinterachse, die ja beim Fronti ein Regelkreis ist, nicht mehr unabhängig von der Vorderachse regeln.
Ich habe mir heute die Betriebsanleitung unseres B Fronti (Bj.03) noch einmal ganz genau durchgelesen, da steht nix das im Allradbetrieb das ABS deaktivier wird! Würde das ABS im Allradmodus nicht funktionieren, hätte man das in der Betreiebsanleitung sicherlich erwähnt!
Ich bin mir auch sicher, das ich im Allradbetrieb schon bemerkt habe, dass das ABS regelt!


Bei mir kommt da gerade eine frage auf: Wo steht den eigentlich das der Allradantrieb beim bremsen nicht grundsätzlich "abgeschaltet" wird??


Zu mindest beim B mit "Allradzuschaltung" via Schalter, sollte das technisch problemlos möglich sein!?
Ein "öffnen" des Stellgliedes zum linken Vorderrad (=vollkommen "offenes" vorderes Dif.= keine "starre" Verbindung der Vorder zur Hinterachse mehr..) würde völlig genügen das ABS in funktion "zu halten"!

MfG Günter

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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Rainer.M » Samstag 5. März 2016, 18:17

Es gibt am allradsteuergerät keine Verbindung zum bremsschalter. Es gibt nur eine Verbindung zum abs-steuergerät und die ist am allradsteuergerät ein ausgangstransistor. Das heißt, das allradsteuergerät weiß nicht, wenn du bremst. Aber das Abs weiß, wenn allrad eingelegt ist.

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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Frontmann » Sonntag 6. März 2016, 07:23

Das wäre zu träge und unter Last nicht möglich. Bei starrem Allrad funktioniert kein ABS. Deshalb wird es deaktiviert. Beim Vectra A 4x4 wurde drshalb der Allradantrieb per Lamellenkupplung und Druckspeicher beim Bremsen blitzschnell getrennt.
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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von 4matic Günni » Sonntag 6. März 2016, 11:10

Naja, mich wundert halt das es in der Betriebsanleitung dazu keine Information gibt, wo doch sonst auf jedes nur erdenkliche Risiko hingewiesen wird?
Bei nächster gelegenheit werde ich das mit dem ABS in Verbindung mit eingeschaltetem Allrad einmal "testen"!

MfG Günter

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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Frontmann » Sonntag 6. März 2016, 11:14

wo ist da das Risiko?

Man muss halt immer so fahren, dass keiner gefährdet wird, egal ob mit oder ohne ABS. Das verkennen manche halt.

Früher gab es mal Versicherer, die für ABS-Fahrzeuge einen Rabatt gaben. Leider stellte sich aber heraus, dass ABS-Fahrzeuge häufiger in Unfälle verwickelt waren, weil sie mit größerer Risikobereitschaft gefahren wurden und der Rabatt wurde gecancelt. Die Leute dachten, dass die Physik mit ABS ausgehebelt wird.
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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Aka » Sonntag 6. März 2016, 15:04

Wolke777 hat geschrieben:...oder beim slippen....
Genau da würde ich nicht mit Allrad rumfahren... die meisten Slipanlage sind griffige Beton oder Aspahltbahnen oft sogar mit eingefrästen Querrillen, damit es auch bei einem normalen 2WD-Auto nicht an Grip mangelt.

Mit gesperrtem Mitteldifferntial oder wie beim Frontera nicht vorhandenem Mitteldifferential und damit im Antriebsstrang starr verbundenen Achsen gibts nur den Ausgleich entweder über den Schlupf der Räder, welcher auf einer griffigen Bahn nicht vorhanden ist, oder über die schwächeren Bauteile im Antriebsstrang die nachgeben, sich verbiegen, ausleiern bzw. auch mal brechen.

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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von karman911 » Sonntag 6. März 2016, 22:21

ich dachte beim geradeaus fahren gibt es keine verspannungen.........nur bei kurvenfahrt.......

wenn das alles so fragil ist, das man nicht mal ein boot aus dem wasser ziehen kann, frage ich mich wie das im gelände halten soll.... :anim:

da traut man sich ja gar nicht den allrad einzuschalten aus angst man könnte grip haben :lol2: :crazy:
nur wer sich hohe ziele setzt, kann auch großes erreichen
suche; blaugetönte frontscheibe mit blaukeil für frontera a
wer viele fragen stellt, bekommt viele antworten.......auch die, die er nicht hören wollte

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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Aka » Sonntag 6. März 2016, 23:09

...unterschiedliche Abrollumfänge gibts halt auch bei der Fahrt geradeaus... und warum sollte man mit 4WD quasi generell mit Kanonen auf Spatzen schießen, wenn auf einer griffigen z.B. Betonslipanlage auch der 2WD vollkommen ausreicht... geht die Hinterachse mal durch, kann man ja immer noch den 4WD-Jocker ziehen.
Außerdem, muß ja nicht gleich was brechen, ausgeleiert mit einem Haufen Spiel im Antriebsstrang ist halt auch nicht das Wahre.

Ich habs bei unserem alten Suzuki -dem Holzholgerät (klick)- gesehen, der hat das gleiche Antriebskonzept wie der Frontera nur ohne Freilaufnaben, so dass die Wellen der Vorderachse auch im 2 WD über die rollenden Räder angetrieben mitlaufen.
Der wurde als billigstes Fun-Gerät gekauft und ohne Rücksicht auf Verluste gefahren... auch mit 4 WD. Der Antriebsstrang ist soweit fertig, hat soviel Spiel, dass man die Kardanwellen mit der Hand fast um eine halbe Umdrehung drehen kann, ohne dass der sich bewegt.

Oder auch bei unserem Zeppelin (klick)... da die Reifen der Vorder- und Hinterachse ziemlich ungleichtmäßig abgefahren sind hat der sich beim Fahren ziemlich schwer getan. Kurvenfahrten waren eine einzige Katastrophe... seit ich die Kardanwelle zur Vorderachse vorsichtshalber abgeschraubt hab und für Notfälle in den Stauraum gelegt hab fährt der sich erheblich besser, viel freier... seither ists vorbei mit der Plackerei beim Fahren, auch mit grad mal 84 PS aus 5 Zylindern und 4,7 Ltr. Hubraum .
Meistens, auf befestigtem Grund ists mit dem Grip sowieso kein Problem und muß er mal durch eine Stelle, wo eine angetriebene Achse nicht reicht, dann schieb ich ihn halt lieber mal eben mit dem Baggerarm... bevor ich mir mit 4WD und starrem / gesperrtem Antriebsstrang alles Mögliche kaputt fahre.

Wolf 1

Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Wolf 1 » Montag 7. März 2016, 07:11

in der Bedienungsanleitung steht;
Beim anfahren am Berg mit Hänger, ist (kurzzeitig ?) Allrad mit Untersetzung einzuschalten, wenn das Drehmoment fehlt. respekt

Wolf 1

Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Wolf 1 » Dienstag 8. März 2016, 14:54

Quizfrage:
Warum funktioniert das Abs mit Allrad und wenn ? :smoke:

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Re: Allrad zuschalten richtig gemacht?

Beitrag von Frontipet » Dienstag 8. März 2016, 16:13

Wolf 1 hat geschrieben:in der Bedienungsanleitung steht;
Beim anfahren am Berg mit Hänger, ist (kurzzeitig ?) Allrad mit Untersetzung einzuschalten, wenn das Drehmoment fehlt. respekt
Genau so mache ich es seit Jahren beim Slippen meines Boots. Erst mit dem A Sport 7 Jahre lang und seit 9 Jahren mit meinem langen B.
Mit beiden Fahrzeugen habe ich im 4WD Low mein Boot die Rampe hochgezogen und auch leichte Kurswechsel sind kein Problem. Sobald ich die Steigung hoch bin, schalte ich wieder auf 2WD. Mit etwas Gefühll merkt man auch wenn der Antriebsstrang verspannt und lenkt dann nicht weiter ein. Bei gerade aus und Kurswechsel bis 20 Grad sind auf den paar Metern kein Problem. Von Vollkreisen oder 90Grad kehren im 4WD ist aber wirklich abzuraten.
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