E85 Bioethanol

Erdgas? Biodiesel? Salatöl? Das hier ist das Forum für sowas!

Moderatoren: Der Ralf, karman911

koal2066
Frischfleisch
Beiträge: 5
Registriert: Samstag 9. März 2013, 18:22

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von koal2066 » Sonntag 10. März 2013, 11:54

Vielen Dank,
was ist den ein NTC? Und wie teuer ist denn so was? Ich habe mich auch im Net umgesehen, ist noch nicht das ware dabei.
Einer hat Sich für 40.- eins gekauft und Einer für 400.-. Ich möchte mal wissen ob Sich das lohnt ein
Steuergerät zu besorgen.
Wäre nett von Euch wenn Ihr ein paar vorschläge oder paar Ardressen habt.

Schön Sonntag noch

Grüße

Frontmann
Überrollkäfigtester
Beiträge: 17357
Registriert: Sonntag 22. Januar 2006, 16:18
Fahrzeug: meins
Wohnort: zu Hause

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von Frontmann » Sonntag 10. März 2013, 12:21

was ein NTC ist, kann man hier nachlesen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hei%C3%9Fleiter
Bild

Benutzeravatar
Frischling
Luftdruckprüfer
Beiträge: 52
Registriert: Sonntag 26. August 2012, 16:48

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von Frischling » Sonntag 10. März 2013, 16:13

@ Rainer,
den NTC habe ich auch direkt über dem Krümmer hängen, hat aber offensichtlich nicht ganz gereicht :D sodass ich einen Verbrauch von 20 Litern hatte :wah: .
Wenn ich jetzt den Schalter umlege, nach den ersten Kilometern, merke ich einen direkten Unterschied zu vorher. Die Drehzahl geht z.B. im Leerlauf etwas runter.
Da in meinem Browser der Link von Frontmann nicht funktioniert hat, nochmal für Koal: ein NTC ist ein Negative Temperature Coefficient. Das kannste bei Wikipedia mal genau nachlesen.
Viele Grüße

Frischling

koal2066
Frischfleisch
Beiträge: 5
Registriert: Samstag 9. März 2013, 18:22

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von koal2066 » Montag 11. März 2013, 14:03

Vielen Dank.
Hat hier jemand es mit ein Steuergerät versucht? Und wie ist es mit dem Motorvorwärmer?

Benutzeravatar
JEOH
Überrollkäfigtester
Beiträge: 5234
Registriert: Mittwoch 24. März 2010, 23:48
Fahrzeug: 2.0i Sport 1995+1997 und moderne Italo-Dreckskarre
Wohnort: zw Glotter und Dreisam

Re: AW: E85 Bioethanol

Beitrag von JEOH » Montag 11. März 2013, 14:21

koal2066 hat geschrieben:Und wie ist es mit dem Motorvorwärmer?
Hi,

habe die Defa Anlage gekauft. Das Heizelement jedoch noch nicht verbaut... :oops:
Bislang tut es die Innenraumvorwärmung allein - wenn die Frau ans Kabel denkt!
Das ist auch der Grund, weshalb das Heizelement (noch) nicht verbaut wurde.
Wenn sie lieber kratzt...
Gruß Jan

Interessierter C1E-Anwender und IBC Schütze - man lernt jeden Tag...
Die Statistik zählt nur - Denken und urteilen muss der suchende Leser selbst...
ixquick, duckduckgo, google und die Suchfunktion sind auch Deine Freunde!

koal2066
Frischfleisch
Beiträge: 5
Registriert: Samstag 9. März 2013, 18:22

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von koal2066 » Montag 11. März 2013, 20:10

Danke,
ich dachte an ein Motorvorwärmer das ich in kalten tage nicht so viel Sprit brauche, habe gehört
man spart da so 3-4 liter.

Bullypearl
Geröllchampion
Beiträge: 218
Registriert: Freitag 31. Mai 2013, 22:24

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von Bullypearl » Freitag 15. November 2013, 20:50

FLEXFUEL Auto

Prinzip ähnlich wie VW Flexfuel Auto in Südamerika

Fahren mit 100% Ethanol (ja 100%) bei älteren Benzinern so bis ca 2003 ist auch realisierbar , ohne irgendwelche teuren Steuergräte.

hab da ein netten KFZler vor Jahren mal getroffen der fuhtr mit 100% Ethanol Sommer wie Winter und zigtausende km pro Jahr.... und das Auto lief gut bin selbst damit Probegefahren im Winter unter Kaltstartbedingungen.... Er hat mir das System gezeigt , erklärt und es war sehr simple an dem Auto.

is aber Steuerhinterziehung ! .. also nur auf Privatgelände machen :wink:



Grüße Boris

Se1063
Reserveradträger
Beiträge: 37
Registriert: Montag 23. September 2013, 10:30

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von Se1063 » Samstag 16. November 2013, 18:45

warum ist das Steuerhinterziehung?

Benutzeravatar
Rainer.M
Überrollkäfigtester
Beiträge: 5292
Registriert: Sonntag 20. Februar 2011, 22:09
Fahrzeug: Facelift A 2,2 aus 97
Wohnort: Berlin

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von Rainer.M » Samstag 16. November 2013, 19:50

Ist es nicht, das ist Unsinn. Gas und E85 werden zwar steuerlich begünstig, sind aber trotzdem zugelassene Kraftstoffe. Anders sieht das aus, wenn Du Frittenfett oder Mazola im Diesel fährst. Ebenso, wenn Du Dir Dein Methanol aus Deinem Fallobst selber brennst.

Und eigentlich sollte es mit der Steuerbegünstigung für Gas und Ethanol auch schon länger vorbei sein. Aber die Frist wird jedes Mal aufs neue verlängert....

Benutzeravatar
vauxhallfrontera
Geröllchampion
Beiträge: 258
Registriert: Freitag 19. Oktober 2012, 23:07

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von vauxhallfrontera » Sonntag 17. November 2013, 14:54

aber mal was anderes 100% ethanol?????
wo kriegst du oder dein kfzler das her????
wenn dann ist der alkohol teurer als das e 85.
ich habe das mal aus scherz in meinen ami gekippt, weil in der technischen anleitung steht das fahrzeug kann mit benzin, sowie ethanol und methanol betrieben werden (aber mit leistungseinbuße).
darauf hin habe ich auf der arbeit 100% ethanol in 5l kanister gefüllt und solange gefahren bis ich liegen geblieben bin. habe die 5l ethanol reingekippt und der wagen fuhr ganz normal, aber wie beschrieben kastriert.
für den notfall hatte ich auch 20l bundeswehr kanister dabei gehabt, brauchte ich aber nicht.

zum e85 will ich auch nochmal was schreiben.
mein fronti fuhr ohne umbau immer damit im sommer, 200tkm bin ich so damit gefahren.
im winter immer mit benzin.
jetzt habe ich meinen fronti wiederbelebt und bin die ersten 3tkm nur mit benzin gefahren.
dann fand ich wieder eine tankstelle mit e85 in meiner gegend und habe ab diesem moment nur noch e 85 getankt, nach ca 8tkm, ca 10 tankfüllungen, fing der wagen mit extremen leistungsverlust an und mit gefühlten zündaussetzern, musste leider mit leben, weil der tank voll war.
nachdem ich die hälfte des tankes verfahren hatte, füllte ich wieder mit benzin auf und alles war ok.
jetzt habe ich das nochmal versucht und kann eindeutig sagen: meiner fährt nur noch mit 50/50 mische (benzin /e85 ).
kennt das einer von euch auch????
ich muss aber zugeben das der motor schon recht fertig ist, 485tkm runter, zwei mal nockenwelle gefressen, kompression auf allen zylindern auf 10 bar + - 0,2- 0,3 bar unterschiede.
12 bar soll der c20ne im auslieferungszustand haben.
würde mich auf antwort freuen, weil meiner hat maximal 0,5l mehr verbraucht bei e85.
da wo ich liegen bleibe kommt kein abschleppwagen hin.

mein auto fährt auch ohne wald.

jage nicht, was du nicht töten kannst.

Benutzeravatar
Rainer.M
Überrollkäfigtester
Beiträge: 5292
Registriert: Sonntag 20. Februar 2011, 22:09
Fahrzeug: Facelift A 2,2 aus 97
Wohnort: Berlin

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von Rainer.M » Sonntag 17. November 2013, 15:36

Setz nen einstellbaren Druckregler rein und dreh den um ein gutes bar höher. Oder schau Dir mal meine Anleitung mit dem zweiten NTC an. Bei kaltem Motor kondensiert das Ethanol an den Wänden des Einlasskrümmers und Du hast den Effekt. Bei Benzin gibts den Effekt auch, aber bei tieferen Temperaturen. Mit der NTC-Manipulation kriegst Du das weg oder mit Benzinbeimischen. Die Leistungsverluste kriegst Du mit der Menge kompensiert, entweder durch höheren Druck(BDR) oder durch verlängerte Einspritzzeiten(Ethanolsteuergerät). Wenn das Ethanolsteuergerät selbst die Temperatur misst, dann kann es auch bei kalten Motor die Zeit und so die Menge regeln.

Rein rechtlich machen die Steuergeräte aber Probleme, weil Du mit denen normales Benzin viel zu fett fahren könntest und damit die Abgaswerte nicht stimmen. Es gibt aber auch welche mit einem Sensor, der den Ethanolanteil erkennt und an das Ethanol-Steuergerät meldet. Diese komplett automatisch arbeitenden Teile bekommst Du auch normal eingetragen, so wie eine Gasanlage.

Bei meinem ist der Leistungsverlust nicht spürbar, auch nicht im Schnee. Daher hab ich an der Menge nix verstellt, nur den Kaltlauf mit dem NTC angepasst. Es war nur anfangs etwas befremdlich, das der Leerlauf in den ersten Minuten bei über 2000Umdrehungen stand. Wenn der Motor warm war, lief aber alles normal...

Bullypearl
Geröllchampion
Beiträge: 218
Registriert: Freitag 31. Mai 2013, 22:24

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von Bullypearl » Montag 18. November 2013, 00:24

Tja, das is nun die gute Frage wo hat der KFZler das 100% Ethanol her ???... das weiß ich auch nicht .

Ein E100 Kraftstoff gibt es nicht an Tanken zu kaufen , nur E10 oder E85 gibt es .

Aber vor ca. 5-6 Jahren gab es kurzweilig für ca. 1 Jahr an manchen Tankstellen von "PAM" ein Kraftsoff mit Bezeichnung E96 für 0,90€/Liter zu kaufen. Eine davon ist 7 km von mir.
Daraufhin begann ich mich für dieses Thema zu interessieren und traf dadurch auf diesen KFZler, welcher inzw. KFZ Meißterbetriebswirt und Ingeneur ist.....

Damals kannte er diverse Tanken an denen es auch das E96 gab... wie der das nun macht weiß ich nicht . Hab den Kontakt nichtmehr, da ich den V6 dann abgestoßen hatte und mir den Volvo Tdi anschaffte.....
für die Pölfraktion war der auch sehr innovativ, konnte ua. auch Webastos umrüsten für einwandfreien Pölbetrieb....
Pöl ist für mich aber auch schon lange keine Option mehr, da ich zur Arbeit mit dem Rad fahre und die 18 tkm die ich im Jahr leier sind mir das Schrauberrisiko nicht mehr wert.

E96 kann mann meinen Wissens nach nur für Industriebedarf als Gewerbebetrieb einkaufen ..... hier wird Ethanol in verschiedenen Variationen angeboten .. zB. als Neutalalkohol (Primasprit) oder auch Neutralalkohol (Primasprit) vergällt mit Phthalsäurediethylester..... diese haben 96% Ethanolanteil.

In dem Falle ist es aber kein offizieller Kraftstoff und warscheinlich Steuerhinterziehung (wie bei PÖL auch) ? , falls das einer auf solchem Weg machen sollte.

Und das Prinzip wie der die Autos auf Ethanol einstellte umbaute ist schon , wie ich jetzt mal bei Rainer gelesen hab, sehr ähnlich. An machen Stellen etwas anders , die Kaltstartphase (Winter) ist mittels dem manuellem Poti (elektr. Choke) im Innenraum gelöst. Und das FZ ist mittel einem Bypasssystem jederzeit von der Einstellung für E96 umschaltbar auf SuperBenzin .
Denke das scheint aber schon lange kein Geheimnis mehr zu sein, so was ich Rainers Zeilen so entnehmen kann.

Grüße Boris

Benutzeravatar
Rainer.M
Überrollkäfigtester
Beiträge: 5292
Registriert: Sonntag 20. Februar 2011, 22:09
Fahrzeug: Facelift A 2,2 aus 97
Wohnort: Berlin

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von Rainer.M » Dienstag 19. November 2013, 08:29

Das mit dem Poti funktioniert an jüngeren Steuergeräten nicht mehr. Bereits mein Frontera merkt, wenn Du zu lange den Widerstand drin hast oder wenn Du den Widerstand abschaltest. In dem einen Fall ist der Steuerung unplausibel, wieso nach ner gewissen Zeit der Motor immer noch so kalt ist und beim Umschalten ändert sich der Wert zu sprunghaft. So bin ich auf die Idee mit dem NTC gekommen....

Es gibt auch noch die Lösung ein zusätzliches Einspritzventil irgendwo in die Ansaugluft zu setzen und das mit nem Schalter mit einem der anderen Ventile zu verbinden.

Beim Benzindruck kannst Du auch zwei Regler hintereinander setzen und mit einem Bypassschalter(Magnetventil) den größeren im "Benzinmodus" überbrücken.

Aber letzlich, so teuer sind die Ethanolsteuergeräte nicht und auch sehr einfach einzubauen. Das ist einfach weniger Umbauaufwand. Und zumindest bei meinem braucht es noch nichtmal das...

Benutzeravatar
Frischling
Luftdruckprüfer
Beiträge: 52
Registriert: Sonntag 26. August 2012, 16:48

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von Frischling » Mittwoch 20. November 2013, 10:52

Ich hatte mir vor längerer Zeit, wie weiter oben zu lesen ist, nach Rainers Anleitung einen zweiten NTC eingebastelt.
Am Anfang war er dauerhaft angeschlossen und so kam ich auf einen Verbrauch von rund 20 Litern wahh wahh
Also hatte ich ihn erst mal wieder abgeklemmt und mir nach einiger Zeit einen Schalter in den Innenraum gebaut, um ihn nur im Bedarfsfall (Kaltstartphase) zuschalten zu können.
So kam ich dann auf einen Verbrauch von rund 15- 16 Litern.
Die MKL leuchtete aber bei der Verwendung von E 85 andauernd. Besonders wenn es Bergauf ging oder ich über 3000 Umdrehungen kam.
Ich wollte mir erst ein Ethanolsteuergerät zulegen, habe mich dann aber erstmal für einen anderen BDR entschieden. Einen Einstellbaren BDR wollte ich nicht, da ich keine Lust auf eventuelle Diskussionen mit einem TÜV- Prüfer hatte. Also habe ich mir in der Bucht einen BDR mit 4 Bar für unter 30 Euro besorgt.
Seit ich den anderen BDR verbaut habe, was jetzt mehrere Monate sind, habe ich die MKL nicht einmal mehr gesehen (funktionieren tut sie aber).
Der Verbrauch mit Ethanol liegt bei ca. 15 Litern, wenn ich Super fahre, ist der Verbrauch bei ca. 14 Litern. ( Ich weiss nur nicht, ob das normal oder zuviel ist hmm ).
Viele Grüße

Frischling

Benutzeravatar
Rainer.M
Überrollkäfigtester
Beiträge: 5292
Registriert: Sonntag 20. Februar 2011, 22:09
Fahrzeug: Facelift A 2,2 aus 97
Wohnort: Berlin

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von Rainer.M » Mittwoch 20. November 2013, 12:20

Da scheinen die Fähigkeiten der Steuerungen vielleicht den Unterschied zu machen. Ich hatte Anfangs ab und an eine gelbe Lampe bei Volllast. Das hatte sich aber als eine zu müde Lambdasonde rausgestellt. Nachdem diese getauscht war, hatte ich keine gelbe Lampe mehr.

Den zweiten NTC habe ich sehr Nahe über den Abgaskrümmer gehängt. Damit wird der schnell warm und sein Einfluss wird immer kleiner. Sehen konnte man das ganz gut an der Leerlaufdrehzahl. Die war bei Minusgraden bei 2500 und nach paar Minuten dann wieder bei normalen 800. Aber im Gegensatz zum Schalter war die Änderung nicht sprunghaft und ging auch mit den von der Motorsteuerung grob erwartetem Temperaturverlauf einher. Daher hatte ich so keine gelbe Lampe wegen dem Sensorfehler, im Gegensatz zur Potilösung. Den hohen Verbrauch hatte ich nur am Anfang. Über einen kompletten Fahrzyklus betrachtet, macht das aber nicht so viel aus. Im Schnitt ist meiner von 12-13l auf 13-14l hochgegangen, zog aber so viel geiler durch, das auch meine Fahrweise nicht unbedingt vorteilhaft für den Verbrauch war.

Benutzeravatar
Asconajuenger
Überrollkäfigtester
Beiträge: 8801
Registriert: Samstag 25. September 2010, 19:04

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von Asconajuenger » Mittwoch 20. November 2013, 13:51

Hattest du nicht auch deine Leerlaufschraube etwas weiter aufgebohrt?
Dachte du hättest da mal was geschrieben!
Nicht das das auch Einfluss hat.

Benutzeravatar
vauxhallfrontera
Geröllchampion
Beiträge: 258
Registriert: Freitag 19. Oktober 2012, 23:07

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von vauxhallfrontera » Mittwoch 20. November 2013, 15:22

wenn ich so eure texte lese, fällt mir auf das ihr öfters mit der motorkontrollleuchte probleme hattet.

als ich die ganze zeit damit gefahren bin ging die nie an, ich habe auch damit unseren wohnwagen gezogen (1,7 t) und da zieht man den motor auch mal hoch.

e85 kommt heute nur ab und zu rein und das nur gemischt.
das fahre ich jetzt so ohne irgendwelche eingriffe.

an frischling; wie fährst du??? nicht bös gemeint.
nur damit du mich verstehst, ich fahre in allen gängen ohne anhänger bis 2000 u/min.
das bedeutet im 5 gang bin ich bei 55- 60 km/h.
so schwimme ich immer locker im verkehr mit (ich werde auch nicht angehupt :anim: )
mein verbrauch liegt so bei runden 10l.
eine tankfüllung 800 km.
da wo ich liegen bleibe kommt kein abschleppwagen hin.

mein auto fährt auch ohne wald.

jage nicht, was du nicht töten kannst.

Benutzeravatar
Asconajuenger
Überrollkäfigtester
Beiträge: 8801
Registriert: Samstag 25. September 2010, 19:04

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von Asconajuenger » Mittwoch 20. November 2013, 16:47

Du hast ja schon mal nen ganz anderen Motor! :meinung:

Frontmann
Überrollkäfigtester
Beiträge: 17357
Registriert: Sonntag 22. Januar 2006, 16:18
Fahrzeug: meins
Wohnort: zu Hause

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von Frontmann » Mittwoch 20. November 2013, 16:58

nur gut, dass E85 weitaus besser vertragen wird, als das E10, wo alle die Hosen voll hatten und die Abschaffung forderten. :ironie:

Benutzeravatar
Rainer.M
Überrollkäfigtester
Beiträge: 5292
Registriert: Sonntag 20. Februar 2011, 22:09
Fahrzeug: Facelift A 2,2 aus 97
Wohnort: Berlin

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von Rainer.M » Mittwoch 20. November 2013, 23:59

Vertragen ist doch gar nicht das Thema. Es lohnt sich nur nicht. Mit E85 ging bei mir der Verbrauch um gute zwei Liter rauf(ca. 15%). Mit E10 wars ein knapper Liter(ca. 8%). Auf die Tankfüllung hast Du mit E10 nichtmal nen 5er gespart und auf 100km bin ich rund nen Euro teurer gefahren als mit E5-Super. Im Gegensatz dazu merkt man E85 sowohl beim Tankfüllen(ca 30 €) als auch bei den Kilometern/€ deutlich (bis vor kurzem waren es noch über 4€/100km, aktuell sind es noch 1,50€).

Benutzeravatar
Frischling
Luftdruckprüfer
Beiträge: 52
Registriert: Sonntag 26. August 2012, 16:48

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von Frischling » Donnerstag 21. November 2013, 18:54

@ Vauxhallfrontera:
Ich schalte in der Regel bei 3000 Touren und bin fast nur auf Landstraßen unterwegs (20 km zur Arbeit und wieder zurück).
Ein niedrigerer Verbrauch (wie Deine 10 Liter) wäre mir auch lieber, habe das aber bisher beim Fronti noch nicht erlebt. Einmal hatte ich einen Durchschnitt von etwas über 12 Litern (50/50 Gemisch E85 und Super) dies war aber ein Ausreisser. :wah:

Benutzeravatar
Asconajuenger
Überrollkäfigtester
Beiträge: 8801
Registriert: Samstag 25. September 2010, 19:04

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von Asconajuenger » Donnerstag 21. November 2013, 18:58

Und was braucht deiner mit Benzin? 10-12l/100km sollten normal sein.
Ansonsten is vielleicht irgendwas anderes defekt!

Benutzeravatar
Frischling
Luftdruckprüfer
Beiträge: 52
Registriert: Sonntag 26. August 2012, 16:48

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von Frischling » Donnerstag 21. November 2013, 19:03

Bis auf den einen Ausreisser fährt er mit Super nicht unter 14 Litern!
Mich wunderte schon das er mit "Gemisch" weniger gebraucht hat, als mit "reinem" Super. War aber leider nicht wiederholbar :wah:

Benutzeravatar
Asconajuenger
Überrollkäfigtester
Beiträge: 8801
Registriert: Samstag 25. September 2010, 19:04

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von Asconajuenger » Donnerstag 21. November 2013, 19:10

Dann mach mal nen anderen Tread im Frontera Bereich auf und wir suchen mal was defekt sein könnte! ;)

Benutzeravatar
spoin
Chefmechaniker
Beiträge: 169
Registriert: Sonntag 1. Juni 2014, 17:44

AW: E85 Bioethanol

Beitrag von spoin » Sonntag 10. August 2014, 00:15

Ich bin jahrelang unter anderem mit E85 im Calibra Turbo gefahren. Der hatte mit Benzin 358 PS und 511 Nm, für E85 wurde ein "Light" Kennfeld erstellt (EDS Motorsport, ~280 PS) welches ich bei Bedarf vom Innenraum aus wählen konnte. Da ich neben Abgastemperaturanzeige auch eine Breitbandlambdasonde verbaut hatte, habe ich natürlich sehen können welche Auswirkungen E85 pur auf den Motor hat.

Kurz zum Benzinbetrieb:

Im Volllastbereich mit Super+ hatte ich einen Lambdawert von ca. 0,75 bei ~4500 Umdrehungen und ~ 0,77 bei Drehzahlen von 6000+. Abgastemperatur war hier "untenrum" um die 1000 Grad und obenraus konstant zwischen 1010 und 1030 Grad. Gemessen direkt am Krümmer wo sich alle vier Krümmerrohre treffen. Die serienmäßigen Mahle-Schmiedekolben waren bis 1100 Grad spezifiziert und der Lader bis 1050 Grad so dass dies ok und auch Vmax-fest war.

Mit E85:

Das erste was auffiel nachdem ich den fast leeren Super+ Tank mit E85 pur auffüllte, er hatte im Teillastbereich nicht mehr Lambda 1 sondern (da Ethanol weniger Energiegehalt hat -> magerere Verbrennung) Lambda ~1,2. Die Abgastemperatur war trotzdem geringer wie mit Super+ was an der kühleren Verbrennung von Ethanol liegt. Es dauerte fast 30 km Überlandfahrt bis das Motorsteuergerät sich langsam im Teillastbereich an Lambda 1 heran adaptierte, das sind sogenannte Lernkennfelder welche auch die alte Bosch Motronic schon hatte.

Solche Lernkennfelder sind auch teilweise mit "Schuld" dass ein Fahrzeug nach einer längeren Autobahnvollgasfahrt "agiler" und "kräftiger" wirkt wenn man die Autobahn dann verlässt. Ein weiterer Grund ist natürlich dass die Hitze jegliche Ablagerungen im Motor und Auspuff vom Stadtverkehr rausgeblasen hat und die ganze Abgasanlage durcherhitzt und durchgepustet wurde.

Der Volllastbereich war mit Lambda ~1 (statt genannter 0,7x) natürlich absolut nicht möglich. Ich hätte mir innerhalb Sekunden den Motor gehimmelt da sich dieser im Teillastbereich zwar an das E85 anpassen kann (zumindest kommen manche Motorsteuergeräte so weit, manche nur bis ~E50, darüber MKL), das Volllastkennfeld aber immer präzise, so wie es im Steuergerät steht, abgefahren wird.

--------------------------------------

So mal zur Erklärung, tanke ich bei einem Saugmotor z.B. E40 rein (von der Mischung her) dann wird sich dessen Volllastlambda von vielleicht 0,80 auf 0,90 erhöhen, der Motor wird gefühlt im Volllastbereich etwas besser laufen wie mit reinem Benzin, wird aber auch schon deutlich höhere Abgastemperaturen haben! Das geht bis knapp an Lambda 1 mit dem "gefühlt besser".

Tankt man E85 pur läuft dieser Motor im Vollast dann vielleicht mit Lambda 1,15 was mager ist. Eine magere Verbrennung verursacht aber einen deutlichen Anstieg der Abgastemperaturen. Früher oder später wird man den Motor also damit himmeln! Wer nie Vollgas fährt und nur bis ca. dreiviertel Gaspedalstellung fährt, wird bis auf "Tank wäscht sich sauber -> Benzinfilter verstopft" oder "evtl. frisst es alte spöde Kraftstoffleitungen an und diese werden undicht" keine negativen Effekte haben.

Normalerweise fährt aber jeder mal länger als 5 Sekunden Volllast. Aus diesem Grund MUSS für 100% sauberen E85 Betrieb (auch / besonders bei Volllast-Betrieb) das Steuergerät angepasst werden. Die wenigsten Einspritzdüsen sind in der Lage bei serienmäßigem Benzindruck (meist um ~3 Bar herum) mal eben 30% mehr Einspritzmenge zu liefern da der Hersteller diese immer so dimensioniert dass sie bei Volllast ~10% unter ihrer maximalen Einspritzmenge laufen. Dies deshalb, damit sie auch im Teillastbereich noch sauber sprühen. Zu große Düsen würden im Teillast bei geringen Benzinmengen/Benzindruck dann eher tröpfeln -> Motor läuft mies.

--------------------------------------

Daher sind diese ganzen Zusatzsteuergeräte die es als E85-Umrüstung gibt völliger Humbug. Mit Glück kommt man dann von Lambda 1,15 auf 1,05 wieder runter wenn die Düsen dann auf 100% Anschlag laufen (die Boxen verlängern ja nur die Einspritzzeit +x, mehr wie 100% Düse offen geht aber natürlich nicht), trotzdem läuft der Motor bei Volllast noch mit deutlich höheren Abgastemperaturen und der Motor ist akut in Gefahr. Die "fetten" Lambda 0,8 die er ab Werk hat haben nämlich nur einen Grund, Brennraumkühlung! Wenn man dem Motor diese wegnimmt wird er früher oder später hops gehen!

Diese Zusatzsteuergeräte sind außerdem ein völliger Griff ins Blaue, ohne Breitbandlambdasonde weiß man ja gar nicht wie der Motor im Volllast läuft mit und ohne Box. Das ist wie wenn ein Chiptuner einfach blind Werte im Zündungskennfeld ändern würde, vielleicht zündet der Motor ja dann schon 10 Grad VOR OT und haut dem Kolben schön eine auf den Kopp. :lol2:

--------------------------------------

Wer einigermaßen Sicherheit möchte erhöht den Benzindruck um ein Bar (geht oft durch stauchen des Benzindruckreglers oder Einbau eines einstellbaren). Teillast passt sich das Steuergerät eh wieder auf Lambda 1 an und Volllast hat man zumindest etwas mehr Sicherheit.

Bei mir wurde damals jedenfalls mit Hilfe Breitbandlambdasonde und Abgastemperatur das Volllastkennfeld so angepasst dass ich Volllast Lambda 0,83 fahren konnte (AGT ~1000 Grad, verbrennt ja kühler, mit Benzin hätte ich mit 0,83 eher 1100 Grad gehabt!) und damit war die Abstimmung absolut Alltagstauglich und Vollgasfest!

Wenn man es richtig machen will baut man also beim "0815" Saugmotor-Benziner einen einstellbaren Benzindruckregler ein und besucht einen kompetenten Tuner, dieser wird dann mittels Breitbandlambdasonde (die kann man auch notfalls in den Auspuff schieben, ideal wäre eine Montage in der Nähe der serienmäßigen Lambdasonde) den Benzindruck soweit erhöhen bis die Seriendüsen so viel Kraftstoffmenge bringen dass eine sichere Volllast-Abstimmung möglich ist.

Nachteil der Sache, das Steuergerät ist dann auf E85 eingestellt, tankt man wieder Benzin pur kommt er Teillast zwar wieder recht schnell auf Lambda 1, wird im Volllast aber entweder absaufen oder mit Lambdawerten um ~0,6x Sprit fressen ohne Ende und trotzdem sehr schlecht laufen.

--------------------------------------

Bei mir (Opel Calibra Turbo) hatte man damals einfach zwei Platinen huckepack ins Steuergerät gelötet welche jeweils die beiden Motor und Boost-ROM's enthielten und ich konnte, wenn Motor aus, via Schalter einfach von E85 auf Super+ Abstimmung umschalten. Problem war wenn man gemischt hatte und beide Kraftstoffe im Tank hatte. Dann musste man halt überlegen welches Kennfeld das ungefährlichere ist. Und da man ja Abgastemperatur und Breitbandlambdasonde immer im Blickfeld hatte, sah man auch sofort ob es noch ok war oder nicht.

So eine Breitbandlambdasonde samt Amzeige kostet keine 200 Euro mehr und ist sehr gut investiertes Geld! Auch im Fehlerfall ist sie sehr hilfreich. Man sieht z.B. sofort wenn die normale Lambdasonde defekt ist (regelt dann kein Lambda 1 mehr ein). Die Abgastemperaturanzeige wär beim Saugmotor eher überdimensioniert. Mir hat sie aber damals den Motor gerettet als ich auf der Autobahn bei Vmax (knapp über 270 km/h) plötzlich sah wie die Abgastemperatur statt 1020 Grad bei 1100 war.. 1120.. 1130.. ich sofort vom Gas.. Teillastbetrieb weiter. Nächster Parkplatz raus.. ausgestiegen.. surrendes, jaulendes Geräusch hinten am Auto.. Benzinpumpe war gerade dabei zu sterben, lieferte nicht mehr genug Benzin im Volllast -> Magerlauf -> heißere Verbrennung. Auf der Breitbandsonde stand vermutlich dann auch statt 0,77 eher 0,8, 0,9 oder sowas. Aber die hab ich in dem Moment nicht wahrgenommen sondern nur die AGT Anzeige die direkt hinter dem Lenkrad saß.

Hätte ich damals nicht GESEHEN dass die Abgastemperatur so massiv steigt wäre mir innerhalb der nächsten 10 oder 20 Sekunden der Motor zusammengeschmolzen da die Kolben das nicht lange ausgehalten hätten.

Soweit zu meiner E85 Erfahrung..
Schönen Sonntag allerseits! :funny:

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste