Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

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Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von DTrain » Donnerstag 28. Juli 2016, 12:29

Hallo Trooper und Monty Kenner

In unserem kürzlich erworbenen 97er Monty V6 wird der Getriebetunnel (von durch den Fahrgastraum nacht hinten) mindestens sehr warm um nicht zu sagen heiss wie ein Heizkörper im Winter. Das heizt dem Fahrer und Passagieren richtig ein :oops: . Die heisseste Stelle liegt ungefähr so unter den Wählhebeln für Automatik bzw. Traktionsart.

Auf der Suche nach verdächtigen Geräuschen, ist allenfalls eine schleifendes bis heulenden Geräusch aber nur um die 1.000 U/min im höchsten 4. Gang auszumachen. Eine erste Sichtprüfung von untern zeigte bereits Ölschmier und leichten Ölverlust, dessen genaue Herkunft noch nicht lokalisiert werden konnte.

Kann jemand eine Tip gehen, was es sein könnte , oder wo und wie weiter zu suchen ist bzw. wie weiter vorzugehen ist?

Vielen Dank für's Lesen und evtl. Antwort.

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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von Bigwaltens » Donnerstag 28. Juli 2016, 13:57

Hallo, Hitze kann vom undichten Auspuff oder vom Getriebe kommen, sind denn auch der Wählhebel und der Untersetzungsschalthebel heiss?
Ölschmier kann vom defekten Simmering am Getriebeausgang sein, wegen Fliehkraftmoment der Ausgangswelle schleudert es das Öl rundrum; zuwenig Automatiköl macht auch Getriebe heiß - und kaputt, also bitte raschmöglichst Automatenölstand prüfen, am Öl riechen: wenn schwarzbraun ist und stinkt, Getriebe sofort spühlen und Revision machen, bevor es zerstört ist.

Gruß Bigwaltens
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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von DTrain » Donnerstag 28. Juli 2016, 18:04

Danke und Gruß , Bigwaltens.

Die hiesige Werkstatt ist noch bis Montag in Urlaub. Solange werden ich schon
- neues Motoröl (15W-40 ?) und Ölfilter besorgen
- neues Automatiköl , A.-Ölsieb und A.-Wannendichtung Dichtung besorgen (Vorgehen wie beim Golf)?
- Probefahrt machen, ob genannte Wahl-Hebel heiss werden.

Riech- und Fühlprobe von unten kann ich erst mit hiesigem Monteuram Montag machen. Ich hoffe, der traut sich ran an den Monty und sein Getriebe. Habe zwar das Werkstatthandbuch, aber das könnte ihn der Komplexität abschrecken. Getriebe Revision wird sich die hiesige Werkstatt nicht zutrauen, Spülung mit Getriebe-Öl vermutlich schon. Die Reparieren auch keinen Motor von innen, gäben den allenfalls weiter zum experten, und das würde dann immens teuer. Trotzdem gewissenhaft und ehrliche Partner, bin froh, dass ich die hab.

Also erst mal ganz vielen Dank!

Deine Antwort bewirkt nicht nur bei mir schon mal eine grosse Hoffnung auf mögliche Heilung des armen kranken Monty :D .

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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von Bigwaltens » Donnerstag 28. Juli 2016, 20:53

Also falls Getriebe was hat, ein hiesiges Forumsmitglied repariert Automaten und kennt sich sehr gut aus.

Kannst Du nicht den Getriebeölmessstab ziehen oder gibt's den nicht bei Dir bzw. Deinem Monterey?

Gruß Bigwaltens
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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von DTrain » Freitag 29. Juli 2016, 01:51

Hi Bigwaltens,

das hiesiges Forumsmitglied, dass Automaten reparieren kann, beruhigt mich auch nochmal. Hatte am Golf über Jahre Verschlechterung des Schaltverhaltens, dass meine Werkstatt, nachdem ich Dichtungern und Öl angeschleppt hatte, durch einfaches Ölwechseln mit "Spülung" so gut wie neu machen konnte. Bis dahin haben alle Vertrags und freien immer behauptet, Automatik-Öl halte "Lebenszeit", was anscheinend bis heute Humbug ist, und mit dem sich manche Werkstatt anscheinend vor unangenehmen Tätigkeiten drückt?

Den Getriebeölmessstab des Monterey muss ich erst mal finden. Habe mit heute im 1000 seitigen Handbuch mal das Automatik Kapitel angeguckt. Dort sieht es so aus, als habe der Automatik V6 Monty 2 Ölfilter und eine ziemlich lange Automatik. Gefunden habe ich auf der Zeichnung einen Getriebeöl Einlass - nach oben gebogenes Rohr mit Schraubverschluss. Eine Ablassschraube habe ich auch noch nicht gefunden, aber eine Getreibeölwanne mit Magnet und Ölfilter alias Ölsieb drin.

Ansonsten, wird der Automatikhebel heiss, und der Traktionswahl Hebel auch, aner langsamer und später. Es wird umso heisser, je schnelle man fährt. Im Stand nicht, beim Rollen mit 70 nur langsam, aber ab 100 ziemlich schnell.

Werde hoffentlich noch morgen (also heute) zum Opel Händler fahren und dort Ölsieb und Dichtung kaufen und nach dem Messstab und Ablassschraube fragen. Werde sie finden :D

Bis dahin, vielen Dank nochmal, fühle mich von Antwort zu Antwort schlauer!

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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von Bigwaltens » Freitag 29. Juli 2016, 09:41

Hallo, eine Ablassschraube gibt es beim Automaten nicht, da wird die Ölwanne abgebaut und gut die Hälfte des Öls läuft raus.

Bezüglich Motor: eigentlich schreibt ISUZU 5W30 vor, mach ich auch immer, keine Probleme wie Hydroklackern etc.

Gruss Bigwaltens
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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von Kini » Dienstag 9. August 2016, 22:14

Bigwaltens hat geschrieben:Hallo, eine Ablassschraube gibt es beim Automaten nicht, da wird die Ölwanne abgebaut und gut die Hälfte des Öls läuft raus.
Einspruch, Euer Ehren.

Es gibt sehr wohl eine Ablaßschraube beim Automaten.
Zumindest bem 94er, ich kann mir nicht vorstellen, daß das beim 97er anders ist.

Wenn Du allerdings Filter mit wechseln willst, muß die -ich meine- hinter Getrieb-Ölwanne runter.
Wenn Du beide Ölwannen raus machst, kommt noch a bissl mehr Öl raus, eine Ablaßschraube gibts n ur an einer Wanne, wenn ich mich recht entsinne.

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Nur mal viele Grüße , ....

Beitrag von DTrain » Samstag 13. August 2016, 23:05

weil es noch nicht so richtig weiter geht.

Aber , wenn's interessiert:

Besuch bei Opel: Nachfrage nach Automatik-Ölsieb, Wannen-Dichtungen und lt. Werkstatt-Handbuch zu ersetzende "mikroverkapselten" Schrauben kam ich inkl MwSt auf saftige 450,- Euro. (Ölsieb 230,- , jeder der 28 Schrauben 5,-, Dichtungspreise waren zivil). Lt Opel gab es eine Ablassschraube, auch noch kaufbar, aber keine Dichtung mehr für diese auftreibbar.

Gott sei Dank habe ich Automatik-Berger gefunden. Das ganze Ölfilter Set ohne Schrauben für gut 50,-. Die Schrauben muss man dann halt selbst "mikroverkapseln". Das bedeutet, erneut mit Schraubensicherung behandeln , ein Acryl das man aufstreicht , und das erst hart klebt, wenn die Schraube eingedreht ist, und der Acrylbeschichtung keine Luft mehr bekommt. Ist wohl notwendig, weil die Schrauben nur begrenzt festgezogen werden dürfen, da sonst die Dichtung gleich Schaden nähme.

Ablassschraube, Einlasschraube oder Messtab ? Weiss ich immer noch nicht sicher: Lt. Handbuch müsste unser Monty (01/97) eigentlich noch Messstab haben. Nur hab ich bisher keinen gefunden. Im Laufe des MJ 97 soll sich das geändert haben, so dass es beim Monty eine Einlassschraube geben soll, deren Höhe als Pegel dient. Also wie es bei unserem Monty letztendlich sein wird, werd ich erst wissen , wenn nächsten Freitag der Monteur endlich Zeit hat, den dicken Monty auf die Bühne zu hieven.

Trotzdem wird der Monty bereits fast täglich mal benutzt. Wir fahren langsam und nur kurze Strecken teils über Feldwege zu unseren Schafen, und haben sehr viel Spass daran und vieles geht dabei besser, schöner, irgendwie feudaler und auch einfacher als mit dem normalen PKW.

Mehrmals auf feuchten Asphalt bekam die Chefin des Hauses einen kurzen Schreck, als ihr der Monty kurz nachen dem Anfahren beim Abbiegen hinten ausbrach. Nunja, der hat halt Heckantrieb, doch ganz ordentlich Drehmoment, und komische Halb-Gelände Reifen. Wir vermuten, mit reinen Strassenreifen würde das nicht so früh passieren? Weil die bessere Seitenführung und Asphalthaftung hätten. Allerdings sollen Strassenreifen sich im Match oder Sand dagegen sofort zusetzen. Hier wird auch noch zu überlegen sein, wie der Kompromiss zukünftig auszusehen hat.

Beim Motoröl wird's wegen Bigwaltens Rat wohl jetzt doch auf 5W-40 raus laufen. Derzeit ist 10W-40 drin. Das Opel Handbuch lässt je nach Einsatztemparaturen vieles zu und verlangt nur eine ACEA A3 Spezifikation, die wohl jedes heute gängige Öl erreicht oder übertrifft. Dabei wird 5W30 allerdings nur bis 36Grad Außentemperatur empfohlen , darüber soll der obere SAE Wert >= 40 sein. Sonstiger Rat ist ebenso, bei viel kurzer Strecke besser 5W zu nehmen, und in Anbetracht des hohen Alters (200tkm) aber auch >= 40 für den oberen Wert. Zudem wurde mir geraten, die Finger von Spezialölen (besonder leichtläufig oder mit sehr speziellen allzu Additiven) zu lassen und ein einfaches möglichst basisches HC Öl zu verwenden. Mir gefällt die Castrol GTX High Mileage Verpackung am besten :oops: , unsere Monteur empfiehlt aus seinr Hausmarke Motul das 8100 X-Cess, und die Chefin hat noch Flasche LM Leichtlauf High Tech im Regal. Ist wohl alles fast dasselbe, sollte also nix schief gehen.


Wenn ich weiss, wie und ob der Wechsel geklappt hat, und ob er die Kühlung gebracht hat, melde ich das hier.

Bis dahin nochmal Danke für Rat,
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Vorrangig soll es der Simmering der Motor-Kurbelwelle sein:

Beitrag von DTrain » Freitag 19. August 2016, 17:28

Also Monty war heute beim Monteur auf der Bühne.

der wollte sich nicht festlegen ob die Hitze tatsächlich aus dem Getriebe käme, sondern meinte , es könne ebenos der Auspuff/Katalysator sein. Jedenfalls steht schon mal fest: Dieser Monty (1/97) hat eine Ablassschraube und eine Einlassschraube für Automatik-Getriebe-Öl und keinen Messstab mehr.

Der Monteur möchte nun wg. des Ölverlust als erstes den Simmering an der Kurbelwelle des Motors (hin zum Getriebe ) wechseln. Dafür müssen Auspuff und Getriebe aus- und wieder eingebaut werde, und dafür würden sie brutto 2 Tage brauchen.

Ansonsten schien ihm die Ventildeckeldichtung Motor erst mal augenscheinlich dicht, da konnte er sich aber noch nicht festlegen, meinte ggf. wäre auch die noch zu erneuern.

Ich denke, ich sollte darauf bestehen, das für alle Fälle auch das Getriebeöl samt Ölsieb sicherheitshalber gewechselt und damit kontrolliert wird, und das eh fällige Motor-Öl samt Filter ersetzt wird.

Fürs Auto wär es wohl besser, wenn es bis dahin im Stall ;-) bleiben würde. Mal sehen, ob die vom Auto begeisterte Chefin dafür genügend Verständnis aufbringt.

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Noch eine Einschätzung erbeten:

Beitrag von DTrain » Freitag 19. August 2016, 20:24

Mir missfällt der Vorschlag, erstmal rel. aufwendig und vermutlich entsprechend teuer das Getriebe samt Anbauteilen zu entfernen, um den Simmering zu erneuern, und dann sofort alles wieder zusammenschrauben zu lassen. Wenn schon Getriebe ausbauen, dann könnte man es doch gleich auch mal inspizieren lassen? Anstatt hinterher festzustellen, das das Getriebe doch einen Schaden hatte, und es dann ncohmal aus und eingebaut werden muss.

Mein Bauchgefühl empfiehlt mir auch in Hinsicht auf die Kosten sowie Bigwaltens Rat:

Erst mal Motoröl und Automatik-Getriebe-Öl samt Filter und Sieb erneuern, dann erst mal scheuen, wie die neue Situation ist, und dann nur ggf. Getreibe abmontieren, Simmering Kurbelwelle erneuern, und ggf. Getriebe dann aber auch noch überprüfen lassen. Wenn wir Glück haben, waren einfach nur die Öle schlecht, und bereits nach der Öl-Kur ist alles wieder dicht und kühl?

Außerdem verstehe ich die Erklärung nicht so ganz: Unser Monteur meint, wenn der Simmering undicht ist, dann spritzt es Öl um die Gegend. Ich dachte immer, das Automatik-Getriebe sitzt mit seiner grossen Wandlerglocke eng anliegend am Motorblock. So dass ein undichter Simmering an der Kurbelwelle allenfalls dazu führen könnte, dass Motoröl in die Getriebeglocke eindringt? Liege ich hier falsch?

Also bitte um Erlaubnis, erstmal nur die Ölwechsel machen lassen zu dürfen. Oder um Bestätigung, dass eine Demonatge des Getriebes bereits jetzt unvermeidbar ist.

Danke für evtl. Rat
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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von Frontmann » Samstag 20. August 2016, 10:47

Die Getriebeöltemperatur kann man mit dem Tester auslesen - auch während der Fahrt und somit eine Diagnose stellen. Darüber hinaus würde die Warnlampe aufleuchten, wenn das Öl zu heiß wird.

Bei undichtem Kurbelwellendichtring hinten, tritt unten, an der Verbindung Motor- Getriebe das Motorenöl aus. Motoröl ist i.d.R. dunkel, Getriebeöl rot. Darüber hinaus könnte man mal die Schutzbleche abnehmen und zwischen Wandler-Antriebsscheibe und Motor schauen, ob dort Ölaustritt ist.
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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von DTrain » Sonntag 21. August 2016, 17:13

Erst mal Danke!

Und undankbarer Weise :oops: gleich erste Frage: Wie kann ich das Automaiksteuergerät auslesen?

Meine Hanbuch sagt: Es geibt einen Stecker am Automatik Getriebe Kabelstrang ab MJ97 unter Lenkrad gelegen. Ich kenn mich auch mit PCs mir Seriell und USB gut aus, daran solls nicht liegen. Aber welchen Stecker und welche Software brauche ich PC seitig? Woher evtl. Codes bekommen?

Das mit der Wandler-Antriebsscheibe habe ich glaube ich verstanden und hier im Forum Bilder gefunden. Es ist die im Schnitt Erdnuss-förmige erste Hälfte des Rotationskörpers , der in der offenen Glocke der Automatik zum Motor hin liegt?

Die Glocke hat lt Beitrag http://frontera.de/viewtopic.php?t=7051#p139643 eine Öffnung nach unten. Also da liefe auch austretendes Motor-Öl aus dem Motorwellen Simmering raus? Die Glocke wäre also selbst nicht befüllt mir Automatik-Öl: Wie komm denn dann das Automatik-Öl in den Wandler und wieder zurück ins Hauptgehäuse?

Mein Problem: Ausser als junger Hüpfer einemal einem DAF 55 den Antriebsriemen und die Lichtmaschine gewechselt zu haben, mit dem zweifelhaften Erfolg eines für den Daf kurz danach todbringenden Kabelbrandes, habe ich keine Erfahrung und kein entsprechendes Werkzeug mit/für den/die Innereien eines Autos. Auch jetzt kann ich nicht ohne weiteres unter den Monty gucken oder gar abschrauben , bin auf Termine und Arbeitskraft der hiesigen Werkstatt angewiesen.

Letztendlich verstehe ich also Deinen Beitrag so, dass ich vielleicht noch eine Papier unter den Monty legen kann, um die Farbe und Geruch des austretenden Öl zu inspizieren, oder evtl. auch noch die Temparatur des Getriebes messen kann, aber soweit das Öl nicht rot ist, und die Temparatur nicht aussergewöhnlich hoch ist, ich den Auftrag zum wechslen des Simmering an die Werkstatt geben muss.

Also Danke für Rat Info,
über weiteren Tip zu Kabel und Software und Ölfluss zwischen Automatik und Wandler würde ich mich sehr freuen.
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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von Frontmann » Sonntag 21. August 2016, 19:02

Die Codes des AT-Getriebes lassen sich mit einem geeigneten Scan-Tool auslesen. Ich verwende AUTEL und BOSCH, für ältere Fahrzeuge habe ich noch das TECH1 von Vetronix. Für dich ist das vll. ein wenig zu teuer. Was welches alternative Gerät kann, weiß ich nicht. Das erfragst du einfach den Verkäufer eines in Frage kommenden Gerätes. Ein Fehlercodeliste kann man über Google finden, oder einfach nochmal hier fragen, wenn es so weit ist. Der Wandler wird getriebeseitig mit Öl versorgt. Der Antrieb erfolgt formschlüssig über das Wandlergehäuse vom Motor her.

Zur Veranschaulichung kannst mal bei Wikipedia oder Tante Gugel vorbeischauen.
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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von DTrain » Sonntag 21. August 2016, 19:16

Hallo zusammen,

ich glaube,
ich habe Anleitung zum Auslesen der Automatik , dass sich anscheinend auf das Ausblinken beschränkt, bereits im "auto-fachforum" gefunden:

Wie: http://www.auto-fachforum.de/opel-fehle ... -t177.html
Codes 4L30-E Automatik: http://www.auto-fachforum.de/fehlercode ... -t405.html

Aber den dort erwähnten 10 poligen Stecker für Motor und Automatikdiagnose nicht.

Ich fürchte, sie haben ihn einfach irgendwie hinter der vorderen Verkleidungen rumbaumeln lassen.
Müsste ich jetzt erst das untere Amaturenbrett abschrauben, und gibt es den Stecker dann wirklich?

Danke für evtl. Tips

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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von DTrain » Sonntag 21. August 2016, 19:23

Hallo Frontman,

Danke für Hinweise, gerade erst gelesen :oops: .

Googlen und Software probieren mache ich gerne, damit kenne ich mich aus :smoke: . Die Fehlercodes habe ich ja schon gefunden und Software wollte ich auch immer schon auch für meinen Golf haben. Berichte bei Erfolg. Aktuell muss ich ber erst mal den "Diagnose-Stecker" finden, der sich anscheind irgendwo unter der vorderen Plastik versteckt hat.

Danke für Angaben zu Öl und Kraft,
Dtrain

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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von Frontmann » Montag 22. August 2016, 08:13

Schau mal hinter der Verkleidung, rechts vom Gaspedal. Da sollte er an einem Kabel zu finden sein.
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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von DTrain » Mittwoch 24. August 2016, 22:34

Frontmann hat geschrieben:Schau mal hinter der Verkleidung, rechts vom Gaspedal. Da sollte er an einem Kabel zu finden sein.
Bingo und Danke und guten Abend!

Nachdem ich gestern noch hilflos nach oben schauend bis mir schwindelig wurde den ODB Diagnose Stecker mit dem Kopf gesucht habe, haber ich es heute nochmal nur tastend ohne zu gucken probiert. Und wie zitiert: Rechts von Gaspedal/Lenksäule, so 15 cm tief unter der Abdeckung Amaturenbrett fühlte ich ein Trapez mit Strippen nur von einer Seite. Dieses liess sich ohne weiteres ins Tageslicht holen, und es ist ein 16 poliger moderner ODB Stecker. Morgen wird ausgelesen, heute wurd's schon dunkel und ich will nix kaputt machen.

Gestern habe ich aber noch eine Probefahrt mit Sporen gemacht. Das Auto macht 2 echt fiese Geräusche: Ein Klackern im inneren des Motors, von dem ich immer noch nicht sicher bin, ob der 97er 3.2 V6 Hydro-Stössel hat oder nicht. Das komische am Klackern ist seine Frequenz. Im Leerlauf (720/min) klackert es ca 3 mal / Sekunde also 180 mal/Minute. Wäre es ein Ventil bzw. ein Stössel müsste es beim 4-Takter doch bei jeder 2. Umdrehung klackern, also 6 mal / Sekunden bzw. 360/Minute hmm ?

Und zum anderen eine Rasseln des Getriebes im 2. Gang. Genau auf den 2. festzumachen war es erst, nachdem ich den alten Esel mal richtig hoch gedreht hab. Dann erst trennte sich das Geräusch, aus ein wenig sonstigem Geklapper nicht mehr ganz fest sitzender Bleche unterm Boden heraus, und zwar nur im 2. Gang und mit hoher Motordrehzahl steigend. Das gute daran, der alte Monty geht noch richtig gut los, er kommt mit hoher Drehzahl tatsächlich echt zügig auf 130 (Spitze habe ich nicht mehr probiert, liegt wohl bei >=170), ist aber bestimmt nicht seine bevorzugte Gangart. Muss auch nicht mehr sein.

Ansonsten machen jetzt alle - Chefin und Werkstatt einen Rückzieher von dem Unterfangen , den Simmering Kurbelwelle Motor hinten zu erneuern. Die Werkstatt kommt jetzt plötzlich mit ersatzweise Wundermittel fürs Öl, und die Chefin scheut die Kosten der Reparatur, die Werkstatt wohl Aufwand und Risiko. Es ist nicht die modernste Werkstatt, eine Grube und daneben eine einfache Spinnen-Bühne ohne Grube. Sicher nicht die idealen Voraussetzungen mal eben das Getriebe wieder ab und wieder dran zu schrauben. Der Ölverlust auf den Boden ist auch stark gesunken (3 Tropfen pro Tag), nachdem wir 2 Liter anderes Öl gleicher Viskosität (10W-40) nachfüllen mussten. Die Hoffnung liegt jetzt auf dem Ölwechsel mit diesem Öl, das anscheinend das Anti-Öl-Wunder-Additiv schon eingebaut hat. Gefällt mir nicht, muss aber aus Kosten Gründen jetzt erst mal so ausprobiert werden.

Ich werd mich jetzt erst mal um die Codes und evtl. Software kümmern, vielleicht veraten die mir ja genaueres über den inneren Zustand des Getriebes.

So long, vielen Dank!
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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von Bigwaltens » Donnerstag 25. August 2016, 08:55

Dein 97er Montereymotor hat Hydrostößel. Und den Getriebeseitigen Kurbelwellensimmering zu wechseln ist echt kein Hexenwerk, eher schon das Abbauen der beiden Kardanwellen, da die Schrauben meist sehr fest sitzen und Du nur schlecht dran kommst.
Bei den meisten Motoren schwitzen die Kopfdeckeldichtungen und die Kerzenlochdichtungen aufgrund der Alters, das ist dann auch nicht so schlimm zu beheben.

Gruß Bigwaltens
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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von DTrain » Sonntag 28. August 2016, 15:54

Hallo zusammen,

zum ODB Stecker unseres 97er Monty: Er blinkt über die MKL nach Drahtbrücke Pin 4(16)nach Pin 6(16) den obligatorischen Code 12. Also er funktioniert und liefert keine weiteren Fehler.

Ich habe jetzt nicht versucht, via Drahtbrücke die Codes des Automatik-Getriebes sichtbar zu machen. Hatte hier keine hinreichende Info, das und wie das überhaupt geht, und will auch nix experimentell zerstören.

Ich suche nun einen Anbieter für dieses AutoDia Tech2 Interface, das ich mit meinem älteren Laptop mit Seriell verbinden kann, um darüber die sonstigen Codes (Automatik) und Parameter (Sensor-Werte wie Temperaturen) auslesen zu können. Die Begründung, warum dieses Interface ist in seine Beschreibungsseite enthalten. Oder kurz: Opel/GM war zu derzeit anders als VW. Die hier mehr verbreiteten VW Diagnose Interfaces aus der Zeit passen wohl nicht auf Opel. Ob darüber zumindest dieselbe Software laufen kann, oder ob es hier auch unterschiedliche braucht, muss sich noch herausstellen.
Bigwaltens hat geschrieben:Dein 97er Montereymotor hat Hydrostößel.
Danke, ich verlass mich drauf.

Zumindest theoretisch zeigt es, das man generell repariert als mit Öl "zaubert". Weil vermutlich profitieren die Hydros eher von einer besseren Durchölung mit "dünnerem" Öl, die porösen Dichtungen des Motors halten eher "dickerem" Öl stand, so dass wir beide Probleme kaum allein mit Ölzauber in den Griff bekommen werden.
Bigwaltens hat geschrieben:Und den Getriebeseitigen Kurbelwellensimmering zu wechseln ist echt kein Hexenwerk, eher schon das Abbauen der beiden Kardanwellen, da die Schrauben meist sehr fest sitzen und Du nur schlecht dran kommst.
Habe Deinen ensprechenden Bericht hier hier gelesen. Kann das aber leider nicht genauso machen:
Das Auto gehört nicht mir, sondern der "Chefin". Ich bin auch weder von Statur, noch Erfahrung und auch Werkzeug u.ä. in der Lage eine solche Operation selbst zu stemmen. Wir, die Chefin und ich, sind also darauf angewiesen uns erstmal zu einigen. Sie tendiert im Augenblick eher dazu, den Monty solange zu den Schafen fahren zu lassen, bis er bricht. Ich gewinne allmählich immer mehr Spass an der Technik des Autos, tendiere also dazu, es soweit möglich wieder tippo toppi machen - zu lassen. Ich selbst kann mir aber im Prinzip nur ein Auto leisten, und auch keine Liebhaberei im Sinne von Auto-Hobby, selbst wenn ich Spass dran hätte. Wir müssen uns also irgendwie einigen, das nicht zuletzt auch die Bereitstellung der finanziellen Mittel, die dazu notwendig sind.

Vorläufig bleibt mit jetzt erst mal nichts anderes übrig, als durch Ölwechsel und schonenden Umgang weiteren Verschleiss zu minimieren. Wenn wieder Geld in Kasse ist, und der Monty bis dahin wieterhin überzeugt, werden wir nochmal neu über diese die Abdichtuns-Operation Kurbelwelle und die Getriebe Revision entscheiden.
Bigwaltens hat geschrieben:Bei den meisten Motoren schwitzen die Kopfdeckeldichtungen und die Kerzenlochdichtungen aufgrund der Alters, das ist dann auch nicht so schlimm zu beheben.
Verstanden, bis auch dass ich nicht weiss, was und wo die Kerzenlochdichtung ist?

Danke für Gehör und Beratung,
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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von Bigwaltens » Montag 29. August 2016, 00:01

Hallo, die Dichtungen der Kerzenlöcher werden von innen auf den Zylinderkopfdeckel draufgesteckt, die umlaufende Gummidichtung wird auf dem Zylinderkopf aufgelegt und um die Nockenwellenlager mit Dichtmasse zusätzlich. Ist kein Hexenwerk, bis auf die Fahrerseite, da ist der Bremskraftverstärker etwas im Weg.
Bei Öl in den Zündkerzenschächten mögen das die Zündkabel überhaupt nicht, gibt auch Zündaussetzer, gefährlich für den Katalysator, der mag sowas überhaupt nicht.

Gruß Bigwaltens
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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von Frontmann » Montag 29. August 2016, 08:39

Motorundichtigkeiten durch dünnflüsigeres Öl sind Märchen. Was denkste, wie dünnflüssig dein Öl bei 80°C ist?
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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von karman911 » Dienstag 30. August 2016, 00:15

hallo werner,

ich will jetzt keine grundsatzdiskussion anfangen, deine aussage ist sicher richtig. trotzdem hatte ich früher zu käferzeiten öfter das problem, wenn man bei einer alten kiste einen ölwechsel mit "besserem" synthetischen öl und niedrigerer viskosität vornahm, dieser inkontinent wurde.....

hast du dafür eine nachvollziehbare erklärung oder war das immer zufall?
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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von Frontmann » Dienstag 30. August 2016, 07:37

Was für bessere Öle gab es denn zu Käferzeiten? Bessere Viskositäten kenne ich allerdings noch heute keine. Vielleicht sollte man sich auch mal die wirklichen Unterschiede (Nach und Vorteile) von Mineralöl zu Synthetiköl zu Gemüte führen, um die Zusammenhänge besser zu verstehen.

Vielleicht lag es daran, dass Synthetiköl Ablagerungen löste, welche kleinere Lecks verschlossen haben und nun frei gaben. Die Ventildeckel liegen beim Boxer ja relativ tief und ein kleines Leck führt da schon zu einer großen Verschmutzung.
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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von Frontmann » Dienstag 30. August 2016, 08:04

Hier ist mal etwas zum Lesen, was DU eigentlich schon kennen müsstest:

http://www.vw-karmann-ghia.de/forum/vie ... php?t=9312
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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von DTrain » Dienstag 30. August 2016, 17:41

Frontmann hat geschrieben:Motorundichtigkeiten durch dünnflüsigeres Öl sind Märchen. Was denkste, wie dünnflüssig dein Öl bei 80°C ist?
Hallo Frontman und Danke für Link.

Trotzdem eine kleines "Aber":
Das mit dem "dünneren" und "dickeren" Öl , war bewusst in relativierende Hochkommata gesetzt. Ich wollte damit auf keinen Fall sagen, dass moderne Öle schlechter sind als alte. Und natürlich ist es richtig, seinem Motor solange es geht das vom Auto-Hersteller abgesegnete Öl rechtzeitig zukommen zu lassen - die modernen Öle der NachfolgeSpezifikation entsprechen so gut wie immer locker den Anforderungen der älteren Spezifikationen, um eben erst möglichst keine Schäden oder Ablagerungen aufkommen zu lassen.

Dennoch habe ich z.B. am '00er 280tkm Golf genau seit dem Öl-Wechsel auf aktuelles Motul 5W-40 X-Clean Ölverlust an der Ventildeckel Dichtung. Klar, war der Schaden an der Dichtrung über die Jahre und km entstanden. wegen mit auch möglicherweise wegen zu wenig Pflege und Service und Ölwechsel. Dennoch bin ich mir fast sicher, mit dem alten Öl, oder einem "milderen" oder "aschereicheren" (oder wie der richtige Begriff nun auch immer sein mag) Öl wäre das noch nicht nicht passiert. Dafür war die Änderung und der Öl-Austritt zu plötzlich genau mit auf diesen Ölwechsel gefallen. Genau seit dem Ölwechsel riecht der Motor nach verbranntem Öl und tropft Motor-Öl aus der Ventildeckeldichtung. Meine Erklärung: Bisher hat das ehem teilsynthetische mildere Öl (Aral 10W-40, entspräche dem Motul 10W-40 6100 Synergy+) das Zusetzen der Dichtung mit Asche und Schlacke nicht verhindert, sondern ermöglicht und zugelassen. Dass super cleane neue Öl befördert die alten Schlacken und Ablagerungen aus der Dichtung. Das, was von der Dichtung noch übrig ist :oops: , kann ab diesem Ölwechsel das Öl halt nicht mehr aufhalten. Indiz: Der Monteur konnte nach Reklamation die Schrrauben der Deckeldichtung spielend leicht einen ordentlichen Weg nachziehen. Hat erst mal geholfen, Dichtung wird natürlich diese Woche noch richtig erneuert.

Das Öl Thema ist natürlich bzgl. dem normalen Autofahrer äusserst mystisch. Es gibt viel Schindluder mit teuren Wundermitteln, und ein Mangel an Erklärung der Geheimnisse der Öl-Anbieter. Die Komplexität der Zusammenhänge des hochkultivierten Automotors ermöglichen das, und laden gerade auch Schurken dazu ein. Aber auch seriöse Institute bescheinigen Risiken, Nachteile und Unverträglichkeiten, vor allem stark additivierter Öle, und die kommen bei moderen Ölen halt häufiger vor, mit älteren Dichtungen und Motoren. Grundsätzlich scheint es so, als wären die langlebigen Grundöle (mineralisch wie besser noch synthetisch) erst mal harmlos für jeden Motor und jede Dichtung (sozusagen ph-neutral). Wenn aber die Additive altern oder vebrennen, machen sie das Öl saurer (agressiver), und werden zum Risiko für Dichtungen und Metalle. Ist ein Öl erst mal sauer, muss es raus bzw. schon längst draussen sein, sonst greift es z.B. durch Korrosion sogar den Motor selbst an.

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Re: Heisser Antriebstunnel samt Geräusch im 97er Monty

Beitrag von DTrain » Dienstag 30. August 2016, 17:43

Bigwaltens hat geschrieben:Hallo, die Dichtungen der Kerzenlöcher werden von innen auf den Zylinderkopfdeckel draufgesteckt, die umlaufende Gummidichtung wird auf dem Zylinderkopf aufgelegt und um die Nockenwellenlager mit Dichtmasse zusätzlich. Ist kein Hexenwerk, bis auf die Fahrerseite, da ist der Bremskraftverstärker etwas im Weg.
Bei Öl in den Zündkerzenschächten mögen das die Zündkabel überhaupt nicht, gibt auch Zündaussetzer, gefährlich für den Katalysator, der mag sowas überhaupt nicht.
Hallo , Ok und Danke!
Also die 2 mal 3 Runden, die in diesem Dichtungssatz im Innren der Deckeldichtungen liegen, mit der Ventildeckeldichtung auch gleich erneuern.

Grüße allerseits,
DTrain

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