*** Allradantrieb - Funktion und Bedienung ***

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eumel
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*** Allradantrieb - Funktion und Bedienung ***

Beitrag von eumel » Samstag 15. Juli 2006, 01:27

Moin,

dann will ich mal mein Glück versuchen und endlich eine Anleitung zur Funktion des Allradantriebes und dessen Benutzung schreiben.

Der hier beschriebene Umgang bezieht sich auf den Frontera A, allerdings ist die Funktion im B und vielen anderen Offroadern dieselbe, nur die Bedienung unterscheidet sich ein wenig.

Zunächst einmal einige Begriffserklärungen:




Freilaufnaben:

Um die Freilaufnaben ranken sich teilweise die wildesten Gerüchte und viel Halbwissen wird verbreitet. Ich will mal versuchen etwas Licht ins Dunkel zu bringen.
Freilaufnaben gibt es beim Fronti in zwei verschiedenen Ausführungen: MANUELLE und AUTOMATISCHE. Beide haben dieselbe Aufgabe, unterscheiden sich allerdings hinsichtlich ihrer Bedienung. Ob bei Eurem Fronti manuelle oder automatische FN verbaut sind hängt zum einen vom Baujahr und zum anderen davon ob der Erstbesitzer die aufpreispflichtigen Automatischen Naben bestellt hat.

Die Unterscheidung zwischen Automatischen und Manuellen Naben ist einfach: Bei den Automatischen steht AUTO - LOCK - HUB auf den Naben, und Ihr könnt daran nichts einstellen.
Die Manuellen Naben haben einen Drehschalter mit dem Ihr zwischen LOCK (verriegelt) und FREE (Freilauf) wählen könnt

Prinzipiell haben FN die Aufgabe die Räder vom Antrieb zu trennen.

Hä, wie jetzt? Wenn ich im Normalbetrieb fahre hab ich doch nur Heckantrieb, wieso habe ich denn dann an der Vorderachse FN?

Klar, wenn ich im Normalbetrieb fahre wird die Vorderachse nicht angetrieben. Allerdings würde sich ohne FN der ganze vordere Antrieb über die Vorderräder ständig mitbewegen. Das hätte zur Folge dass der Antrieb der Vorderachse einem erhöhten Verschleiß unterliegen würde, und auch der Kraftstoffverbrauch würde sich erhöhen. Bei Fahrzeugen mit Manuellen FN gibt es noch ein anderes Feature, darüber später mehr.

Um nun mit Allrad fahren zu können müssen also die Vorderräder wieder mit dem Antrieb verbunden werden.
Das geschieht bei den Automatischen FN, wie der Name schon sagt, automatisch. Allrad einlegen und langsam anfahren, meist gibt es ein leichtes Klicken. Die Naben sind verriegelt. Um die Automatischen FN wieder zu entriegeln, müsst nach dem ausrücken des Allradantriebes ein kurzes Stück rückwärts fahren, es gibt wieder dieses Klicken, die Naben sind entriegelt.

Bei den Manuellen FN müsst Ihr aussteigen und die Naben von FREE auf LOCK stellen. Die Naben sind verriegelt. Zum entriegeln wieder auf FREE stellen.

Beide Systeme haben Vor- und Nachteile. Die Automatischen Naben sind bequemer in der Bedienung. Leider kann man nie mit absoluter Sicherheit sagen ob die FN auch wirklich verriegelt sind. Teilweise neigen Automatischen FN auch dazu sich selbst zu entriegeln. Diese Punkte können zu teuren Reparaturen an der Vorderachse führen, bzw. zu weit reichenden Schäden wenn die Naben im falschen Moment meinen sie müssten sich jetzt mal entriegeln.

Die Manuellen Naben sind etwas umständlicher in der Bedienung. Aber kann man in der Regel sicher sein dass die Naben auch wirklich verriegelt sind.




Differential:

Was tut so ein Diff.?
Da wir mit einem Auto nicht nur geradeaus fahren, benötigen wir ein Differential. Stellt euch vor Ihr fahrt geradeaus. Alle Räder legen denselben Weg, in derselben Zeit mit derselben Drehzahl zurück.
Das machen die Räder solange bis wir eine Kurve fahren, jetzt muss das Kurvenäußere Rad einen längeren Weg als das Kurveninnere, in derselben Zeit, zurücklegen. Wären jetzt die Räder Starr verbunden, würde das Äußere Rad einen schwarzen Strich auf die Strasse ziehen.
Um das zu verhindern gibt des das Differential, das Diff. gleicht diese Drehzahlunterschiede aus.
Leider ergibt sich durch das Diff. für uns Offroader einen Nachteil: Die Kraft sucht sich immer den leichtesten Weg (das ist so, die Physik ist eben ziemlich Faul). Wenn wir nun mit einem Rad einer Achse in der Luft hängen, verpufft die ganze Kraft die wir eigentlich für den Vortrieb bräuchten, an eben diesem Rad. Wir haben an dieser Achse keinen Vortrieb mehr.
Aber Offroader an sich sind ja nicht doof, um das zu verhindern gibt es die:

Differentialsperre:

Wie der Name schon sagt, sperrt diese das Diff. um so an beiden Rädern jederzeit eine gleichmäßige Kraftverteilung sicherzustellen.
Leider gab es für den Frontera keine Differentialsperre ab Werk, nicht für Geld und nicht für gute Worte. Das einzige was man als aufpreispflichtiges Extra bestellen konnte war eine Differentialbremse. Diese Bremse hat das Diff. zu 40% gebremst, so dass immerhin noch etwas Kraft auf das feststehende Rad wirken kann.

Ob Ihr eine Diffbremse bei Eurem Fronti eingebaut habt, könnt ihr leicht herausfinden: Im Motorraum ist ein Blechschild angebracht. Auf diesem sind ne Menge Zahlen und Buchstaben eingeprägt. Diese Kombinationen geben Auskunft über euren Wagen (welche Farbe, Ausstattung, usw.) wenn Ihr auf diesem Schild die Kombination G70, G80, oder G90 findet, habt ihr eine Diffbremse verbaut.
Über die Wirkung dieser Bremse lass ich mich hier mal nicht aus.




So jetzt geht aber los:

Dem aufmerksamen Fahrer wird bestimmt nicht entgangen sein das im Frontera zwei Schaltknüppel vorhanden sind. (Klingt komisch ist aber so)

Der linke Schalthebel ist für das Getriebe (so wie in jedem Auto). 1-5 Gang und Rückwärts, kennt Ihr, ist nix neues.
Das Geheimnis der Glückseligkeit liegt aber in dem zweiten, kleinen Hebel. Mit diesem Hebel wird das Verteilergetriebe gesteuert. Dieses zweite Getriebe verteilt die Kraft an die Achsen. Das geschieht in unterschiedlichen Arten:

2H - 2 Radantrieb High (Schnelle Übersetzung) Normale Fahrstellung - Nur die Hinterachse wird angetrieben
4H - 4 Radantrieb High (Schnelle Übersetzung) Alle Räder werden angetrieben
4L - 4 Radantrieb Low (Langsame Übersetzung) Alle Räder werden angetrieben




Bedienung und Umgang mit dem Antrieb:

Nehmen wir mal an ihr wollt den Allradantrieb benutzen, wie das vor sich geht liegt in erster Linie daran welche Freilaufnaben Ihr verbaut habt:


Automatische FN:

Einlegen der Allradfahrstufen

1. Anhalten
2. Kleinen Hebel auf 4H oder 4L stellen
3. Langsam anfahren (Ihr hört ein leichtes Klicken, aus dem Bereich der VA), die Richtung ist übrigens egal, die Naben sind jetzt verriegelt
4. Allrad eingelegt


Ausrücken der Allradfahrstufen

1. Anhalten
2. Kleinen Hebel auf 2H stellen
3. Entgegengesetzt der letzen Fahrtrichtung fahren (Ihr hört wieder das Klicken) Naben entriegelt
4. Allrad ausgerückt


Manuellen FN:

Einlegen der Allradfahrstufen

1. Anhalten, Aussteigen
2. Manuelle FN auf Lock stellen (auf beiden Seiten)
3. Kleinen Hebel auf 4H oder 4L stellen
4. Allrad eingelegt


Ausrücken der Allradfahrstufen

1. Anhalten
2. Kleinen Hebel auf 2H stellen
3. FN auf Free stellen
4. Allrad ausgerückt / Naben entriegelt


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ach so, das war alles? Nein das war die grundsätzliche Vorgehensweise für „Anfänger“
Um den Allradantrieb richtig ausschöpfen zu können, müsst Ihr wissen welches Getriebe Ihr in Eurem Fronti verbaut habt:


2,0l Motor (X20CE und C20NE) (im kurzen Frontera A Sport):

- MSG - Getriebe
Beim MSG sind das Schalt- und das Verteilergetriebe in einem Gehäuse untergebracht. Die Reduktion (4L) ist nicht synchronisiert


2,4l / 2,2l 16V Benziner (Langer Fronti)
2,3TD, 2,8TDI, 2,5TDS Diesel (Langer Fronti)
2,8TDI, 2,5TDS ( Frontera Sport):


- MUA Getriebe
Beim MUA sind Schalt- und Verteilergetriebe in getrennten Gehäusen untergebracht. Die Reduktion (4L) ist synchronisiert.


Nachfolgend die einzelnen Kombinationen:

MSG mit automatischen FN:

Ihr könnt auch während der Fahrt von 2H auf 4H schalten aber nur wenn ihr absolut sicher seid das die Naben verriegelt sind. Wenn Ihr nicht sicher seid auf jeden Fall anhallten und im Stand schalten. Beim ein und ausrücken der Reduktion (4L) müsst ihr immer anhalten da diese Schaltstufe nicht synchronisiert ist.

MSG mit manuellen FN

In der Regel könnt ihr euch sicher sein das eure Naben verriegelt sind. Ihr könnt dann auch hier während der Fahrt von 2H auf 4H schalten. Zum einlegen und ausrücken der Reduktion müsst ihr trotzdem anhalten.


MUA mit automatischen FN

Ihr könnt auch während der Fahrt von 2H auf 4H schalten aber nur wenn ihr absolut sicher seid das die Naben verriegelt sind. Wenn Ihr nicht sicher seid auf jeden Fall anhallten und im Stand schalten. Beim MUA könnt ihr auch während der Fahrt die Reduktion zuschalten, natürlich nur in niedrigen Geschwindigkeiten bis ca. 40 km/h. Zum einlegen und ausrückender Reduktion müsst Ihr auch die Kupplung treten.


MUA mit manuellen FN

Vorraussetzung ist hier natürlich, dass die Naben verriegelt sind. Dann könnt ihr auch während der Fahrt den Allradantrieb sowie die Reduktion zu- uns abschalten, natürlich nur in niedrigen Geschwindigkeiten bis ca. 40 km/h. Zum einlegen und ausrücken der Reduktion müsst Ihr auch hier die Kupplung treten.



Etwas ganz wichtiges müsst Ihr immer beachten: Benutzt den Allradantrieb (egal ob 4H oder 4L) NIEMALS auf festem Untergrund.
Das schlimmste was Ihr eurem Wagen antun könnt wäre mit eingelegtem Allrad auf festem Untergrund mit voll eingeschlagener Lenkung zu fahren.
Warum das so ist?
Der Fronti ist ein klassischer ZUSCHALT-ALLRADLER, d.h. er besitzt kein Mittendifferential. Die Drehzahlunterschiede zwischen der Vorder- und er Hinterachse können auf festem Untergrund NICHT ausgeglichen werden.
Es würde zu massiven Verspannungen kommen die sauteure Schäden am Antrieb zu Folge hätten. Der erforderliche Drehzahlausgleich geschieht beim Fronti über den Schlupf der Räder auf losem Untergrund. Der Vorteil ist hier dass es kein Mittendifferential gibt welches gesperrt werden muss.




Einen großen Vorteil haben die Frontifahrer die manuelle FN verbaut haben und öfter schwere Anhänger ziehen bzw. Rangieren müssen. Ihr könnt zum Rangieren auch die Reduktion nutzen. Allerdings dürfen hierbei die Naben NICHT verriegelt sein. So habt Ihr den Vorteil Kupplungsschonend zu fahren.


Noch was zu Schnee und Eis:
Bei Schnee und Eis ist der Allradantrieb natürlich von Vorteil. Allerdings müsst Ihr beim Bremsen sehr aufpassen. Durch die starre Verbindung werden auch alle Räder gebremst. D.h. das Fzg. rutscht über alle vier Räder und ist schwierig abzufangen.

Ansonsten kann ich nur empfehlen den Umgang mit Allrad ausgiebig zu testen, am besten mit jemandem der sich damit auskennt.
Einfach hier im Forum mal die Augen offen halten wann Ausfahrten zu Fahrgeländen sind. Meiner persönlichen Meinung nach sind sog. Offroadfahrschulen rausgeworfenes Geld.
Schließt Euch einfach irgendwo mit an. Muss übrigens nicht zwingend hier sein, Ihr könnt auch einfach mal so zu einem Fahrgelände fahren und dort jemanden ansprechen und ich bin mir sicher das Euch geholfen wird.

Ich hoffe dass ich mit dieser Anleitung ein wenig Licht ins Dunkel bringen konnte und alles verständlich war. Anmerkungen und Ergänzungen sind gewünscht und können hier unter diesen Beitrag geschrieben werden.


Gruß,

eumel

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Beitrag von smart580 » Sonntag 1. Oktober 2006, 08:57

Ja, das ist richtig, jedoch hat der Frontera B einen während der Fahrt zuschaltbaren Allrad. Und dazu hätte ich gern mal ein paar Tipps von euch...

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Beitrag von Frontmann » Sonntag 1. Oktober 2006, 12:12

Das System heißt "Shift On The Fly". Es ist dabei lediglich ein elektrifizierter Schaltvorgang. Das bessere System heißt "Torque On Demand" und wird im Trooper verwendet, während das Schwestermodell Monterey und der Frontera auf das S O T F vertrauen.
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Beitrag von Berndte » Sonntag 8. Oktober 2006, 15:04

Hallo,

zum B Frontera wird hierzu noch eine Anleitung gesucht!
Wer lust hat selbige zu verfassen kann sich gern dran versuchen.

Gruss Bernd
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AW: *** Allradantrieb - Funktion und Bedienung ***

Beitrag von awissus001 » Sonntag 28. Januar 2007, 19:59

Wunderbare Beschreibung für mich als Frontera Anfäger.Eine Frage ist bei mir noch offen,wie schnell darf man mit Allrad fahren.Ist das auf 60 oder so beschränkt ?

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AW: *** Allradantrieb - Funktion und Bedienung ***

Beitrag von eumel » Dienstag 30. Januar 2007, 00:19

Moin,

theoretisch kannst du mit Allrad so schnell fahren wie es Dein Auto hergibt. Ist nur die Frage warum man das tun sollte?

Gruß,

Ch.
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Beitrag von Frontmann » Dienstag 30. Januar 2007, 08:17

Die Beschränkungen auf eine Höchstgeschwindigkeit 62km/h gilt nur für Fahrzeuge mit vollhydraulischer Lenkung (Trecker, Kommunalfahrzeuge, Sonderfahrzeuge wie Baumaschinen etc).
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Re: AW: *** Allradantrieb - Funktion und Bedienung ***

Beitrag von Panzerknacker » Dienstag 30. Januar 2007, 15:12

eumel hat geschrieben:... theoretisch kannst du mit Allrad so schnell fahren wie es Dein Auto hergibt...
Aber denk daran, das Du kaum noch um die kleinste Kurve kommst!

Aber die Frage stellt sich eigentlich nicht. Wenn man über 30-40Km/h fahren kann (auf der Straße), braucht man eh keinen Allrad mehr!

Gruß
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Beitrag von m|RC » Montag 11. August 2008, 18:30

Super Anleitung.. :=) wir hatten auch ma nen kunden der wollte den Fonti auch mal herausfordern.... der hat ne menge kohle bezahlt *g*

Für den B habt ihr noch keine anleitung ? da giebts ja nur noch 4L soviel ich weiss oder liege ich da falsch?...

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Beitrag von Michael1973 » Montag 11. August 2008, 19:53

Also...Ich hab an meinen Vorderrädern nichts zum einstellen. Hab ich also Automatische FN??? Sorry, aber ich hab da ein Problem das mit 2H irgendwas schleift, mit 4h oder 4L aber nicht.

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Re: AW: *** Allradantrieb - Funktion und Bedienung ***

Beitrag von oakman » Montag 11. August 2008, 20:00

m|RC hat geschrieben: Für den B habt ihr noch keine anleitung ? da giebts ja nur noch 4L soviel ich weiss oder liege ich da falsch?...
4H hast Du automatisch drin, wenn Du auf das Knöpfchen im Amaturenbrett drückst
Auch Wasser ist ein edler Tropfen, vermischt man ihn mit Malz und Hopfen



32,69,72,73,74,80,81,85,86,87,89,90,94,97,99,00,01,03,05,06,08,10 und auch dieses Jahr stimmen alle ein, wird ein Fußballclub aus dem Süden, Deutscher Meister sein

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Beitrag von m|RC » Montag 11. August 2008, 20:03

Ahso :=) *grins* dann ist es auch normal das 4l nur geht wenn der knopf gedrückt ist? :=)

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Beitrag von manta-mike » Montag 11. August 2008, 20:04

dann wirst du sicherlich automatiknaben haben
Gruss Mike

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Re: AW: *** Allradantrieb - Funktion und Bedienung ***

Beitrag von oakman » Montag 11. August 2008, 20:11

m|RC hat geschrieben:Ahso :=) *grins* dann ist es auch normal das 4l nur geht wenn der knopf gedrückt ist? :=)
Richtig, anders geht es nicht, da ist ne Sperre drin
Auch Wasser ist ein edler Tropfen, vermischt man ihn mit Malz und Hopfen



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Beitrag von m|RC » Montag 11. August 2008, 20:13

Danke oakman :=)

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Beitrag von Fronterero » Freitag 26. Februar 2010, 22:34

Hallo Eumel,

vielen Dank für die Anweisung.
Ich dachte einfach 4H rein = Allrad und 2H = kein Allrad

Habe das nun also nach Deiner Anweisung ausprobiert, aber ich höre kein klicken. Mach ich etwas falsch oder muss ich zum Ohrenarzt?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Allrad rein und auch wieder raus geht, aber klicken tut nach 10 Versuchen nur mein linkes Augenlid :crazy:
Gruß aus dem Norden

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Beitrag von eumel » Samstag 27. Februar 2010, 12:43

Moin,

welche Naben sind denn bei Dir verbaut. Manuelle oder Automatische?

Gruß,

Ch.
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Beitrag von iomegale » Samstag 27. Februar 2010, 21:05

Hallo,

ich habe auch automatische Freilaufnaben, aber noch nie ein "Klicken" gehört :lol:
Allrad funktioniert aber!!

Hartmut
Gruß
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Beitrag von eumel » Sonntag 28. Februar 2010, 08:17

Moin,

vielleicht sind Eure Naben bis oben hin voll mit Fett, dann hört man nix. Normalerweise kommt da nur ein wenig niedrigviskoses Fett hinein. Dann hört man auch ein klicken.

Gruß,

Ch.
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Beitrag von lion600 » Sonntag 28. Februar 2010, 09:16

Bei mir ist auch nichts zu hören (automatische), es gibt einen leichten ruck, und der Allrad ist drin.

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Beitrag von Fronterero » Sonntag 28. Februar 2010, 20:16

@Eumel: automatische (dachte das war aufgrund meiner Darstellung klar)

ist es denn schlimm, wenn es auch ohne zu klicken funktioniert? Bzw. es ist ja auch nicht nur das Klicken. Auch das mit dem in die entgegengesetzte Richtung fahren wundert mich ein bisschen.
Ich war mal im 2H in einem Matschloch liegen geblieben, habe in 4H umgeschaltet und bin super rausgekommen?? War das Zufall, oder ist es nicht gut, wenn ich das so mache?
Gruß aus dem Norden

Nick

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Beitrag von Schraubär » Sonntag 28. Februar 2010, 20:51

Das war Zufall,
Du kannst dich wieder hin setzen, bist nicht der Held des Schammloches. :ironie:

:meinung:Du solltest vielleicht nochmal die Beschreibung des Allrades lesen.
Eumel hat sich soviel Mühe damit gemacht.
Gruß vom Schraubär

:wah: Suchen einen Kotflügel Links in Schwarzmetallic für den A lang. :wah:

Alle Angaben ohne Gewähr.
Alles selber machen, wenns geht.
Für jedes Problem gibt es eine Lösung.
Man lernt nie aus.
Ich muss nicht alles wissen, aber jemanden kennen der das Wissen hat.

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Beitrag von Fronterero » Sonntag 28. Februar 2010, 23:23

Ich hoffe das kommt hier alles nicht falsch rüber. Ich bin blutiger Anfänger im Allrad Geschäft :anim:
und bin Eumel sehr dankbar für seine Beschreibung. respekt
Ich möchte ja bloß mein Auto verstehen und meine Fehler berichtigen. idee

Also, wenn ich alles richtig verstanden habe läuft das so:
Ich bin vorwärts in 2H unterwegs und möchte in 4H umschalten. Dazu halte ich an, schalte den Allrad zu und fahre langsam an bis es in der Nabe klickt. Abschalten funktioniert grundsätzlich genauso, bloß, dass ich noch in die entgegen gesetzte Richtung fahren muss, bis es klickt. richtig?

Das ist mir jetzt echt unangenehm, aber das mit dem Zuschalten während der Fahrt (MSG) übersteigt nun wirklich mein Verständnis.
Ich soll mir da sicher sein, dass die Naben verriegelt :wand: sind und kann dann während der Fahrt zwischen 2H und 4H umschalten.
Aber wenn die Naben verriegelt sind soll ich doch gar nicht in 2H fahren. :crazy:

Es möge sich bitte nur der über mich lustig machen, der mir anschließend eine Lösung anbietet.
(die mögliche Antwort möge bitte nicht sein: "bau doch manuelle Naben ein")
Gruß aus dem Norden

Nick

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Beitrag von manta-mike » Montag 1. März 2010, 08:53

also ....ich versuch mal mein glück ... is auch wirklich nicht so einfach


wenn du den allrad benötigst ... stehenbleiben und allrad einschalten ... dann kannst du einfach weiter fahren ... wenn du ihn nicht mehr benötigst genügt es wenn du ( auch wärend der fahrt ohne kupplung ) den allrad auf 2h zurück stellst ....wenn du ihn jetzt doch wieder benötigst dann kannst du ihn ( solange du in der zwischenzeit noch nicht rückwärts gefahren bist ) wärend der fahrt wieder einlegen ( ich mach das dann eben etwas mit gefühl falls ich mich mal irren sollte ( is aber noch nie vorgekommen ))


ich hoffe das hilft dir jetzt erstmal weiter ^^
Gruss Mike

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Beitrag von lion600 » Montag 1. März 2010, 09:44

Ich kann da auch was dazu beisteuern, wenn die Naben nicht verriegelt sind bekommst du den Allrad beim fahren gar nicht rein, ist so als wenn du ohne Kupplung schalten würdest.
Ist mir diesen Winter passiert. Dachte auch die autom. Naben sind noch verriegelt H4 rein und weiter, nichts da. Angehalten, H4 rein dann gings weiter.

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Re: AW: *** Allradantrieb - Funktion und Bedienung ***

Beitrag von eumel » Montag 1. März 2010, 15:15

Moin,
lion600 hat geschrieben:Ich kann da auch was dazu beisteuern, wenn die Naben nicht verriegelt sind bekommst du den Allrad beim fahren gar nicht rein, ist so als wenn du ohne Kupplung schalten würdest.
Ist mir diesen Winter passiert. Dachte auch die autom. Naben sind noch verriegelt H4 rein und weiter, nichts da. Angehalten, H4 rein dann gings weiter.

lion600
Was haben denn die Freilaufnaben mit dem Verteilergetriebe zu tun? Die Allradfahrstufe lässt sich grundsätzlich immer einlegen. Bei automatischen Naben auf jeden Fall immer im Stand, wenn man sich nicht sicher ist ob die Naben noch verriegelt sind. Die Naben verriegeln sich erst wenn die Vorderachse mit angetrieben wird. Solange man nicht entgegen der letzten Fahrtrichtung fährt bleiben diese verriegelt (Naben verriegeln auch beim rückwärts fahren).

Bitte nicht noch weiter für Verwirrung sorgen. Ist eigentlich ganz einfach, siehe mein Beitrag von oben.
Fronterero hat geschrieben:Aber wenn die Naben verriegelt sind soll ich doch gar nicht in 2H fahren.
Wer behauptet sowas denn?! Wenn die Naben verriegelt sind kannst Du problemlos mit 2H fahren, der einzige Unterschied ist das sich der vordere Antriebsstrang mitbewegt. Um auf Nummer sicher zu gehen einfach die untenstehende Anleitung befolgen.

Hier nochmal die Kurzanleitung, ohne Schnickschnack aber auf jeden Fall sicher, steht übrigens auch in der Sonnenblende Fahrerseite:

----------------------------------------------------------------------------------------

Automatische Naben:

Allrad einlegen(Gelände/loser Untergrund)--> Im Stand 4x4 Fahrstufe einlegen (4H/4L)--> langsam anfahren--> Allradantrieb aktiv (Naben verriegelt)

Allrad ausrücken(Strasse/fester Untergrund)--> Im Stand 4x2 Fahrstufe einlegen (2H)--> kurz entgegen der letzten Fahrtrichtung fahren--> Heckantrieb (2H) aktiv (Naben entriegelt)


-----------------------------------------------------------------------------------------

Zum ausdrucken und hinter die Sonnenblende klemmen!

Gruß,

Ch.
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Beitrag von Fronterero » Montag 1. März 2010, 15:31

oh je - hätte ich das geahnt... :oops:

Ich denke ich hab´s aber jetzt allmählich gerafft idee

Werde am WE nochmal ein bisschen trainieren und auf´s klicken hören

Danke nochmal an Alle (Besonders natürlich an Eumel)
Gruß aus dem Norden

Nick

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Beitrag von eumel » Montag 1. März 2010, 15:33

Moin,

wenn es gar nicht geht kannst Du auch vorbeikommen, dann erkläre ich es noch mal am lebenden Objekt ;)

Gruß,

Ch.
\\"Strassen...? Wo wir hinfahren brauchen wir keine Strassen!\\"

Fronterero
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Beitrag von Fronterero » Montag 1. März 2010, 20:04

Hey, das ist mir ja grad erst aufgefallen Du wohnst ja um die Ecke.
Danke für das Angebot, vielleicht ergibt es sich ja mal.

Cool :smoke:
Gruß aus dem Norden

Nick

es gibt keine schlechten Straßen - es gibt nur schlechte Reifen

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FrontiB22TD
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Beitrag von FrontiB22TD » Freitag 10. Dezember 2010, 12:29

Ist ja gewaltig, was die einen Leute so alles wissen. Hut ab und danke, wenn auch erst fast ein Jahr später.
Eine klitzekleine Ergänzung hätt ich auch noch beim Fronti B Automatikgetriebe:

Allrad rein während der Fahrt JA, aber nur unter 90KmH
4L rein in Stellung N und im Stillstand, vorerst aber Allradknopf gedrückt

Gruss ein Schweizer

Wollte nicht klugscheissen, ist eigentlich logisch

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