Mobius II in Kenya

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bretti
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Mobius II in Kenya

Beitrag von bretti » Sonntag 2. Juli 2017, 19:48

Moinsen,

meine steigende Abneigung gegen heutige und zukünftige Fahrzeugkonzepte hat mich in letzter Zeit öfter mal durchs Web getrieben. Mir werden die Modelle mittlerweile zu breit, zu lang und zu glatt. Ausserdem nervt mich das fremdbestimmte Fahren (hat neulich bei nem Mietwagen ewig gedauert, bis ich die meisten "Störer" abgeschaltet hatte). Und das wird ja zukünftig noch schlimmer.
Echte Alternativen zum Monty hab ich nicht gefunden, aber das hier: http://www.mobiusmotors.com/company/ käme meinen Bedürfnissen schon ziemlich nahe.

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Rainer.M
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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von Rainer.M » Sonntag 2. Juli 2017, 23:24

Hier ist auch was, ohne jeden elektrischen schnickschnack, wo du komplett selbst bestimmen kannst, wo es lang geht:

https://www.mytoys.de/big-big-new-bobby ... 39671.html

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JEOH
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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von JEOH » Montag 3. Juli 2017, 00:59

Hi Bretti,

interessant. Mir gefällt, was da zu sehen ist. Doch sicher nicht zulasungsfähig in Deutschland bzw. EU wg Abgas- und Sicherheitsvorschriften. Wobei - beim Buschtaxi Toyota fand sich auch ein Importeur, der mit Nachrüstungen und Einzelabnahme hier tätig ist.
Umgerechnet in Euro wollen die 11.000 für das Teil. Wenn Transport und Umrüstung dazu kommen - Kauf lieber einen Duster!

@Rainer - was ist Dir denn über die Leber gelaufen?
Gruß Jan

Interessierter C1E-Anwender und IBC Schütze - man lernt jeden Tag...
Die Statistik zählt nur - Denken und urteilen muss der suchende Leser selbst...
ixquick, duckduckgo, google und die Suchfunktion sind auch Deine Freunde!

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bretti
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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von bretti » Montag 3. Juli 2017, 03:29

Hallo Jan,

nein, der hat nie eine Chance auf EU-Zulassung. Mir geht es auch eher um die Idee, die hinter dem Mobius steckt. Nur soviel Auto wie man braucht, Optik schlicht aber nicht mal häßlich.

Sollte mein Monty mal die Grätsche machen (bitte nicht !!!) wäre der Duster absolut in der engsten Wahl, allerdings eher wegen mangelnder Alternativen. Ohne Untersetzung würde mir da bei voller Zuladung die Kraft am Berg fehlen. Heutige Pickups sind für hiesige Strassenverhältnisse zu lang und zu breit und alte (auch alle Geländewagen) werden hier gehandelt wie mit Blattgold überzogen.

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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von Frontmann » Dienstag 4. Juli 2017, 10:09

Statt einen Airbag hat der eine Dose Bauschaum unter dem Hupenknopf? hmm

Gestern hatte ich einen Q7 auf der Hebebühne, da kommt Freude beim Schrauben auf.

Vor dem Anheben ist die Luftfederung des Fahrwerks auf "Wagenhebermodus" zu stellen, da ansonsten das Fahrzeug nach dem Ablassen wie eine kalbende Kuh -daher auch der Name KUH7 - auf dem Boden steht und per Scantool wieder in die Normalstellung programmiert werden muss. Wehe dem, der vor dem Radwechsel in der heimischen Garage das nicht berücksichtigt, denn wird so bis zur nächsten Werkstatt gefahren, können irreparable Schäden an Komponenten des Systems entstehen. Die Kosten sind exorbitant hoch. Auch für die reguläre Wartung.
Für den Kraftstofffiltereinsatz werden beispielsweise schlappe 99,84 Euro (MAHLE) aufgerufen wahh
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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von bretti » Dienstag 4. Juli 2017, 11:54

Frontmann hat geschrieben:
Dienstag 4. Juli 2017, 10:09
Statt einen Airbag hat der eine Dose Bauschaum unter dem Hupenknopf? hmm
Vermutlich ja .......... also ähnlich wie bei meinem Monty. :funny:

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Rainer.M
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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von Rainer.M » Dienstag 4. Juli 2017, 20:03

Ganz so wild ist es nicht. Ein paar Sachen gehen auch in der heimischen Garage. Der spinnt vielleicht ein wenig auf der Bühne, wenn du den lift-mode vergisst. Oder der hüpft ein wenig, während du ihn mit dem Wagenheber hochpumpst. Aber wenn du ihn ablässt und die Zündung anschaltest, dann stellt er sich wieder gerade. Und auf den ersten Kilometern lernt er das Fahrwerk neu an. Und dann fliegt auch der Fehler aus dem diagnosespeicher. Und du kannst den Modus auch im bordcomputer anwählen, ohne Diagnosetool. Ist nur weniger komfortabel.

Das betrifft übrigens ganz viele Autos mit luftfahrwerk oder aktiven Fahrwerk, nicht nur die q. Und nach dem Reifenwechsel geht's dann mit dem anlernen der reifendruckwarner gleich weiter...

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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von karman911 » Mittwoch 5. Juli 2017, 01:24

nur wer sich hohe ziele setzt, kann auch großes erreichen
suche; blaugetönte frontscheibe mit blaukeil für frontera a
wer viele fragen stellt, bekommt viele antworten.......auch die, die er nicht hören wollte

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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von Frontmann » Mittwoch 5. Juli 2017, 07:44

Rainer, dem ist nicht so! Und klar geht das in der heimischen Garageneinfahrt, aber man darf eben nicht vergessen, den Wagenhebermodus vorher anzuwählen. Was passiert, wenn nicht, steht im Bordbuch. Dort ist unter Anderem die Servicehotline von Audi eingetragen, die dann im Bedarfsfall einen Techniker vorbeischicken wird. Alles natürlich zu moderaten Preisen.

Und fahren sollte man in keinem Fall, wenn das Fahrwerk zickt. Die BOSCH ESI[tronic] warnt ausdrücklich davor, da irreparable Schäden entstehen können.

Ein selbsttätiges Rückstellen nach kurzer Fahrzeit ist auch nur für den Wagenhebermodus vorgesehen, vorausgesetzt, man hat den auch zuvor angewendet. Alles andere kann Schweißperlen auf die Stirn zaubern.
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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von hoersturz » Mittwoch 5. Juli 2017, 10:05

Neee jetzt :o
Ist zwar vollkommen offtopic, aber wenn ich mit dem Q=SUV in Gelände fahre wo er wegen mangelnder Verschränkung ein oder zwei Beinchen hebt ist das Fahrwerk/Luftfederung defekt? Oder verstehe ich da jetzt was falsch hmm

Grüße
Klaus
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Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.“
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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von Frontmann » Mittwoch 5. Juli 2017, 15:30

So interpretiere ich das auch. Quasi ein Pseudo-Offroader.
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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von Rainer.M » Mittwoch 5. Juli 2017, 16:26

Der Q7 ist kein m1g, im Gegensatz zu touareg und cayenne. Von daher braucht der das auch gar nicht zu können.

Aber davon ganz abgesehen, nein, der macht nicht das Fahrwerk kaputt. Ich weiß es nicht vom q7, aber der touareg stellt sich allein wieder gerade. Daher verwundert mich die Aussage von Frontmann auch ein wenig. Aber das ist dann wohl so...
Beim touareg ist es so, wenn der offroad-modus gewählt wurde, dann hat der kein Problem damit, ein Bein zu heben. Der nutzt dann auch einen anderen asr- und abs-modus, um die differentialsperren zu unterstützen usw. Der kommt mit hochgehobenen Bein weiter als der Frontera. Macht nur keiner, weil der Lack ist ja teuer und At-reifen gibt's auch nicht mit V-
oder W-Index..

Ich finde das auch relativ albern, 20 Jahre alte Autos über den grünen Klee zu loben oder es als besonders fortschrittlich anzusehen, Autos auf dem Entwicklungsstand von vor 20 Jahren neu zu bauen. Am Ende darfst du bei den zulassungsrelevanten elektronikbaugruppen keine Abstriche machen. Damit behälst du aber alle elektronischen Bauteile, die im Zweifel zum liegenbleiber führen. Umgekehrt verzichtest du aber auf Komfortausstattung, die dir das Leben bequem macht, solange sie funktioniert, aber völlig egal ist, falls sie verreckt. Deshalb habe ich auch mein Sonnendach nachträglich mit Motor und Knöppe ausgerüstet und fand letzten Donnerstag mal wieder die Videokamera an der frontschürze eine meiner besten Ideen.

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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von hoersturz » Mittwoch 5. Juli 2017, 18:44

Hallihallo,
Rainer.M hat geschrieben:
Mittwoch 5. Juli 2017, 16:26
Der Q7 ist kein m1g,
Ähm, was ist ein m1g? Liege ich richtig mit meiner Laienhaften Interpretation, Fahrzeugklasse=m1, g=Gelände?

Rainer.M hat geschrieben:
Mittwoch 5. Juli 2017, 16:26
...nein, der macht nicht das Fahrwerk kaputt. Ich weiß es nicht vom q7,
Was jetzt nun? Macht es das Fahrwerk kaputt, oder nicht? Meine Frage zielte auf den Q7 ab.
Tuareg und Konsorten interessieren mich in dem Fall nicht. Vom Tuareg erwarte ich das es funktioniert.


Rainer.M hat geschrieben:
Mittwoch 5. Juli 2017, 16:26
Ich finde das auch relativ albern, 20 Jahre alte Autos über den grünen Klee zu loben oder es als besonders fortschrittlich anzusehen, Autos auf dem Entwicklungsstand von vor 20 Jahren neu zu bauen.
Das darf ja glücklicherweise jeder so sehen wie er will. Du findest es albern, andere finden das gut.
Das darf man gern diskutieren aber niemals verteufeln.

Wenn ich meine unbedeutende Meinung zu dem Thema kundtun darf:
Wenn ich mir einen neuen Geländewagen wünschen würde, so wäre die Antriebstechnik eine rein mechanische ohne elektronische Regelung von Differentialen oder Kraftverteilung auf die Antriebsräder, ohne einer Haldexkupplung die ich in ihrer Funktion nicht abschätzen kann und immer nur bei erheblichen Drehzahlunterschieden einen nicht abzuschätzenden Kraftschluss herstellt.
Ein permanenter Allrad mit mechanisch sperrbarem Mitteldifferential und einer rein mechanisch zuschaltbaren Geländereduktion wäre für mich das beliebteste Allradsystem.
Das man für die ganze Komfortausstattung heutzutage mit unglaublich viel elektronischer Steuerung arbeitetet ist absolut nachvollziehbar aber für mich nicht elemantar wichtig bei einem Auto.
Das die Motorsteuerung heutzutage aufgrund der Abgasvorschriften nur noch mit aufwändigen elektronischen Steuerungen zu bewerkstelligen ist, ist einfach der heutigen Zeit/der Gesetzgebung geschuldet und von uns eh nicht beeinflussbar.

Aber das ein Fahrwerk beim heben eines Rades bis zur Vollausfederung danach den regulären Dienst quittiert ist für mich ein absolutes NoGo...


Grüße
Klaus
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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von Rainer.M » Mittwoch 5. Juli 2017, 21:09

Der Punkt ist eher, daß er beim anheben die karre mit der Luftfederung versucht, sich selbst gerade zu stellen. Das heißt, wenn du an der Seite anhebt, drückt dir die Luftfederung auf der anderen Seite die karre auf den Wagenheber und die Räder auf die Erde. Irgendwann merkt er, daß das so nicht auszugleichen ist und trägt einen Fehler ein und nimmt die fahrwerkseinstellung mehr oder weniger zurück. Das passiert vorallem, wenn du ihn auf der Bühne komplett hebst. Und mit dem Wagenheber mit Pech fliegt dir die karre so vom Wagenheber oder du kriegst ihn gar nicht hoch genug. Und mit noch mehr Pech quittiert das System den Dienst komplett und dann stehen die Luftfedern genau so schief, wie als das System den Dienst eingestellt hat. Normal ist aber, daß der beim nächsten Zündungwechsel die karre wieder gerade stellt und nach paar Kilometer fahrt den Fehler löscht. Außerdem gibt's genau dafür einen Knopf, der die Luftfederung sperrt(lock).

Und touareq und cayenne sind deshalb relevant, weil das nur andere hüte auf der selben Plattform sind oder zumindest waren. In wesentlichen Teilen sind die Fahrzeuge gleich. Die haben auf Wunsch auch alle dieses luftfahrwerk. Und die schlechteste option ist es nicht, wenn du den Spagat zwischen 250 auf der Bahn und trotzdem anständige offroad-fahrleistungen willst.

Und klar, alles mechanisch ist ok. Aber ein paar Kompromisse sind halt erforderlich. Dazu gehört halt neben einer euro6-motorsteuerung auch ein Abs, eine reifendruckkontrolle, eine Handvoll Airbags damit die karre ihre 5 Sterne bekommt. Dazu Maßnahmen, das kleinere Autos im crash gegen so ein dickschiff bestehen oder fußgänger und motorradfahrer den aufprall überleben. Damit wird es schon eine Herausforderung, bei so einem Fahrzeug noch Stellen zu finden, um die Kraft einer Winde einzuleiten oder einen zulassungsfähigen frontschutz zu installieren. Was aktuelle Fahrzeuge evtl. anfälliger oder weniger robust macht, ist damit schon alles beieinander. Ob dann noch ein fensterheber oder ein einparkassistent dabei ist, das ist dann auch egal und deswegen bleibt die karre nicht liegen oder fällt in der befahrbaren "europäischen Wildnis weitab der zivilisation" aus. Und fahrwerksregeleingriffe über motor, getriebe, achsgetriebe oder das bremssystem sind auch in offroadfahrzeugen seit jahrzehnten Stand der Technik. Allein die zuschaltung der Vorderachse beim b ist doch im Grunde ein Traum gegenüber "im Dreck aussteigen und manuell verriegeln" oder "sich auf nen mechanischen Automatismus ohne jede einflussmöglichkeit zu verlassen".

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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von hoersturz » Mittwoch 5. Juli 2017, 22:26

Ah, jetzt ist es schon etwas klarer.

Rainer.M hat geschrieben:
Mittwoch 5. Juli 2017, 21:09
Der Punkt ist eher, daß er beim anheben die karre mit der Luftfederung versucht, sich selbst gerade zu stellen.
Komisches Auto...
Ich fahre beruflich auch Luftfederung, aber halt bei einem Bus. Wenn da die Zündung aus ist wird auch nicht nachgeregelt. da kann man problemlos mit dem Wagenheber einzelne Räder anheben ohne das man irgendwas im Menü rumdaddeln muss...
Wenn ich die Federung neu einnivelieren will genügt der Druck auf einen Wippschalter und der Wagen steht auf der vom Werk definierten Normalhöhe.


Rainer.M hat geschrieben:
Mittwoch 5. Juli 2017, 21:09
Und klar, alles mechanisch ist ok. Aber ein paar Kompromisse sind halt erforderlich. Dazu gehört halt neben einer euro6-motorsteuerung auch ein Abs...
An das habe ich nicht gedacht. ABS und permanenter Allrad schließt sich wohl aus.


Rainer.M hat geschrieben:
Mittwoch 5. Juli 2017, 21:09
Allein die zuschaltung der Vorderachse beim b ist doch im Grunde ein Traum gegenüber "im Dreck aussteigen und manuell verriegeln" oder "sich auf nen mechanischen Automatismus ohne jede einflussmöglichkeit zu verlassen".
Ja schon. Aber permanenter Allrad wie z.B. Im Lada Niva wäre für mich das noch bessere/komfortablere System.


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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von Rainer.M » Donnerstag 6. Juli 2017, 11:39

Beim lada fährst du mit offenen Differentialen, die du mechanisch sperren kannst. Damit ist das System prinzipiell nicht besser oder schlechter als ein x-drive oder 4matic oder wie auch immer die Systeme heißen, die automatisch/manuell das Mitteldiff sperren und hat auch keinen signifikanten Vorteil gegenüber einem Tod oder anderen konzepten, die automatisch/manuell ein gesperrtes verteilergetriebe zuschalten. Eher wird es dann noch gefährlich, wenn du in einer kritischen fahrsituation noch einen lastwechsel zwischen vorn und hinten bekommst. Und am Ende, ob du im Dreck hängen bleibst, weil ein vernuddelter Seilzug sich nicht betätigen lässt, eine pneumatikleitung undicht geworden ist oder eine elektrische Funktion versagt, das macht keinen Unterschied. Aber ein durchdachtes programm im Abs-System kann dir dann immer noch den arsch retten. Und in den englischen wüstentraktoren ist das seit ewigkeiten im abs drin...

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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von Frontmann » Freitag 7. Juli 2017, 08:29

Hallo Rainer, nochmals zum mitmeiseln:

1. Der Q7 stellt sich nicht selber grade, wenn er auf der Hebebühne war! Er muss per Steuergerätebefehl mit einem Scantool in seine Normalposition gebracht werden.

2. Vor dem Anheben muss per Hand der Wagenhebermodus gewählt werden, ansonsten, siehe 1..

3. Ist dies unterblieben, soll lt. Bedienungsanleiteung die Technik Hotline von Audi angerufen werden, Es darf so keinesfalls gefahren werden, sonst ergeben sich Schäden lt. meiner BOSCH ESItronic.

4. Was andere Hersteller machen, ist in dem Fall sch...egal!

Ich habe es auch nicht geglaubt, bis ich die Karre abgelassen habe, dann den KTS angeschlossen und erst mal die Warnung gelesen. Als nächstes habe ich des Luftfedersystem angewählt und die Kalibrierung vorgenommen. Es musst dazu einmal die Zündung aus und wieder eingeschaltet werden, danach ließ er Luft ab und stand wieder gerade. Wenn du es nicht glaubst, dien Problem, oder fahr mal zu Audi und frage nach. Das ist bestimmt besser als hier ständig eigene und falsche Interpretationen zu behaupten.
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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von Rainer.M » Freitag 7. Juli 2017, 11:21

Und trotzdem stimmt es nur halb, was du sagst. Anlernen musst du das Fahrwerk nur, wenn du Teile des Fahrwerk oder der Federung ausgetauscht hast. Bestimmte Hinweise im bordbuch sind auch einfach aus Gewährleistungsgründen.

Der erweiterte servicezugriff ist dem vag-techniker vorbehalten, weil du per Kodierung auch dauerhafte höherlegung oder Tieferlegung einstellen kannst, die zum Teil sind auch andere mechanische Fahrwerksteile erfordern. Beim Sportfahrwerk sind es zum Beispiel andere koppelstangen, die mit den selben, nur anders codierten luftfederbeinen genutzt werden. Und genau an diese Einstellungen will die vag nicht jeden ranlassen, auch wenn die Tools und Anleitungen zwischenzeitlich alle im Netz zu finden sind.

Ansonsten, wenn auf der Hebebühne alle 4 Räder gleichmäßig ausgehoben werden, dann erkennt er das allein und trägt keinen Fehler ein. Trotzdem kann es vorkommen, daß er beim ablassen dann schief steht. Aber: wenn alle 4 Türen zu sind und der Motor gestartet wird, dann stellt er sich allein halbwegs gerade und rekalibriert das Fahrwerk auf den ersten kilometern. Mit dem service computer geht es halt bequemer und schneller.
Der Wagenhebermodus ist nur, damit der dir beim einseitigen anheben zum radwechsel nicht vom Wagenheber hüpft bzw. damit du diesen nicht so weit rauskurbeln musst. Und den erkennt er leider nicht allein. Auf der Hebebühne bringt der Modus gar nichts. Höchstens eine kleine zusätzliche Sicherheit, das kein Fehler eingetragen wird, falls er das gleichmäßige anheben doch nicht erkennt.

Daneben gibt's noch den Trailermode als sondermodus. Den startet er, so wie ein anhänger angesteckt wird. Dann korrigiert er die hinterachse auf normhöhe der Kugel und strafft die Federung um die stützlast auszugleichen. Deswegen kannst du z. B. den dynamikmode nicht mit dem Trailermode kombinieren.

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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von Frontmann » Freitag 7. Juli 2017, 13:46

Begib dich mal in die Praxis, bevor du hier Unsinn von dir gibst. Ach, was schreib ich schon wieder, ist ja immer das Gleiche mit dir. Bin raus!
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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von hoersturz » Freitag 7. Juli 2017, 21:15

Rainer.M hat geschrieben:
Freitag 7. Juli 2017, 11:21
Daneben gibt's noch den Trailermode als sondermodus. Den startet er, so wie ein anhänger angesteckt wird. Dann korrigiert er die hinterachse auf normhöhe der Kugel und strafft die Federung um die stützlast auszugleichen.
Ich sag ja, komisches Auto...
Normhöhe der Kupplungskugel ist gleich unbeladenes Fahrzeug, und da brauch ich nen Trailermodus dafür???

Ausgleich der Stützlast im Trailermodus? Wenn ich drei Zementsäcke ohne Trailermodus in den Kofferraum lege, korrigiert er nicht die Normhöhe und strafft nicht die Federung?

Entweder bin ich viel zu doof für diese Technik oder ich kapiere deine Erläuterungen nicht, Rainer.


Grüße
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p.S.: @Rainer, du darfst auch gern sagen ich bin viel zu doof für diese Technik. Ich nehme es dir nicht übel. :D
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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von Rainer.M » Freitag 7. Juli 2017, 22:23

Ich hab mir ehrlich gesagt gar nicht so viele Gedanken dazu gemacht, sondern nur mal den Kollegen gefragt, der mit dem karren mehr zu tun hatte. Und der hat mir nur bestätigt, du kannst im Menü den Wagenhebermodus und den trailermodus wählen. Trailer Modus geht wohl auch automatisch, wenn du den hänger ansteckst. Und Wagenhebermodus ist nur, falls du den seitlich hochbockst, damit der nicht dagegen arbeitet. Den Hebebühnenmodus mit allen 4 Rädern in der luft erkennt die karre allein. Und der stellt sich danach auch allein wieder gerade, wenn die Türen zu sind und der Motor gestartet wird. Nur falls er das nicht tut, dann musst du nen Techniker rufen und sollst auf keinen Fall fahren.

In wob direkt am Bahnhof ist ein kleiner Parcours. Da stehen abwechselnd die diversen konzernfahrzeuge (vom Yeti bis eben zum q7) und müssen auch mal Beinchen heben usw.. Der touareg tut das dort ganz selbstverständlich auch. Und es ist nahezu das selbe Auto wie q7 und cayenne. Ich glaub, man kann das in der autostadt auch buchen, wenn man mal die runde mit nem Instruktor drehen will.

Aber Werner hat schon recht. Ich habe keine praktische Werkstatterfahrung mit der karre. Ich kenne zwar tausend gute Gründe, warum genau das nicht so sein sollte, wie er es beschreibt. Das ändert aber auch nix daran, daß er es in seiner Werkstatt offensichtlich so erlebt.

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Re: Mobius II in Kenya

Beitrag von Frontmann » Sonntag 9. Juli 2017, 09:34

Mein Kunde fuhr vorher einen Tuareg und jetzt den Audi, Kannst ihn ja mal zu beiden Fahrzeugen befragen und wenn's nicht so wäre, dann frage ich mich, warum Bosch in der Esitronic explizit vor diesem Problem warnt, wo doch alles wieder automatisch zurückgeregelt werden soll, wenn man dir glauben mag?
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