Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

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DUbisch
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Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von DUbisch » Mittwoch 5. August 2015, 23:06

Auch wir haben unseren Sommerurlaub nun hinter uns, nachdem wir 2 Jahre darauf hin gebastelt und gespart haben waren wir nun vom 9.7. bis 31.7. mit unserem Fronti auf Island. 4700 km in Island, das Auto kommt nächsten Freitag wieder in Cuxhaven an.

Los ging es am 19.06. Richtung Cuxhaven, wo unser Fahrzeug in einen Container sollte, welchen wir dann hoffentlich knappe drei Wochen später in Reykjavik wieder in Empfang nehmen konnten.

Ganz ein komisches Gefühl sein Auto abzugeben mit all dem Gepäck und vor allem sollte es ja auch unser Schlafplatz für drei Wochen sein.

Fast alle drei Tage habe ich bei der Reederei angerufen ob das Auto schon da ist und ob das Zoll es freigegeben hat …
Hat aber alles super geklappt, am Morgen des 10. Julis konnten wir es wieder in Empfang nehmen, nichts kam weg nichts wurde beschädigt. Ganz anders als in den Berichten die ich im Internet gefunden habe, allerdings hatten wir auch eine andere Reederei.

Da das Hochland noch geschlossen hatte sind wir erst einmal Richtung Nord Westen, in die tollen Westforde die mir bei unserem ersten Islandbesuch am besten gefallen hatten.

Kalt war es, ich glaube wir hatten an keinem der drei Tage die wir dort verbracht haben über 9°C und richtig viel Wind, dass ich mir sorgen um das Dachzelt gemacht habe, aber auch das hat selbst bei 70 km/h Wind direkt von der Seite klaglos gehalten.
Regen hatten wir fast keinen ;)

Hier mal ein paar Eindrücke aus den Fjörden.
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Hier habe ich auch das erste mal die Untersetzung benötigt um auf einen 500m hohen Aussichtspunkt zu gelangen. Als wir wieder runter gefahren sind kamen uns nur Leute entgegen die ihre Geländewagen im Tal geparkt hatten und hoch gelaufen sind... ob es denen zu steil war? :anim:

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Als nächstes haben wir uns an der Nordküste bis zur F905 vorgearbeitet, dort sollte unser erstes Hochlandabenteuer starten: über die F905 und die F910 zur Askja und dann zum Lavafeld des Bardarbunga, Holuhraun.
Übernachten wollten wir nicht und am selben Tag über die F88 zurück.
Soviel zur Planung...

Es kam dann etwas anders, aber der Reihe nach:
Die F905 ist eine wahnsinnig schöne Strecke mit tollen Passagen durch tiefen schwarzen Lavasand und toller Aussicht auf den Tafelberg Herðubreið mit fast 1700m (wir hatten richtig viel Sonne und haben uns die Nasen ganz schön verbrannt).
Bild Bild Bild Bild Bild
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Dann kam die erste Furt in Sicht, laut unserem Büchlein eigentlich nicht sehr tief und glatter Kieseluntergrund. Trotzdem sah die von außen tief aus, habe mir die sicher 10 Minuten lang angesehen bis ich mir ein Herz gefasst habe (hatte gehofft irgend jemand käme uns entgegen und würde als erster durchfahren... kam aber niemand grr ).

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Das ganze chronologisch:
- Check ob die Freilaufnaben auf 4x4 stehen
- Untersetzung rein
- Zweiter Gang
- Fahrtrichtung anvisieren und los
- langsam die Böschung runter und im Wasser etwas Gas geben
- die Drehzahl steigt, Vortrieb gibt es keinen!!!!???
- roten Kopf bekommen, Panikanflug
- Konzentrieren während man schon mitten im Wasser steht
- im Geiste die Fehlerquellen durchgehen (Kupplung im Arsch? Wasser zwischen? Festgefahren? Gang richtig drin?)
Ihr dürft raten was es war... :lol2:

naja hat dann wunderbar geklappt kurz darauf die zweite Furt etwas tiefer aber nicht mehr als 40 cm und dieses mal ohne Probleme.
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Weiter ging es Richtung Abzweig F905/910/902. Wir fahren die F910 Richtung Askja. Die Piste wurde nun richtig grob, Steinplatten auf den Fahrspuren, steile anstiege gefolgt von ganz engen Kurven und wieder tiefer Sand.
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Eine Rangerin weißt uns auf illegales Offroad fahren hin und erklärt uns wie lange die Strecke bis zur Askja ist.
Ich höre bei der Zeitangabe nicht so genau hin und stelle später fest das diese 28 km ca 90 Minuten fahrt sind... es wird spät und wir überlegen an den Hütten der Askja zu campieren. Da es aber sehr windig ist und auch nirgends etwas um das Dachzelt etwas in den Windschatten stellen zu können, entscheiden wir uns zurück zu fahren und die F902 zum Kverkfjöll zu nehmen und zu hoffen das der Campingplatz dort etwas geschützter ist. Wir benötigen zurück keine 90 Minuten mehr, es ist auch spät und wir haben es eilig, sorry Stoßdämpfer...
Wir erreichen das Bergmassiv mit tollem Blick über Europas größten Gletscher den Vatnajökull gegen 21:30 Uhr.
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Allerdings ist dieser Platz nicht besser, genauso windig und dazu noch nicht einmal eine Möglichkeit das Auto auch nur etwas gerade abzustellen. Um zurück zu fahren sind wir zu müde, haben ja auch schließlich über 6 Stunden benötigt um vom bewohnten Gebiet bis hier hin zu kommen, geschätzt ohne Abstecher zur Askja.
Wir schlafen also bei 0°C in unserem Notzelt auf der kleinen Wiese hinter einer der Hütten, mit Gletscherblick und einem Schneefeld im Rücken. Die Nacht war nicht schön, aber jetzt im Nachhinein hatte es was :meinung:

Fortsetzung folgt...

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von hoersturz » Donnerstag 6. August 2015, 10:35

Geil, geil, geil.... :freak:
Ein Reisebericht von Island!

Das ist noch einer meiner Lebensträume. Island mit dem eigenen 4x4 zu bereisen. :freak:

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. :D


Grüße
Klaus
„Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen.
Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.“
(Siddhartha Gautama)

„Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute;
seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.“
(George Bernard Shaw)

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von DUbisch » Donnerstag 6. August 2015, 21:08

Ich habe etwas vergessen, und zwar das Whalewatching an der Nordküste,
P.s. das ist ein Buckelwal.
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Außerdem haben wir bevor wir ins Hochland sind noch eine Nacht in der Ásbyrgi Schlucht verbracht. Hier mal ein Bild
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und eines vom letzen mal (am Ende der Schlucht).
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Dann haben uns auf dem Weg zur F905 noch den Dettifoss angeschaut.
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Jetzt geht es aber weiter mit den Abenteuerlichen Teilen der Reise:

am nächsten Morgen war es sch... kalt, es hatte in der Nacht geregnet und unsere dünnen Isomatten ließen die Kälte ganz schön durch wenn man zu lange auf einer Stelle lag. Das einschlafen war also echt ein hartes Stück Arbeit, trotz des Whiskys während des Abendessens im Auto.

Ich denke das ich gerade eingeschlafen war als eine Horde Spanier aus der Hütte zur Nacht- Gletscherwanderung aufbrach, und natürlich führte der hölzerne Weg genau an unserem Zelt vorbei.
Dennoch haben wir es bis morgens um halb 8 ausgehalten. Wobei wir uns auch nicht wirklich aus den Schlafsäcken raus schälen wollten, war alles kalt und klamm...

Als wir das aber geschafft haben, oder besser gesagt uns überwunden, geht es eine nummern-lose Piste ca. 10 km zu den Eishöhlen. Diese sind ziemlich gewaltig, man beachte die kleinen Personen an der linken Seite des Eingangs.
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Näher hin gehen wir jedoch nicht, es stehen überall Warnschilder nicht ohne Führer über den Gletscher zu gehen.
Außerdem wollen wir noch die Askja und das Holuhraun sehen.
Weiter geht es also zurück zum Abzweig F902/F905/F910 und von da wieder die F910 entlang.
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Kurz vor der Askja klärt uns eine Rangerin auf was wir auf dem Weg zum zu erwarten haben. Ein bisschen Furten, soll aber nicht schlimm sein.
Bis zur Askja ist es noch eine kleine Furt, kein Problem.
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Die Askja selbst sehen wir nicht, Nebel, Wolken und das schlechte Wetter lassen uns daran zweifeln ob sich der Aufstieg lohnt. Wir fahren weiter zum Holuhraun, dort soll die Lava des Bardarbunga Ausbruchs noch warm sein...
Die Furt die die Rangerin beschrieben hat sieht schlimmer aus als ich es erwartet hatte, ist aber bis auf den weichen sandigen Untergrund kein Problem, die Strecke danach ist anspruchsvoller.
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Wir fahren in einer etwa 60cm tiefen Fahrspur über weichen und schwarzen Lavasand, lenken ist unnötig.
Am Holuhraun flimmert die Luft über den scharfkantigen Lavastücken. Eigentlich sieht es aus wie ein Gletscher nur eben aus Stein. Der Boden ist sicher 10°C wärmer als die Luft, ich überlege mir wo wir hier unser Zelt zum aufwärmen aufbauen könnten...
Wirklich beeindruckt gehen wir den abgesteckten Rundweg.
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Auf dem Rückweg steht ein Defender neben uns am Parkplatz, irgenwie sieht der Fronti dann doch wieder klein aus.
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Wir machen uns auf den Rückweg, Richtung Zivilisation. Es beginnt zu Regnen und die Furten sollen dann unangenehm werden, die Rangerin rät uns davon ab die F88 zu befahren (die Furten sollen ca. 20cm tiefer sein als normal). Wir fahren also über die selbe Strecke zurück wie wir gekommen sind, die F905.
An der Furt mit dem nicht eingelegten Gang fährt hinter uns ein Mietwagen (Grand Vitara) den ich beim Furten Fotografiert habe. Die haben sich, nachdem sie beobachtet hatten wie wir gefurtet haben ganz schön viel bedenk Zeit genommen bevor sie uns nachkamen.
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Zurück in der Zivilisation fahren wir weiter in die Ostfjorde wo wir, da die letzte Nacht doch ihre Spuren hinterlassen hat, ein Hotel/Hostel aufsuchen. Das Wetter ist sehr fotogen...
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Zu Essen gibt es Sandwich im 45km entfernten Egilsstaðir. Danach heißt es bei einem Bad im Hotpot aufwärmen und im warmen Zimmer schlafen.

Fortsetzung folgt...

Wolf 1

Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von Wolf 1 » Donnerstag 6. August 2015, 21:16

Servus,
vielen Dank für den sehr schönen Reisebericht,ich freue mich schon auf die Fortsetzung :wink:

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von DUbisch » Donnerstag 6. August 2015, 21:24

Danke! die kommt, versprochen!

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von JEOH » Donnerstag 6. August 2015, 21:47

respekt

Tolle Reise, tollere Bilderkes!

Kann es kaum erwarten, weiter lesen zu können!
Gruß Jan

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von karman911 » Freitag 7. August 2015, 02:47

respekt zu solch einer tour :freak:

sicher ist das ganze in live um ein vielfaches beeindruckender als die bilder........wobei die schon toll sind respekt
nur wer sich hohe ziele setzt, kann auch großes erreichen
suche; blaugetönte frontscheibe mit blaukeil für frontera a
wer viele fragen stellt, bekommt viele antworten.......auch die, die er nicht hören wollte

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von Der Ralf » Freitag 7. August 2015, 08:45

Moin,

vielen Dank fürs Teilhaben lassen :freak:
und schöne Bilder haste auch gemacht ... bin auch gespannt wie es weiter geht.
Der Ralf
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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von Firebiker » Freitag 7. August 2015, 14:24

Moin moin,

vielen vielen Dank für diesen Reisebericht und den tollen Bildern!

Gibt es noch einen kleinen Zuschlag? :wink:
Beste Grüße,

der Jan :freak:

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von DUbisch » Freitag 7. August 2015, 15:34

Danke! @ All
@ Firebiker: ja den gibt es, sind ja auch erst am Anfang der Reise (in Tagen) und ca. auf halber Strecke der Insel- Umrundung... :anim:
Ich werde allerdings wie bisher die, auf normalen Straßen zu erreichenden Ziele, nur kurz beschreiben. Die "Offroad -Fahrten" ausführlicher.

Achtung Offroad Fahren ist in Island streng verboten und wird mit sehr hohen Bußgeldern belegt, da die Spuren oft viele Jahre zu sehen sind und sich durch Bodenerosion oft vertiefen, Pflanzen wachsen dort einfach viel viel zu langsam... :schimpf:

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von DUbisch » Freitag 7. August 2015, 18:11

Ich habe zur Übersicht mal eine Karte angefügt, die blau-rote, nachgezeichnete Linie haben wir bisher hinter (hoffe man erkennt die...) die nur blaue noch vor uns...

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von jj.77 » Samstag 8. August 2015, 10:36

Echt toller Bericht. Bilder schön mit picr.de eingebaut, richtiges Maß an Text, gut be-/geschrieben. So liest sich das sehr gut.
Mit Gruß aus Haan
Joachim


Gebrauchtteile für Frontera B (keine für den A): http://stores.ebay.de/frontera-b-teile-haan
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Detailfotos Frontera B: http://forum.opel4x4.de/viewtopic.php?p=155601#155601
Unterschiede Frontera B: http://forum.opel4x4.de/viewtopic.php?p=195460#195460

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von JEOH » Samstag 8. August 2015, 11:52

Ihr seid noch dort...
Dann schönen Urlaub - und mach das hier fertig, wenn Ihr zurück seid! :meinung:
Gruß Jan

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von DUbisch » Samstag 8. August 2015, 12:05

Nein wir sind wieder hier, ich meinte das nur in bezug auf den Bericht wo wir gerade sind :funny:

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von DUbisch » Montag 10. August 2015, 21:34

Ich mache mal weiter:
Habe auch wieder etwas vergessen, meine Freundin meinte aber das muss unbedingt rein.
Bevor wir ins Hochland starten verbringen wir eine Nacht in Hólar, ein kleines Örtchen mit einem Wahnsinnig schön gelegenen Campingplatz, mitten in einem Wäldchen (für Island extrem selten, Wald gibt es fast keinen).
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Abends entschließen wir uns im einzigen Restaurant etwas zu essen. Es gibt Burger *super lecker* und ein Bier.
Die Kellnerin fragt was wir den gerne für ein Bier hätten, ob es auch ein lokales sein darf. Wir sagen ihr dass sie und gerne Überaschen darf.
Sie bringt ein Bier mit einem Etikett das aussieht als hätte es ein Kind gemalt. Es ist grün und ein gezeichneter Reiter sitzt auf einem Pferd (4,2%).  Es schmeckt uns, wir bestellen nach. Dieses mal bringt sie eines mit einem gelben Etikett, auf Ihr ein Pferd was gerade dabei ist einen Reiter abzuwerfen, (5,2%). Es schmeckt wieder und wir bestellen nach. Sie bringt eines mit einem schwarzen Etikett, nur noch ein Pferd ist abgebildet (6,2%), auch dieses schmeckt ;).
Etwas angetrunken gehen wir zurück zum Fronti und legen uns hin. Der nächste Morgen war dann nicht mehr lustig, die Frage warum auf der letzten Flasche kein Reiter mehr gezeichnet war hat sich erübrigt.
 
 
So jetzt geht es aber weiter wo ich aufgehört hatte:
Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren zur zum einkaufen, es ist Sonntag zum Glück machen die Lebensmitteldiscounter auch sonntags ab 12 Uhr auf. Danach machen wir uns auf der Ringstraße auf den Weg durch die Ostfrorde, das Wetter ist abwechslungsreich. Wir haben innerhalb einer Stunde eigentlich jedes Wetter, Sonne, Sturm, Regen, Nebel in allen Kombinationen.  Nur Schnee fehlt, den gibt es aber auf den Berggipfeln der Fjorde.
Wer fotografiert für den ist das Wetter alleine schon ein Grund um Island zu besuchen: von Sonne bis Regen.
Bild Bild


Und hier noch ein paar Bilder der Fjorde bzw. der Südküste:
 Bild Bild Bild Bild

Wir machen den ein oder anderen Abstecher beeilen uns aber da wir es bis nach Höfn schaffen wollen, von da aus sollte es noch eine Tagesetappe sein bis wir wieder Zugänge ins Hochland erreichen.
Trotz des Zeitdrucks lassen wir uns es nicht nehmen rechts auf die F980 abzubiegen, sie führt durch eine Schwemmlandebene mit mehreren kleineren Flußdurchquerungen.
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An der großen Furt beobachten wir zwei Isländer die im Zickzack einem „Artictruck“ mit 38“ Reifen hinterher durch den Fluß fahren, den Grund für das Zickzack kann ich jedoch nicht erkennen. Die Strömung ist reisend und ich kann keine Anhaltpunkte an der Wasseroberfläche ausmachen wo am besten gefurtet werden kann. Wäre ich doch schnell den beiden Isländern hinterher gefahren. Ich vergesse das Fotografieren...

Wir drehen um nachdem die Kolone außer Sicht ist, mein Auto möchte ich hier nicht riskieren, zumal ich nicht weiß wo die Strecke überhaupt hinführt.
Der Tag geht zu Ende, wir haben es nicht bis nach Höfn geschafft und übernachten auf einem Campingplatz in Djúpivogur. Die Aussicht ist toll und es scheint sogar die Sonne.
Am nächsten Morgen machen wir uns weiter auf den Weg Richtung Höfn.
Kurz vor Höfn besuchen wir das Vestrahorn. Leider haben wir extremen Wind, das Gehen fällt schwer. Wir besuchen deshalb nicht die Ebene vor dem Horn, auf dem ein Vikingerdorf als Filmkulisse aufgebaut wurde. Die Umgebung ist dennoch überwältigend.
Bild

Hier ein Bild des Dorfes aus 2013:
Bild

Wir übernachten auf dem extrem überfüllten Camping Platz von Höfn… hoffentlich sind nicht alle Plätze an der Südküste so voll.
Am nächsten Morgen geht es durch die üblichen Touristenziele, wir nehmen jedoch jede Chance wahr die Ringstraße zu verlassen und erreichen über verschiedene Stichstraßen mehrere Ausläufer des Vatnajökull,
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unter anderem mit einer weiteren Gletscherlagune, die wir ganz allein bestaunen können.
Bild Bild
Auch wenn keine der Stichstraßen mit einem 4x4 Schild gekennzeichnet ist, wollt ich hier mit einem normalen PKW nicht fahren müssen, teilweise extrem holpriger Untergrund mit großen Schlaglöchern und teils schlammigen Passagen fordern Aufmerksamkeit und Allrad.
Wir erreichen schließlich Jökulsarlon, die bekannte Gletscherlagune: (für uns zu viele andere Touristen, das war im Juni 2013 nicht so übel, deshalb nur ein kurzer Besuch)
Bild Bild
Und den Strand gegenüber:
Bild
Der Ausblick:
Bild

Wir fahren bis nach Svinafell, wo wir auf einem kleinen Campingplatz an einem Hotel übernachten. Es scheint uns ein guter Ausgangspunkt für die nächsten Hochlandfahrten zu sein. Am nächsten Tag soll es wieder ins Hochland gehen, zum Laki Krater über die F206, die laut unserem Büchlein keine allzu schweren Furten hat, was sich allerdings nicht bestätigt. Wir schlafen gut und wissen nicht, dass wir morgen unsere bisher tiefste Furt fahren werden.
 
Fortsetzung folgt…

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von Firebiker » Dienstag 11. August 2015, 15:43

Und wieder sehr tolle Bilder und gut geschrieben. Ich freue mich auf die Fortsetzung. :D
Beste Grüße,

der Jan :freak:

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von DUbisch » Mittwoch 12. August 2015, 22:32

Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer kurzen Dusche machen wir uns auf den Weg zur F206. Wir wollen den/die Vulkankrater des Laki Ausbruchs (1783-85) besuchen. Eine der schlimmsten Katastrophen die Island widerfahren sind, die Folgen des Ausbruchs waren Europaweit spürbar.
Bevor wir jedoch starten halten wir an einer Tankstelle, während die Zapfsäule läuft gehe ich in den angrenzenden Shop um etwas Süßes für die Kaffeepause zu besorgen.
Der ganze Shop ist voller Indern, nicht falsch verstehen: ich habe nichts gegen die. Aber wenn 20 von denen versuchen ein Softeis zu bekommen und dieses dann mit weiteren 20 Leuten teilen wollen, sich dabei aber nicht im Klaren sind wie viele Löffel sie benötigen wahh ich musste ganz automatisch an Kaya Yanar denken, dddglgddldggld... :lol2: ich hör auf.
Nach ca. 25 Minuten habe ich Schoko- Cookies erstanden und ein paar Müsliriegel. :wand:

Wir verlassen schnell die Tankstelle bevor „die“ noch auf die Idee kommen 30 Mietwägen umparken zu müssen, zum Glück waren sie mit einem Reisebus in anderer Richtung unterwegs...

Wir erreichen den Abzweig zur F206, eine Stichstraße, zuvor kann man eine tolle Schlucht mit ein paar Metern Fußweg erreichen.

Bild

Wir fahren weiter, durch eine schöne, sanfte Weidelandschaft. Immer wieder haben wir tolle Ausblicke auf die Berge im Landesinneren. Mehrere kleine Rinnsale sind zu furten ansonsten nicht zu grober Schotter. Wir kommen schnell voran, bis zur ersten Furt. Die sieht gemein aus, ist es aber nur wenn man nicht die ideale Spur findet. Wir fanden sie.
Dieser Jimny tut das leider nicht und fährt genau die Bus- Spur :schimpf: , ich würde so von Außen sagen: das war relativ knapp, vor Allem das Loch am Ende... :meinung:
War übrigens auf dem Rückweg, ich hätte die Furt sonst nicht so schnell durchfahren...

http://www.vidup.de/v/EolMG/

Wir erreichen nach etwa 2 Stunden die ersten Ausläufer des damaligen Lavafeldes, es ist alles mit Moos bewachsen.

Bild Bild

Wir fahren an mehreren Vulkankegeln vorbei, in einen kann man hineinschauen.
Nach weiteren 60 Minuten erreichen wir eine Furt. Die Tiefe konnte ich nicht beurteilen, aber Strömung gibt es wenig und ich fahre inzwischen etwas übermütig hinein. Es wurde tiefer und tiefer. Als wir auf der anderen Seite ankamen zeigten die Wassermarkierungen, dass uns das Wasser Vorne bis zum Opel Emblem stand, seitlich immer noch höher als die Zierleisten...
Seht selbst...

http://www.vidup.de/v/naq2z/

Auf dem Weg zum Berg Laki kommen wir noch an einem Kratersee vorbei.

Bild

Dann müssen eine lange steile Passhöhe erklimmen, nur um auf der anderen Seite wieder genau so weit hinunter zu fahren... aber die Aussicht war toll! Die Untersetzung hilft, allerdings wird der Motor richtig warm.

Bild Bild Bild

Am Berg angekommen machen wir uns an den Aufstieg, jedoch entscheiden wir bei ca. 80% des Weges umzudrehen. Dennoch war der Blick auf die Krater spektakulär.

Bild Bild

Wir machen uns auf den Rückweg, wollen wir doch am selben Camping Platz übernachten.
Da es sich um eine Stichstraße handelt müssen wir alle Furten nochmal passieren. Ich verschätze mich an der tiefen Furt und verpasse die ideal Linie, das Auto versinkt noch tiefer im Wasser. wahh
Der Fronti kommt durch, ich denke aber ohne Schnorchel hätte das vielleicht anders ausgesehen. :smoke:
Die Touris am anderen Ufer (wollen wohl Richtung Berg Laki) drehen nachdem sie gesehen haben wie unser Auto die nächsten 20 Meter aus der Motorhaube dampft um.

Fortsetzung folgt...

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von DUbisch » Sonntag 30. August 2015, 22:55

So, jetzt bin ich so weit weiter zu machen, musste erst mit der Beab. der Bilder weiter kommen...

Wir kehren nach der Laki-Tour zum gleichen Campingplatz zurück, und wollen am nächsten Tag die F232 entlang fahren um zum Maelifell (einem grünen Berg) zu kommen. Die Strecke zeigt sich erst als fast „Furten-freie“, raue Steinpiste.
Die Fahrt geht durch grüne Landstriche bis das Hochland erreicht ist.

Bild

Die erste Furt ist nicht ohne, viele große Steine im Flussbett nötigen uns diese zu umfahren. Zum Glück ist es nicht tief und wir können darauf verzichten eine Ideallinie zu fahren. Der Wasserfall zu unserer Linken macht die Durchquerung richtig spektakulär.

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Nach der Furt führt die Strecke in eine schwarze Lavawüste, an jedem Bachlauf hat sich leuchtendes Moos gebildet, auch die Berge sind mit leuchtendem Moos verziert.

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Hier der ca. 820m hohe Öldufell.

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Eigentlich kommen wir kaum voran, dies liegt jedoch nicht an der Piste sondern an den 1000 Fotomotiven an denen wir vorbei kommen. Die Sonne tut ihr übriges.

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Irgendwie verpassen wir unseren Abzweig und landen auf der F210, das fällt uns aber erst an der Furt der Holmsá auf. Hier stehen wir sehr lange und versuchen bei der zweiteiligen Furt einen Weg zu finden. Da das Wasser im zweiten Teil jedoch so reißend ist, gelingt es uns nicht. Es fängt an wie aus Eimern zu schütten. Ich hätte nicht gedacht, dass das Wasser im Fluß so schnell steigt... Wir sind noch unsicherer.

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Nach einer weiteren Zigarette kommt uns ein Hochlandbus entgegen. Wir beobachten ihn beim Furten und werden noch unschlüssiger.
Als der Bus unsere Seite erreicht, wechseln wir ein paar Worte mit dem Busfahrer. Er meint dass unser Auto die Furt schaffen sollte und erklärt sich bereit zu warten bis wir drüben sind. Er meint jedoch auch, dass nach der Holmsá eine ähnlich schwierige Furt auf uns wartet... :anim:

Wir fahren bis zur mittleren Sandbank und versuchen von dort noch einmal eine Route auszuloten, es gelingt jedoch wieder nicht. Etwas geknickt fahren wir zurück, bedanken uns beim Busfahrer und machen uns auf den Weg zurück in die Zivilisation...
Da wir den Maelifell nicht erreicht haben, wollen wir es am nächsten Tag auf der anderen Seite des Myrdalsjökull noch einmal versuchen.
Auf dem Weg zum Campingplatz kommen wir am Gluggafoss vorbei, ja der klingt wie er heißt. :lol2:

Bild

User Campingplatz liegt gegenüber von Þórsmörk, wo wir am nächsten Tag eine schöne Aussicht in das Tal heben werden.

Hier ist noch ein Video vom Rückweg, durch die „Wasserfallfurt“: :freak:

http://www.vidup.de/v/KHhHJ/

Fortsetzung folgt...

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von Darleth » Mittwoch 2. September 2015, 11:55

Das is ja ein Taum :o :o :o
irrgendwann wenn ich mal genügend gespaart und erfahrungen mit offroad gesammelt habe werde ich das auch mal machen :)
Echt tolle Bilder und Super Bericht respekt respekt
Gruß Nick

DUbisch
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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von DUbisch » Sonntag 6. September 2015, 18:39

Der Übersicht halber: beim roten Kreuz war unser Campingplatz, die rote dünne Linie habe ich bisher im Bericht behandelt.

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Wir schlafen auf einem sehr großer Platz und um das Waschhäuschen auch sehr voll. Da wo wir standen aber nicht... ganz viel Platz...

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Firebiker
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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von Firebiker » Sonntag 6. September 2015, 20:17

Da gibt es ja noch sehr viel zu berichten :D
Ich freu mich drauf!
Beste Grüße,

der Jan :freak:

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von DUbisch » Sonntag 6. September 2015, 21:29

Da wir den Maelifell nicht erreicht haben wollen wir es von der anderen Seite des Gletschers noch einmal versuchen. Wir nehmen die F261 um später auf die F232 zu gelangen.

Wieder erwartet uns eine wunder schöne Strecke, durch Moosgrüne Landschaft vorbei an bizarren Bergen. Die Untersetzung benötigen wir sehr oft, die Anstiege sind teils heftig und der Untergrund mit feinem schwarzen Lavasand recht rutschig.
Wir passieren einige Furten, jedoch alle mehr oder wenig einfach.
Das mit dem Voran kommen gestaltet sich ähnlich schwierig wie auf der F232, ständig muss man zum Fotografieren anhalten...

Wir haben auf dem ersten Stück der Strecke eine wunder schöne Aussicht auf das Tal von Þórsmörk, wer das Tal auf der gegenüber liegenden Seite bis zum Ende fahren möchte muss die berüchtigte Krossa furten, hier sind schon große MAN KAT4 o.ä. stecken geblieben.
Wir wollen dort nicht hin und fahren nach der F261 lediglich ein Stück die F249, damit meine bessere Hälfte noch ein bisschen das Furten trainieren kann...

Hier der Blick auf Þórsmörk:

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Auf der F261 fahren wir genau auf den 650m hohen Einhyrningur (Einhorn) zu. Einen derart bizarren Berg habe ich noch nicht gesehen, die Strecke dorthin verstärkt das Gefühl einfach allein im Nichts zu sein... :crazy:

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Auf der Piste werden wir von einem Motorradfahrer überholt, diesen überholen wir an den Furten wieder. So geht das eine ganze Weile, an einer etwas größeren Furt steigen wir aus und unterhalten uns, er kommt aus Deutschland und hat unser Alter. Wir kommen schnell ins Gespräch und er erzählt uns von seiner Fahrt von D zum Nordkap und jetzt nach Island, hier will er drei Monate bleiben.

Durch die Furt, an der wir stehen, wagen wir uns nicht. Er auch nicht. Wir beschließen umzukehren, wieder habe ich meinen grünen Berg nicht gesehen... :wand: dafür andere grüne Berge, wenn ich mir die Bilder so ansehe nicht weniger imposant...

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Zusammen entschließen wir uns eine Nummernlose Piste zur F210 zu fahren... diese hat es jedoch wirklich in sich, die Anstiege sind steil und extrem sandig. Als wir uns entschließen umzukehren bleibt er stecken, wir müssen sein Motorrad einen steilen Hang hinauf schieben (180kg)... wahh zum Glück hatten wir bereits vor dem Hang angehalten, um den weiteren Pistenverlauf zu Fuß zu erkunden... :anim:

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den Fronti hätten wir dort wohl nicht hochbekommen...

Gemeinsam schaffen wir es die Maschine den Hang hinauf zu schieben. Etwas übermütig schlage ich vor zum Canyon der Markarfljiot zu fahren, eine wirklich harte, etwa 2 km lange Piste über großes Geröll... der Ausblick in den Canyon der Markarfljiot am Ende ist gewaltig... und entschädigt für jede Sekunde der Anfahrt.

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Fortsetzung folgt...

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von karman911 » Mittwoch 9. September 2015, 00:21

im ram-forum hat auch einer island besucht......allerdings in einer geführten gruppe.......

http://www.reise-offroad-forum.de/viewt ... =31&t=3520

das wäre eher was für mich........im sommer bei schönem wetter :oops:
nur wer sich hohe ziele setzt, kann auch großes erreichen
suche; blaugetönte frontscheibe mit blaukeil für frontera a
wer viele fragen stellt, bekommt viele antworten.......auch die, die er nicht hören wollte

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von DUbisch » Mittwoch 9. September 2015, 08:23

Ach, das mit dem Wetter wird überbewertet :lol: ändert sich eh alle 30 Minuten...
naja, Island ist einsam, ich glaube bei einer Gruppenreise kommt das nicht richtig rüber... anderer Seits hat man in der Gruppe auch mal andere Menschen um sich als seinen/e Reisepartner/in :crazy: unter Umständen ist das auch nicht zu verachten...

Das alleine Unterwegs sein ist gar nicht so heftig wie man vielleicht glaubt, wenn man lange genug wartet kommt immer jemand vorbei und wenn das nur ein Hüttenwart oder ein Hochlandbus ist. Wenn man Hilfe braucht ist jeder Isländer sofort zur Stelle. Wenn man am Straßenrand steht nur um Fotos zu machen hält jeder vorbeifahrende Isländer an und fragt ob alles o.k. ist... Island ist halt eine kleine Gemeinschaft mit viel Zusammenhalt und da gehörst du als Tourist eben auch dazu...

Beispiel: kleines Dörfchen in den Ostfjorden, wir wollten Gas für unseren Heizer kaufen, gabs im Baumarkt aber nicht. Jeder Dorfbewohner der an diesem Morgen in den Baumarkt kam hat uns geholfen die Regale nach der passenden Kartusche abzusuchen :crazy: obwohl es die nach 20 Minuten immer noch nicht gab :lol2:

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von jj.77 » Mittwoch 9. September 2015, 15:24

Auch, wenn ich mich wiederhole: echt klasse! Ich freu mich auf die Fortsetzung.
Mit Gruß aus Haan
Joachim


Gebrauchtteile für Frontera B (keine für den A): http://stores.ebay.de/frontera-b-teile-haan
-- Bitte keine SMS schicken, das Handy ist oft tagelang aus. --
Detailfotos Frontera B: http://forum.opel4x4.de/viewtopic.php?p=155601#155601
Unterschiede Frontera B: http://forum.opel4x4.de/viewtopic.php?p=195460#195460

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von DUbisch » Mittwoch 9. September 2015, 20:52

Wir entschließen uns auf den gleichen Campingplatz zurückzukehren, da es dort ein Restaurant gibt. So mussten wir nach dieser Anstrengung nicht einmal kochen...
Deshalb haben wir ja auch noch etwas Zeit als wir die Zivilisation wieder erreichen, wir fahren deshalb die F249 nach Þórsmörk, nach der gefühlt zwanzigsten Furt wird es jedoch spät und wir kehren um, außerdem sind hier sehr viele Fahrzeuge unterwegs, keine Furt quert man alleine, immer ist jemand vor oder hinter einem... die Einsamkeit im „richtigen Hochland“ hat uns besser gefallen. Auf dem Rückweg übt meine Freundin das Furten, naja üben nicht wirklich, sie testet wie groß die Unterschiede zwischen Flußauf- und abwärts sind. Beifahren macht eigentlich richtig Spaß.
Wir machen dann noch einen Stopp am Sejlandfoss. Da es spät ist bleiben wir von den Touristenmassen etwas verschont.

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und hier der benachbarte Wasserfall.

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Am nächsten Morgen fahren wir erst kurz in die nächste Stadt, tanken und Vorräte auffüllen ist angesagt. Dabei treffen wir auch ein nettes Paar wieder. Wir haben Sie das erste mal auf der F910 mit ihrem Ford Ranger Pickup Bimobil- Aufbau getroffen, dann auf der F206 zur Laki, und jetzt hier. Anschließend befragen wir unsere „Kartenorakel“ und entscheiden über die F225 nach Landmannalaugar zu fahren.
Von Anfang an ist klar, dass wir dort nicht übernachten wollen. Der Campingplatz dort wurde uns von vielen als überfüllt geschildert... Komisch, Hochland und überfüllt passt gar nicht... denkste!

Auch die F225 führt durch grün- schwarze Landschaft, nicht so schön wie die F232 oder die F261 aber dennoch sehr nett.
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Wir erreichen nach ca. zwei Stunden die erste Furt, klein, seicht und wir halten nur um die Untersetzung einzulegen. Die habe ich an jeder Furt eingelegt, auch wenn diese vermeintlich harmlos erschien.
Etwas später erreichen wir die zweite Furt. Hier stehen etwa sieben Geländewagen, darunter zwei Arctictrucks.
Wir halten erst mit etwas Abstand und entscheiden uns dann ganz frech an den stehenden vorbei zu fahren und den Fluss aus der Nähe zu begutachten.
Die Furt ist zweigeteilt, in der Mitte liegt eine Sandbank. Der Weg zur Sandbank ist im klaren Wasser deutlich zu erkennen und wohl kaum mehr als 20 cm tief.
Bevor wir losfahren stellt sich uns die Frage, warum hier so viele warten bis jemand den Anfang macht...
Die Sandbank ist schnell und ohne Probleme erreicht. Jetzt springen auch die Actrictruck-Fahrer in ihre Autos und folgen uns, die anderen Geländewagen warten weiter.
Der zweite Teil des Flusses ist schwieriger zu lesen und ich benötige etwas Zeit, die Artictruck-Fahrer kommen mir zuvor und nachdem sie uns zugewunken haben fahren sie durch den Fluss.
Wir beschließen anschließend ebenfalls auf die andere Seite zu fahren.
Das Wasser ist tiefer als gedacht, es dampft gewaltig aus der Motorhaube. Auf der anderen Seite halte ich um die Untersetzung wieder herauszunehmen, unser Fronti dampft immer noch.
Die meisten Geländewagen auf der anderen Flussseite drehen um und fahren weg.
Wir fahren weiter, an einem Abzweig nach links biegen wir auf eine nummernlose Piste ab. Die Strecke besteht nur aus zwei Reifenspuren und ich mache mir Gedanken ob dieser Weg überhaupt offiziell ist... wir gelangen zu einem netten Aussichtshügel. Hier der Blick zurück.

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Dort drehen wir um und fahren weiter nach Landmannalaugar. Nach einem recht matschigem Stück sind die ersten „bunten Berge“ bereits zu sehen.

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Auf dem letzten Abschnitt der F225 fährt man um einen See (Nein, nicht die Reifenspuren auf dem Foto!).

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Im Anschluss daran erreicht man die Furt die den Camping Platz vom Parkplatz trennt. Obwohl die Furt absolut kein Problem ist, muss man mit einem PKW den Rest bis zum Campingplatz zu Fuß laufen...(Damit normale PKW ebenfalls nach Landmannalaugar gelangen wurde eine Straße ohne Furten gebaut, die nördliche F208/208, diese endet am Parkplatz).

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Die Landschaft ist toll, aber diese Massen an Menschen nicht, meine Freundin schaut mich an und sagt: „wir fahren ganz schnell wieder, ja?“. Frau hat immer Recht, ich hätte zwar gerne die Aussicht von oben gesehen, muss ihr aber zustimmen, das sind wir nicht mehr gewohnt... Wir belassen es bei einem kurzen Spaziergang auf eine Anhöhe.

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Der Rückweg geht dann ganz zügig. Eigentlich wollen wir die F208 nach Süden fahren, verpassen aber den Abzweig und landen auf der Schotterstraße 208/F208 Nord.
Diese bringt uns jedoch etwas näher an die F26, die Sprengisandur. Die wollen wir uns dann doch noch ein Stückchen weit ansehen.

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Die Landschaft wird immer karger, irgendwann stehen wir nur noch in einer schwarzen Sandwüste.

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Es wird neblig und das Wetter schlechter. Ich Fotografiere noch einen unwirklich aussehenden See, dann kehren wir zu unserem Campingplatz zurück und essen wieder im Restaurant.

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Fortsetzung folgt...

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von DUbisch » Mittwoch 9. September 2015, 21:56

Am nächsten Tag werden wir mutig, wir nehmen uns die Syðra Fjallabak, die F210 vor. Wir wissen zwar, dass wir mit großer Wahrscheinlichkeit an der Furt zur F232 (wie vor ein paar Tagen, da von der anderen Seite aus) stoppen müssen, aber der Ehrgeiz ruft...
Die Strecke ist ruppig und schlammig, aber der Fronti nimmt auch diese Piste ohne Mühe. respekt

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Die Landschaft wie erwartet, schwarz und grün.

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Außerdem gibt es recht sandige Abschnitte.

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Es beginnt zu regnen, außerdem gibt es immer mehr rote Flecken in der Landschaft. Ein Vorankommen ist kaum noch möglich, die arme Kupplung. Alle 5m hält man an um zu Fotografieren... furchtbar. :wand:

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Nach einiger Zeit kommt uns ein Konvoi Isländer entgegen, der erste Wagen hält an und warnt uns: unser Auto sei zu klein um durch die Flüsse zu kommen und wir sollten besser umkehren...
Ich versichere nichts zu gewagtes zu versuchen und an den Furten auf jemanden zu warten, der sich auskennt..., daraufhin lassen sie uns weiter fahren.
Bald sehen wir auch die ersten bunten Berge (eigentlich heißen sie Regolith Berge, aufgrund des Gesteins) vor Álftavatn (heißt glaube ich Schwanensee).

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Im Anschluss daran erwartet uns die erste Furt. Durch die Warnungen verunsichert, versuche ich mit Schuhen hindurch zu waten, habe nasse Füße bekommen. Die Furt war aber trotzdem nicht der Rede wert, keine 30 cm tief.
Danach folgt gleich die nächste Furt, an deren Anschluss wir ca. 150m im Flussbett fahren müssen. Da hilft dann das „Lesen“ der Strömung auch nichts mehr. Augen zu und durch...
Hat aber alles ohne Probleme geklappt.
Hier ein Video vom Rückweg:


Video:
http://www.vidup.de/v/FO2aR/


Danach gelangen wir nach ein paar Steigungen an die Markarfljiot, das muss die Furt sein vor der uns die Isländer gewarnt haben. Wir fahren nicht hindurch und kehren um (jetzt ärgert es mich fast ein bisschen...).

Das ist die Furt, erst muss das fordere dann das hintere Stück überwunden werden... ja, ich bin sicher der Fronti wäre da durch, wie durch alles andere auch... naja, das nächste mal... grr

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So jetzt aber: Fortsetzung folgt...

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von DUbisch » Donnerstag 10. September 2015, 23:06

So langsam kommen wir zum Ende... leider...

nachdem wir umgekehrt sind fahren wir bis zu einer nummernlosen Piste, die rechts abgeht und wohl auf die F225 führen dürfte, ein Wegweiser zeigt an, dass wir hier zum Vulkan Hekla gelangen. Der Ausbruch dieses Vulkans wird seit Jahren erwartet.

Keine 50m weiter steht ein Schild, wir sollen unsere Handys einschalten, jedes angemeldete Handy bekommt bei einem Ausbruch eine SMS, von da an bleiben etwa 30 min um den Gefahrenbereich zu verlassen. :o

Wir schalten unsere Handys ein, uns ist etwas mulmig. Mein Handy funktioniert zwar im Ausland nicht, aber ich gehe davon aus, dass wenn der Notruf funktioniert auch eine Notfall SMS ankommt...

Die Piste ist schwierig zu fahren, sandig, steinig und steil immer abwechselnd und hin und wieder alles zu gleich...

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Nach ca. 45 Minuten klingelt das Handy meiner Freundin... sie schaut mich an und sagt: „Das ist nicht lustig!!!!!“ Ich werde etwas nervös und suche die Piste nach einem guten Platz zum wenden ab. wahh

Als wir die SMS lesen werde ich fast ein bisschen böse... der Netzbetreiber hat uns die Preisliste geschrieben, wir hatten wohl recht lange keinen Empfang und der Anbieter war wohl der Meinung das es an der Zeit ist... nach fast drei Wochen Urlaub... grr

Etwas zittrig und nervös, aber auch erleichtert fahren wir weiter.
Die Landschaft wird schöner, rechts von uns grüne Berge, links grau/braune Berge mit rotem Lavasand, roten Lavabrocken davor und weiße Schneefelder.

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Nach einiger Zeit sehen wir einen Geländewagen auf der Straße stehen, wir fahren langsam heran und sehen, das nach dem Wagen ein Schneefeld auf uns wartet.

Der Geländewagen besitzt geschätzte 20 cm mehr Bodenfreiheit als unser Fronti (da muss ich unbedingt ran...) und hat im Schneefeld mit seinem Unterboden eine deutlich erkennbare Spur hinterlassen. Wir sind uns nicht sicher ob wir dort durch kommen, ich teste den Schnee mit meinem Fuß... fest, gibt nicht nach...
Danach ist klar, dass wir umkehren sollten. Das tun wir auch nach einem kurzen Gespräch mit dem isländischen Ehepaar im anderen Wagen.
Sie kamen von der F225 und erzählen uns, dass es für ihren Wagen grenzwertig war diese Piste zu befahren...

Wir kehren um, dies war für diesen Urlaub unser letztes Hochlandabenteuer. Wir übernachten wieder auf dem gleichen Campingplatz. Morgen geht es Richtung Westen... Übermorgen werden wir in einem Guesthouse in Reykjavik schlafen...

Am nächsten Morgen schlafen wir aus, ich glaube das erste mal in diesem Urlaub. Anschließend fahren wir Richtung Þingvellir, ja das ist die Stelle wo Europa und Nordamerika auseinander driften. Wir machen einen Spaziergang zum Rechtsfelsen eines der ältesten Parlamente Europas und machen uns nach einem Kaffee auf den Weg Richtung Reykjavik.

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Wir fahren noch einmal durch Fjorde und campieren auf einem kleinen Platz in Mosfellsbær kurz vor Reykjavik.

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Die Aussicht ist toll, das Wetter auch und so wird es ein langer schöner letzter Abend im Zelt, würdig diesen Urlaub abzuschließen...

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Am nächsten Morgen geht es in das Guesthouse in Reykjavik, dort haben wir dann zwei Tage um die Stadt anzusehen und den Fronti wieder am Hafen für den Rücktransport abzugeben... dann erwartet uns Deutschland zurück... :wand:

Verluste:
Blinkerglas rechts (auf der Piste verloren), Schrauben der Nabenabdeckung an der linken vorderen Felge, Fangband Türe Fahrerseite (vom Wind) abgerissen, Kotflügel vorne links (durch die Türe) verzogen, elektrischer Wasserhahn (Schalter durch gerüttelt) und der Auspuff ist nach der Lambdasonde auf dem Weg von Cuxhaven nach BaWü abgerissen... Alles andere was sich los gerüttelt hatte wurde täglich nachgezogen :anim:

Ein Kurzes Fazit nach 21 Tagen und 4700 km:
Wir haben zwar viele Plätze ausgelassen, die wir eigentlich noch einmal sehen wollten, haben aber dafür neue tolle Orte gesehen. Wir haben neben der Landschaft auch viele nette Leute kennengelernt, die hoffentlich alle wieder gesund zu Hause sind bzw. den Sommer dort nutzen konnten um für den dunklen Winter in Island gerüstet zu sein...
Beim Bearbeiten der Bilder steigt das Fernweh ganz stark... es war der zweite Urlaub in diesem unglaublichen Land (insgesamt nun fast 6 Wochen) aber sicher nicht der Letzte. :freak:

ENDE

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von Firebiker » Donnerstag 10. September 2015, 23:20

Einen sehr schönen Reisebericht, mit vielen tollen Fotos, hast du uns da beschert! respekt
Meine Reiselust ist mit jedem Post von dir weiter gestiegen. Ich hoffe, dass du nach deinem nächsten Urlaub, uns wieder einen so tollen Bericht unterbreitest?!?
Beste Grüße,

der Jan :freak:

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Re: Island 2015, oder drei Wochen fast ohne Plan

Beitrag von BaronSilasGreenback » Freitag 11. September 2015, 09:12

respekt ...ganz toller Reisebericht und sehr schöne Bilder...ja, da steigt das Fernweh :)

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